Rundblick-Unna » Nach Verurteilung wegen Sexualdelikt abgetaucht – und nun bei Taschendiebstahl erwischt: Ab in die JVA

Nach Verurteilung wegen Sexualdelikt abgetaucht – und nun bei Taschendiebstahl erwischt: Ab in die JVA

Wegen sexueller Nötigung in einem Dortmunder Parkhaus Ende November 2014 war der 19jährige zu fast zwei Jahren Jugendstrafe verurteilt worden – doch die hatte er nie angetreten. Er tauchte ab.

Per Haftbefehl wurde er gesucht – monatelang. Bis er gestern Morgen so leichtsinnig war, einen Diebstahlsversuch zu unternehmen. Dabei wurde er erwischt. Und damit flog der Haftbefehl auf. Jetzt sitzt der junge Algerier dort, wo er schon seit Monaten sitzen sollte – in der JVA Iserlohn.

Ein beherzter Zeuge aus Lünen verhinderte damals durch sein Eingreifen Schlimmeres.

Die Bundespolizei schreibt zu der Festnahme Folgendes:

„Zwei Sicherheitsdienstmitarbeitern der Bahn ist es zu verdanken, dass Einsatzkräfte der Bundespolizei gestern Morgen (15. Dezember) einen 19-Jährigen Mann festnehmen konnten, der wegen sexueller Nötigung in einem Dortmunder Parkhaus mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Der algerische Staatsangehörige war aufgefallen, nachdem er versucht hatte, einen Reisenden zu bestehlen. Seine Hand hatte er schon im mitgeführten Rucksack des ahnungslosen Mannes. Dabei wurde er durch zwei Mitarbeiter der Bahnsicherheit beobachtet, die daraufhin den dreisten Diebstahl verhinderten und den gescheiterten Taschendieb zur Bundespolizeiwache brachten.

… Es stellte sich heraus, dass dieser mit einem Haftbefehl gesucht wurde: Wegen sexueller Nötigung, die sich in einem Dortmunder Parkhaus an der Steinstraße Ende 2014 ereignet hatte, war der Algerier zu einer Jugendstrafe von 1 Jahr und 9 Monaten verurteilt worden. Bis zum gestrigen Tage hatte er sich erfolgreich dem Aufenthalt in einer JVA entzogen. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Haftrichter wurde er zur Verbüßung der Strafe in die Iserlohner JVA eingeliefert.“

Über die Sextat schrieben wir am 24. November 2014:

Durch eine schnelle Alarmierung der Polizei hat ein aufmerksamer Zeuge aus dem Kreis Unna in der Nacht auf Sonntag möglicherweise Schlimmeres an einer Tiefgarage in Dortmund-Mitte verhindert.

Der 23-jährige Lüner beobachtete um kurz vor vier Uhr früh, Uhr wie ein Mann und eine Frau an einer Tiefgarage auf der Steinstraße augenscheinlich sehr nahe bei einander standen. Nach Angaben des Zeugen war zu hören, dass die Frau offenbar gegen ihren Willen dort festgehalten wurde.

Der Lüner alarmierte sofort einen gerade vorbeifahrenden Streifenwagen. Die Polizisten rannten in die Tiefgarage und rissen den Mann von der Frau los.

Die 21-jährige Dortmunderin hatte sich vor der Tat auf dem Heimweg befunden, als sie von dem Täterverdächtigen auf der Straße in ihr unverständlicher Sprache angesprochen wurde. Der unbekannte Mann war ihr gefolgt und hatte sie anschließend, nach eigenen Angaben, zum Rolltor der Tiefgarage gezogen.

Derzeit dauern die Ermittlungen zum genauen Tathergang weiter an.

Die Beamten nahmen den 18-jährigen Tatverdächtigen aus Algerien vorläufig fest. Er wird noch heute dem Haftrichter vorgeführt.

Kommentare (10)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Wieder mal ein Beweis, daß erwischte Täter rückfällig werden können, wenn sie nach Aufnahme der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen werden. Das Gesetz sollte in diesem Punkt schleunigst an die heutige Zeit angepasst werden.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Er war nicht nur festgenommen, sondern rechtkräftig verurteilt, Helmut Brune.

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    • Cora

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      Helmut Brune, wir sind so oft gleicher Meinung. Wie ist das aber wenn man das Knöllchen nicht bezahlt hat? Dann haben die dich schneller, oder?

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      • Helmut Brune via Facebook

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        Ich habe in Deutschland schon sehr lange kein Knöllchen mehr bekommen, habe also keine Ahnung, wie Schnell das da geht. (Wohne schon über 40 Jahre in Holland)

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        • Cora

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          Ich weiß das.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Noch Schlimmer!!!

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  • Willi Nigge via Facebook

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    dann sind unsere Politiker doch auch tolldreist, leben doch auch von der Hand in unserer Tasche …

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  • Tobias Habekost via Facebook

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    Das schlimme ist: Buchtet man diese Subjekte ein, kosten sie den Staat – und damit dem Steuerzahler – noch sehr viel Geld. Diese Vögel sollten für deren Kosten schuften gehen. Aber zu solchen Maßnahmen ist unser Staat zu sehr Weichei.

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    • Cora

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      erst braucht er dafür eine richtige Ausbildung und Ausbildungsplätze wachsen nicht im Blumentopf. Weiter frei laufen lassen, macht weniger Kosten

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