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Nach Vorfällen bei BVB-Tottenham-Spiel: Ermittlungen wegen Anfangsverdachts gegen Polizisten

Die Ausschreitungen vor dem BVB-Spiel gegen Tottenham Hotspurs am vergangenen Donnerstagabend (wir berichteten) haben Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt wegen Anfangsverdacht gegen einen Polizeibeamten, der an jenem Abend eingesetzt war. Er soll unzulässig Pfefferspray eingesetzt haben.

Die Vorwürfe, an diesem Abend unangemessen hart bzw. falsch agiert zu haben, weist die Dortmunder Polizei heute als unzutreffend zurück. „Fans der Tottenham Hotspurs sollen angeblich zu falschen Eingängen geleitet worden sein. Die Dortmunder Polizei hat jedoch keinen Grund, Fanströme, mit Ausnahme von Risikogruppen, zu leiten. Der Weg zum und in das Stadion ist wie an anderen Veranstaltungsorten und wie in anderen Ländern auch den Gästefans in der Regel selbst überlassen. An größere Personenansammlungen werden Polizeikräfte herangeführt, sie werden ggf. begleitet, jedoch nicht geleitet.“

Die Hinweise beider Vereine, frühzeitig anzureisen und so einen reibungslosen Ablauf am Stadioneinlass zu gewährleisten, hätten die Gästefans offenbar ignoriert, schreibt die Polizei. Und weiter:

„Recherchen haben ergeben, dass sich ein Großteil der mitgereisten englischen Anhänger erst um kurz nach 18 Uhr aus der Innenstadt in Richtung Stadion begaben. Ein ordnungsgemäßer Einlass ohne Druck auf die Kontrollstellen war bei diesem geringen Zeitansatz bis zum Anpfiff faktisch nicht möglich.“

 

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