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Nach Polizeieinsatz in Königsborn Debatte um Unterbringung minderjähriger Asylbewerber

Nach der gewalttätigen Streiterei zwischen einigen unbegleiteten jungen Asylbewerbern gestern Abend in Königsborn (wir berichteten) entwickelte sich heute auf unserem Portal eine hitzige Debatte über die Frage: Wie sinnvoll ist es, diese allein nach Deutschland gekommenen Jugendlichen mitten in Wohngebieten einzuquartieren und sie dort quasi sich selbst zu überlassen?

Aus Sicht der meisten Kommentatoren, die sich heute zu dem Vorfall äußerten, ist das wenig sinnvoll bis kontraproduktiv. Es gehe zu Lasten der  Bewohner des Viertels und ebenso zu Lasten dieser jungen Menschen selbst, die mit oft heftiger Vorgeschichte nach Deutschland kämen und oft traumatisierende Erlebnisse im Gepäck hätten. Erschwerend komme ein anderer kultureller Hintergrund und oft hohes Aggressionspotenzial hinzu.

Link zum Bericht und den Kommentaren: http://rundblick-unna.de/gewalttaetige-auseinandersetzung-zwischen-jungen-asylbewerbern-in-koenigsborn/

Die Wohnungen an der Gadumer Straße vermietet die Unnaer Kreis-, Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS). Diese habe selbst erst am heutigen Morgen von dem Polizeieinsatz erfahren, teilte uns Geschäftsführer Matthias Fischer auf Anfrage mit. „Wir mussten uns selbst erst einmal erkundigen.“

Nach seiner Information hat der Verein „Co-Familien e.V.“ aus Kamen die Wohnung von der UKBS angemietet. „Er betreut die Jugendgruppe auch. Das heißt, dass wir selbst in die Betreuung der Jugendlichen nicht eingebunden sind“, konkretisiert Fischer die Zuständigkeiten. „Wir werden jedoch umgehend Gespräche mit dem Verein führen, damit nach Möglichkeit sich solch ein Vorfall nicht wiederholt.“

UKBS Fischer V

Der Geschäftsführer der kreiseigenen Wohnungsgesellschaft wirbt um Verständnis bei den Anwohnern dieses und anderer betroffener Wohnviertel. „Die Unterbringung und Betreuung von allein reisenden Kindern und Jugendlichen ist für die Kommunen ein großes Problem“, weiß er. „Die Kommunen brauchen Partner für die Betreuung, wie  z. B. den Kamener Verein Co-Familie. Und sie brauchen Vermieter, die geeigneten Wohnraum zur Verfügung stellen.“

Die UKBS habe derzeit in fünf ihrer Wohnungen – aufs Kreisgebiet verteilt – Jugendliche bzw. auch Kinder wohnen, die jedoch nicht sich selbst überlassen blieben, sondern betreut würden. Freilich geschieht das offenbar nicht 24/7 rund um die Uhr.

„Weitere Anfragen von Kommunen liegen uns derzeit nicht vor“, sagt Matthias Fischer. Was allerdings – auf Unna bezogen – auch damit zusammenhängen kann, dass die Kreisstadt bisher von der Verteilung neuankommender Asylbewerber ausgenommen ist. Denn ihr werden die Plätze in der Erstaufnahmeeinrichtung Massen (Landesstelle) aufs Kontingent der Aufzunehmenden angerechnet. Und in Massen besteht Platz für bis zu 800 Geflüchtete/Migrierte bzw. nach der anstehenden Erweiterung für doppelt so viele.

Gleichwohl richtet sich auch Unna, wie wir mehrfach berichteten, bis spätestens zum Herbst auf Zuweisungen fürs Stadtgebiet ein: Denn ein Abebben der Zuwanderungsströme ist nicht reell in Sicht.

Willkommen multikulturell Gruppe junge Leute People halten Schild

Der Verein „Co-Familien“ stellt sein Konzept auf seiner bundesweiten Homepage wie folgt vor:

Co-Familien Welcome

„Viele der unbegleiteten Minderjährigen haben bereits einen weiten Weg hinter sich. Das bezieht sich auf ihre Flucht ebenso wie auf die Persönlichkeitsentwicklung. Sie sind auf der einen Seite sehr selbständig, auf der anderen Seite brauchen sie viel Unterstützung, um in Deutschland, der Sprache und Kultur anzukommen.

Diesen Jugendlichen möchten wir mit dem Angebot des weitgehend selbstständigen Wohnens, einer geringen sozialpädagogischen Betreuung und zusätzlich einer intensiven familiären Anbindung die Möglichkeit geben, hier anzukommen und gleichzeitig ihren erworben Spielraum der Selbständigkeit zu erhalten. Co-Familien sollen Sprachmittler sein und den Prozess der Integration fördern. Dafür suchen wir Co-Familien mit einem eigenen Migrationshintergrund. Mehr über das Gesamtkonzept und zu freien Plätzen finden Sie hier.

Für das Projekt Co-Familien Welcome haben wir Wohnungen angemietet, und mit vielen Spenden ausgestattet. Um die fehlenden Dinge zu ergänzen, für Renovierungen und um die Co-Familien zu unterstützen, benötigen wir noch Geld- und Zeitspenden.“

http://co-familien.de/


 

Polizei Streifenwagen

Zur Frage der Veröffentlichung durch die Polizei:

Die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Unna bestätigte uns gestern am späten Abend auf  Nachfrage den Einsatz, nachdem uns eine Anwohnerin aus Königsborn über unsere Facebook-Nachrichtenfunktion informiert hatte. Aus eigener Initiative macht die Unnaer Polizeipressestelle solche Einsätze nicht öffentlich. Denn solche Auseinandersetzungen  in Asylunterkünften werden als „häusliche Gewalt“ eingestuft. Und ebenso wenig, wie man über einen deutschen Mann berichte, der zu Hause seine Frau verprügele, berichte man daher auch über Zuwanderer, die in ihrem Quartier miteinander in Streit gerieten.


logo-rundblick-klein

Aus den Kommentaren nach unserer Berichterstattung über den Polizeieinsatz an der Gadumer Straße wird vielfach Sorge deutlich.

„Solche jungen minderjährigen Flüchtlinge gehören definitiv nicht in eine solche Familiensiedlung rein. Eher in eine  24 Std-Betreuung z.B. der Jugendhilfe und eben nicht in ein Mehrfamilienhaus einer Wohnungsgesellschaft“, kritisiert z. B. Re Gina aus Königsborn. „Ältere Bewohner und Eltern haben verständlicherweise große Angst, wenn es dort tatsächlich so zugeht.“

Dieser Einsatz dort im Wohnviertel war – auch wenn das Wort vielstrapaziert ist – bisher ein „Einzelfall“. Doch wirken viele Anwohner nun aufgeschreckt. In den kommenden warmen Monaten spielten viele Kinder länger draußen, auch Kleinkinder. „Wenn jetzt dieses lockere und unbefangene Zusammensein nicht mehr möglich ist, weil die Mieter Angst haben – um sich selbst und besonders um ihre Kinder – dann läuft da was ganz gehörig falsch…“ An der Gadumer Straße wohnten seit etlichen Jahren viele Nationen zusammen. „Aber so etwas gab es da noch nie.“

Es gibt aber auch Kritik an der Kritik: So schreibt „Jochen“ zu der Debatte: „Immer dasselbe. ,Habe nichts gegen Ausländer, sollen gerne kommen. ABER NICHT VOR MEINER TÜR. Die gleiche Situation kommt auch unter Deutschen vor,  die gehen auch schon mal mit dem Messer aufeinander zu. Habe meinen Betrieb am Königsborner Bahnhof, was meint Ihr, was da so los ist!“

Kommentare (51)

  • Mike

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    Zum Thema Häusliche Gewalt, diese liegt nur dann vor, wenn in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen gegeneinander tätlich werden. Häusliche Gewalt liegt aber NICHT vor, wenn Dritte die zu Besuch sind tätlich werden.
    d.h. auch wenn es zu Streitigkeiten innerhalb eines Flüchtlingheims kommt, gilt, häusliche Gemeinschaft sind die Personen die in einer Beziehung zueinander stehen, z.B. Mann und Frau, aber nicht Flüchtling A gegen Flüchtling B.

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  • Peter Locke via Facebook

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    Scheiss egal sollen sich doch die Köppe einschlagen man kann es nicht mehr hören …

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    • Re Gina via Facebook

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      Na ja, so egal ist das nicht.
      Diese Asylbewerber sind noch minderjährig…also so gesehen noch Kinder , und die brauchen halt eine feste Struktur und Betreuung, sonst wird das nix.

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  • Re Gina via Facebook

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    Ich habe kein Verständnis für diese minderjährigen Asylbewerber, die im Streit mit Waffen aufeinander losgehen…auch wenn sie noch traumatisiert sind und ihre Probleme haben. Und solche Auseinandersetzungen muss definitiv kein anderer Mieter dulden und ertragen (und schon gar nicht die Kleinkinder/Kinder dieser Mieter). Und jeder Mieter hat irgendwo sein „Päckchen“ zu tragen und seine Vergangenheit zu bewältigen. Schicksale hinter sich und seine alltäglichen Sorgen und Ängste, was wäre, wenn da gleich jeder diese Sorgen und Probleme mit einem Messer (Waffe) austragen würde ? Wenn nicht sichergestellt werden kann, dass diese Jugendlichen Asylbewerber 24/7 betreut werden können, dann läuft gehörig was falsch ! Was erwartet denn dieser Verein aus Kamen von den anderen Mietern der Gadumerstr. ? Ich finde, dieser Verein macht es sich sehr einfach. Mal eben eine Wohnung anmieten für Minderjährige und dann diese sich selbst überlassen. Na Bravo ! P.S. ich glaube aber, Herr Fischer wird eine gute Lösung finden :-)

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    • Peter Locke via Facebook

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      Diese Kinder haben schon sehr lange Kriegserfahrungen …..und haben keine Hemmungen (natürlich nicht alle)

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    • Mike

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      Das Konzept basiert, wenn ich das richtig verstanden habe, auf Co-Familien die einen Teil der Betreung übernehmen und dafür eine kleine Aufwandsentschädigung bekommen und einen Teil Betreung 2-4 h / Woche durch den Verein selber.
      Es findet keine 24/7 Betreuung statt, die Jugendlichen leben wohl soweit selbstständig und werden entsprechend ihrer Eignung dazu wohl ausgewählt. Das soetwas nicht leicht ist dürfte klar sein und das es da eben Probleme geben kann dürfte auch klar sein. So ein Vorfall dürfte wohl hoffentlich eher ein Einzelfall sein.

      Ich finde das Konzept hinter dem Verein sehr gut, es geht darum junge Flüchtlinge bei uns zu integrieren mit Hilfe von Familien die unterstützen wie auch dem Verein der hilft.

      Soetwas ist wesentlich besser als die grossen Flüchtlingsunterkünfte wo keinerlei Integration stattfindet weil man mehr oder weniger nur unter sich ist.

      Was mich nachwievor sehr irritiert sind die deutlich unterschiedlichen Aussagen von Polizei und Anwohnern, wenn RTWs vor Ort waren kann man das sicherlich nachfragen.

      Ob da nun wirklich ein Messer zum Einsatz kam oder nicht wäre interessant, vielleicht hat die Polizei das auch nur sicherheitshalber mitgenommen und es war tatsächlich nicht im Einsatz, hier Bedarf es einer genauen Klärung und Aussagen was wirklich vorgefallen ist und was nicht, ansonsten brodelt die Gerüchteküche, Zensur seitens der Polizei ist hier falsch angebracht.

      Ich denke der Verein wie evtl. die Co-Familie werden sich auch noch äussern und eine Gespräch mit den Nachbarn führen.

      Letztendlich sind die Flüchtlinge nun da und es muss sich um sie gekümmert werden und sie müssen integriert werden, den Fehler der fehlenden Nichtintegration wie früher darf man nicht wieder machen.

      Es ist eine grosse Aufgabe und die wird leider auch nicht ohne Probleme ablaufen.

      Egal wie man zu dem Thema Flüchtlinge steht, alle müssen jetzt mitziehen um eine gemeinsame Lösung zu finden die für alle passt, sowohl für die Anwohner wie aber auch für die Flüchtlinge. Das soetwas nicht passieren darf ist vollkommen klar und verständlich auch die Ängste sind verständlich, da muss man nun eine Aufarbeitung abwarten und klaren Fakten was da wirklich los war und wenn da eine signifikante Straftat begangen wurde muss es eben auch entsprechende Konsequenzen geben.

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      • Rundblick Unna via Facebook

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        Danke für deine ausführliche Kommentierung, Mike. Die Polizei hat gesagt, dass „kein Messer als Tatwerkzeug eingesetzt“ wurde. Sie hat nicht gesagt, dass keines vorhanden war. Weiteres ist heute nicht mehr berichtet worden.

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        • wutbürger fürst

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          Das ist doch Sophistik pur.

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      • Re Gina via Facebook

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        Integration fängt immer an (n.m.M.), ob sich jemand auch integrieren will oder nicht. Nicht nur „wir müssen“, sondern auch „die müssen“ .Und der Kamener Verein hat die Aufgabe für diese jungen Menschen zu sorgen (weil eben Minderjährige und Asylbewerber). Man kann nicht von allen Mietern der Gadumerstr. erwarten, dass sie die Betreuung und Integration von diesen jungen Asylbewerbern übernehmen, in der Zeit, wo der Verein keine „Zeit und Lust“ hat. Integration ist sehr viel Arbeit und eine verantwortungsvolle Aufgabe. Mit einem „Guten Tag, wie geht es euch“ und „den Müll müsst ihr dort in diese Tonne werfen“ (o.ä. Floskeln), ist es ja nicht getan.

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    • Hans Meier via Facebook

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      Re Gina: Vielleicht können sie den Verein mit Ihrem Know How unterstützen!

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    • Re Gina via Facebook

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      Mein Know How ?
      Ich atme noch, produktiver und kreativer geht es gerade nicht mehr.
      Meine Kraft reicht gerade noch für meine Kinder, Mann und Haushalt und Co.
      Nach meiner OP melde ich mich wieder 😉

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  • wutbürger fürst

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    Die in Rede stehende Wohnung der UKBS ist nach oben Gesagtem eine ASYLUNTERKUNFT!
    Eben deswegen lag „häusliche Gewalt“ zu Grunde, über die die Polizei i.d.R. nicht berichtet.
    Interessant.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Nein, Fürst, es ist eine Mietwohnung, die – nach unserer Inerpretation – als Unterkunft junger Asylanten genutzt wird. Für die Defininierung der Polizei „häusliche Gewalt“ spielt das sowieso keine Rolle. Sie berichtet aus denselben Gründen auch nicht über Schlägereien etc. in der Landesstelle Massen, die ja nun eindeutig eine Asylunterkunft ist. VG.

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    • Manfred Uhrhan via Facebook

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      Rundblick Unna in Kgb. sind doch etliche dieser Wohnungen, z.B. Augustastr., Dorotheenstr., Gertrudenstr. und Zechenstr. Man sieht die jungen Leute oft, habe aber noch nichts nachteiliges gehört.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Hallo Manfred Uhrhan, bei den von dir genannten Wohnungen handelt es sich lt UKBS nicht um solche, die – wie diese hier – über einen Hilfsverein für minderjährige Flüchtlinge vermietet werden. Von solchen Wohnungen gibt es derzeit kreisweit erst 5. Schon deshalb, weil die UKBS kaum kurzfristig verfügbaren Wohnraum zur Verfügung hat.

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    • Peter Köhler via Facebook

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      Ich finde es gut, dass wenigstens der Rundblick darüber berichtet. Sonst erfährt man ja nichts.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Wenn wir von solchen Einsätzen erfahren, Peter Köhler, berichten wir auch darüber, egal wer daran beteiligt ist. Über diesen Fall hätten wir aber ohne den Hinweis aus der Nachbarschaft gar nichts erfahren. Insofern ist es nicht immer absichtliches „Verschweigen“, wenn solche Einsätze nicht in der Presse auftauchen, sondern schlicht Unkenntnis.

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    • Peter Köhler via Facebook

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      Vielen Dank für die Reaktion auf meinen Kommentar. Ich kann nur sagen, dass Sie eine tolle Arbeit machen. So stelle ich mir guten Journalismus vor, sachlich und bemüht die Wahrheit zu berichten. Aber ihr Hinweis, dass Sie erst durch Hinweise aus der nachbarschaft darauf aufmerksam wurden gibt mir zu denken? Verschweigt die Polizei sowas?

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    • Peter Köhler via Facebook

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      Man könnte aber auch denken, der eine fragt nichts der andere sagt nichts. Ich sehe das mit dem Verschweigen doch kritischer.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Peter Köhler – die Pressestelle der Kreispolizei hat uns dieses Nichtberichten (auch eben über Einsätze in der Landesstelle Massen) mal so erklärt, dass über sog. „häusliche Übergriffe“ generell nicht öffentlich berichtet wird. Beispiel: Sie schlagen Ihre Frau grün und blau (was Sie hoffentlich NICHT tun) oder Ihre Nachbarin stürzt sich im Streit auf ihren Ehemann – dann sei das häusliche Gewalt und taucht nicht auf dem Presseportal auf. Man möchte an Zuwanderer da keine anderen Maßstäbe anlegen als an Deutsche. Bei schwerer Körperverletzung werde hingegen schon berichtet. Dass das aber auch nicht immer konsequent so durchgezogen wird, haben wir schon häufiger beobachtet, so gab es in einer Unterkunft in Menden vor 2 Wochen eine schwere Messerattacke eines Libanesen gegen einen Syrer. Auch von diesem Einsatz bekam die örtliche Presse aber auch erst durch Hinweise Wind, und die Polizei berichtete „auf Anfrage“. Der sexuelle Missbrauch des kleinen syrischen Mädchens vor einigen Wochen in einer Unterkunft in Kamen wurde ebenfalls erst „auf Anfrage“ öffentlich gemacht. Das sagte und die Polizeisprecherin damals ganz offen. Wir haben verschiedenen Pressestellen gegenüber schon öfter deutlich gemacht, dass wir das für kontraproduktiv halten. Weil wir merken, dass die Leute dann erst recht wütend und misstrauisch werden. Leider oft pauschal gegen alle Flüchtlinge.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      .. Peter Köhler: Für das nette Lob vielen Dank, das freut uns.

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  • wutbürger fürst

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    Komisch: Das von Nachbarn gesehene, von der Polizei bestrittene, Messer wird nicht mehr erwähnt.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Wieso sollte das Messer nochmal erwähnt werden, fürst? Die Polizei hat keinen weiteren/anderslautenden Bericht eingestellt, wir können nicht nachprüfen, was wahr war, und haben den Ursprungsbericht deswegen hier nochmal verlinkt. VG.

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  • Günther Klumpp

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    @Re Gina: Sagt mal, habt ihr die Jungs mal eingeladen? Bei Euch, das beschreibst Du doch, funktioniert Nachbarschaft. Besucht Ihr Euch gegenseitig, werden Neue im Quartier mal vorgestellt, habt Ihr Kontakt mit den Betreuern?

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    • Re Gina via Facebook

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      Ich habe in der Gadumerstr. mal gewohnt. Kenne aber noch viele Mieter dort und kann mir durchaus meine Meinung bilden.
      Abgelehnt, wegen Herkunft, Hautfarbe, Alter , finanzieller oder familiärer Situation oder z.B. Krankheit, wurde da noch niemand.

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    • Re Gina via Facebook

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      P.s. ich werde mich mal umhören, ob sich der Verein Kamen , mit seinen neuen Mietern, bei allen anderen Mietern, vorgestellt hat und die Mieter gefragt wurden wie es ihnen geht….ich werde nachfragen, ob der Verein und seine jungen Asylbewerber die anderen Mieter mal eingeladen hat zum Kaffee bzw. gegenseitigem Kennenlernen.
      Wenn man irgendwo neu hinzieht, dann gehört es sich so, dass man sich vorstellt…..als neuer Mieter hat man sich erst einmal zu integrieren, bevor man selbst Ansprüche stellt ?

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    • Re Gina via Facebook

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      P.s. ich werde mich mal umhören, ob sich der Verein Kamen , mit seinen neuen Mietern, bei allen anderen Mietern, vorgestellt hat und die Mieter gefragt wurden wie es ihnen geht….ich werde nachfragen, ob der Verein und seine jungen Asylbewerber die anderen Mieter mal eingeladen hat zum Kaffee bzw. gegenseitigem Kennenlernen.
      Wenn man irgendwo neu hinzieht, dann gehört es sich so, dass man sich vorstellt…..als neuer Mieter hat man sich erst einmal zu integrieren, bevor man selbst Ansprüche stellt ?
      Und mit einer derartigen „Showeinlage“, zum Einstand als neuer Mieter, kann man bei den Alt-Mietern und dem Vermieter definitiv nicht punkten.
      Zur Integration gehören immer Zwei !

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Update: Wir haben den Bericht um eigene Infos über den betreuenden Verein ergänzt:
    „Viele der unbegleiteten Minderjährigen haben bereits einen weiten Weg hinter sich. Das bezieht sich auf ihre Flucht ebenso wie auf die Persönlichkeitsentwicklung. Sie sind auf der einen Seite sehr selbständig, auf der anderen Seite brauchen sie viel Unterstützung, um in Deutschland, der Sprache und Kultur anzukommen.
    Diesen Jugendlichen möchten wir mit dem Angebot des weitgehend selbstständigen Wohnens, einer geringen sozialpädagogischen Betreuung und zusätzlich einer intensiven familiären Anbindung die Möglichkeit geben, hier anzukommen und gleichzeitig ihren erworben Spielraum der Selbständigkeit zu erhalten. Co-Familien sollen Sprachmittler sein und den Prozess der Integration fördern. Dafür suchen wir Co-Familien mit einem eigenen Migrationshintergrund.
    Für das Projekt Co-Familien Welcome haben wir Wohnungen angemietet, und mit vielen Spenden ausgestattet.

    http://co-familien.de/

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    • wutbürger fürst

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      Das ist die wohlfeile Theorie.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Desateure oder Ärzte,das ist hier für Frage?,oder sind es doch Akademiker?

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  • Peter Köhler via Facebook

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    Im Hellweger Anzeiger steht wieder nichts davon. Er verschweigt viel.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Da immer wieder die Frage nach „Verschweigen“ solcher Vorfälle kommt, verlinken wir hier noch einmal einen Bericht dazu – er hat sich in einigen Punkten allerdings schon wieder relativiert, weil einige Pressestellen jetzt wieder zurückhaltender berichten. Z. B. die Dortmunder Polizei. http://rundblick-unna.de/straftaten-von-asylbewerbern-gibt-es-fuer-die-polizei-einen-maulkorberlass/

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    • Peter Köhler via Facebook

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      Danke auch nochmal für diesen sehr interessanten Bericht. Er zeigt auf, wie unterschiedlich Polizeibehörden mit dem Nennen von Herkunft und Nationalität umgehen. Was ich sehr schlimm finde. Auch sehr interessant finde ich ihren Hinweis wie Zeitungen mit Polizeiberichten umgehen. Sie machen wirklich einen guten Job. Da kann sich mancher Journalist noch was abschauen.

      Antworten

    • Peter Köhler via Facebook

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      Und es wird doch verschwiegen. Sogar auf Anweisung aus dem Innenministerium. Ich kann die Wut vieler verstehen. Ich bin auch wütend. Wütend auf diese Politiker und auch die Polizei die das alles mitmacht. Es gibt doch wenige bis überhaupt keine Menschen die mal den Mund aufmachen und gegen den Strom schwimmen.

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  • Brina Milomaus via Facebook

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    Ja und eigene Landsleute finden keine freien Wohnungen! Ich suche schon seit fast 1nem Jahr was neues !!!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Brina Milomaus, das Problem der Wohnungsknappheit spricht ja auch Herr Fischer in unserem Bericht an. Die UKBS plant für dieses bzw. kommendes Jahr eine Wohnbauoffensive mit 200 kostengünstigen Wohnungen im Kreisgebiet – sie will dafür rund 34 Mio. Euro investieren, ist aber darauf angewiesen, dass die Kommunen oder auch Privatleute ihr entsprechende Grundstücke zur Verfügung stellen.

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    • Brina Milomaus via Facebook

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      Lächerlich ….die Arge stellt einen Betrag von 401 € Inkl. Nebenkosten zur Verfügung! Für eine 3 Zimmer Wohnung! Ist nicht zu finden. …und wenn,schnappen Flüchtlinge sie Dir vor der Nase weg ! Echt nen Witz !!!

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  • Ines Petzold via Facebook

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    Peter Koehler bevor der Hellweger seine Druckerpresse in Gang gesetzt hat, ist die Nachricht doch längst alt und durch Internet (RB usw.) ueberholt 😉

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    • wutbürger fürst

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      „Hellweger“ kannste vergessen! Dito „Funke-Medien“.

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    • Peter Köhler via Facebook

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      Liebe Frau Petzold. Ich finde diese Nachrichten weder alt noch überholt. Der HA bringt viele Sachen in seinem Lokalteil die bestimmt unwichtiger sind als diese Ereignisse. Dass er darüber nicht berichtet ist also ein absichtliches Verschweigen.

      Antworten

    • Ines Petzold via Facebook

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      Genau Herr Koehler … der HA berichtet vielleicht eher ueber einen Sack, der in Hemer umgefallen ist … die Prioritäten sind bei Medien ja immer verschieden gewichtet. Und die Info in dieser Sache hat ja der RB nur auf Nachfrage von der Polizei erhalten, da derart Dinge ja unter „haeuslicher Gewalt“ fallen und somit fuer uninteressant der Bevoelkerung gegenueber sind… nur wer nich fragt, bleibt halt dumm!!!

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      • wutbürger fürst

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        Ja, Ines.
        Die Polizei wird zwar von uns Bürgern bezahlt,
        gehört aber zur uns Bürger vergewaltigenden Staatsmacht.
        Den Knüppel, den uns die Polizei vielleicht irgendwann auf den Kopf haut,
        haben wir selbst bezahlt. So ist das.

        Antworten

        • Ines Petzold via Facebook

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          Das “ unterschreib“ ich dir nicht … die Polizei ist auch an Dienstanweisungen von oben gehalten/gebunden ….und in jeder Uniform steckt ein Mensch, einige davon werden auch nicht mit allem einverstanden sein … siehe unseren Herrn Froehlich!!!

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          • wutbürger fürst

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            Allerdings, Ines, und ich gehe sogwar weiter, daß nicht nur einige nicht mit allem einverstanden sind. Es gibt davon viele bei der Polizei, die mit all dem NICHT einverstanden sind.
            Aber käme eine „Dienstanweisung“, auf uns Bürger einzuprügeln, wären es nur wenige, die das nicht tun würden.

            Antworten

            • Ines Petzold via Facebook

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              Das glaube ich nicht … auch im Osten bei den Montagsdemos gab’s sicher gewisse Dienstanweisungen, bin sogar ueberzeugt die Kommunisten hatten Schiessbefehl erteilt, aber die Polizei hat nichts groesseres umgesetzt und glaub mal, da waren 98 % roter denn rot.

              Antworten

            • Peter Locke via Facebook

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              Ist ja lustig hier….

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