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Nach Kirmeskrawallen: „Es ist einfach, Polizei zum Sündenbock zu machen“

Nach den Krawallen mit Flaschenwürfen am Sonntagabend auf der Katharinenkirmes (http://rundblick-unna.de/massenschlaegerei-auf-unnaer-kirmes/) wurde auch Kritik an der Polizei laut. Viel zu spät seien Beamte vor Ort gewesen, kritisierte ein Augenzeuge der Tumulte, bei denen unter anderem Flaschen flogen und 4 Festnahmen erfolgten (heranwachsende junge Männer aus dem Iran und aus Afghanistan).

Doch „es ist einfach, der Polizei einen Vorwurf zu machen“, hielt heute ein Leser dagegen, der einmal eine deutliche Verteidigung der Beamten vor Ort angebracht hält. Als „Rainer B.“ abgekürzt erinnert der Kommentarschreiber daran, dass die Anzahl der Polizisten durch die Landesregierung NRW in den vergangenen Jahren drastisch verringert wurde. Und dass „zeitgleich neue Problemfelder (Flüchtlinge und Terrorgefahr) oder alte Problemfelder (Demos und Fußballeinsätze bis hinab in die Regionalliga) in immer größerem Ausmaß“ hinzugekommen seien.

Polizei 2

„Gänzlich scheint man also oftmals zu verkennen, dass die Polizei sehr viele Aufgaben und Einsätze abarbeiten muss (im Grunde Nichtigkeiten wie Verkehrsunfälle mit Blechschäden, Ruhestörungen usw.)“, bricht Rainer B. eine Lanze für die Polizeibeamten. „Wenn diese dann, was in der Natur der Sache liegt, nicht hübsch nacheinander, sondern sicherlich sehr oft zeitgleich oder zumindest zeitlich überlappend anfallen, … ja, wer soll bei der Personallage denn dann bei so einem Vorfall einschreiten? Und dies, wenn es nach dem Bürger geht, gleich auch noch mit diversen Streifenwagen. So lange die Politik ihren Weg beibehält und die Polizeistärke auf diesem definitiv nicht ausreichenden Niveau belässt, solange wird es ganz sicher schlimmer statt besser werden!“

Es sei einfach unfair, die Verantwortung der Politiker, die für die Herabsenkung der aktiven Polizistenzahlen verantwortlich seien, auf die Streifenpolizisten abzuwälzen. „Meine ehrliche Meinung ist, dass die Damen und Herren bei der Polizei eine Arbeit verrichten, die Anerkennung verdient – sie müssen mit dem (Personal und Ausrüstung) zurechtkommen, was man ihnen zubilligt –  und das ist meiner Ansicht nach eine Lachnummer!“ Er selbst, schließt dieser Leser, „würde gerne mal sehen, ob der Eine oder Andere in der heutigen Zeit auch Tag für Tag seine Gesundheit oder gar sein Leben aufs Spiel setzen würde!“

Diese engagierte Verteidigungsrede für die Polizisten vor Ort hat einen Vorläufer: Schon vor einigen Monaten machten sich mehrere Polizeibeamte auf Facebook verbittert Luft über die Zustände, die in ihrem persönlichen Erleben immer schwieriger und „schlimmer“ würden. Ihren Wortwechsel haben wir seinerzeit anonym gehalten. Rainer B. schrieb uns auf Nachfrage, er sei selbst nicht bei der Polizei, sondern im Handwerk tätig. Wir möchten sein Statement als Gastkommentar verstanden wissen. 

http://rundblick-unna.de/der-tiefe-frust-eines-polizisten-es-ist-schlimmer-geworden-wir-brauchen-massives-umdenken/

 

Kommentare (10)

  • Silvia Rinke

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    Der Beitrag wird auf Facebook lebhaft diskutiert. Einge Kommentare der ersten Stunde nach Veröffentlichung:

    Sven Arnt Sehr gut und richtig erkannt. Bitte nicht vergessen, dass bei der Verteilung von Personal nach der BKV die kleinen bzw. Landbehörden bei weitem nicht so „gut“ wegkommen, wie die Großbehörden. Bereinigt hat die KPB Unna zum 1.9. grade mal einen Polizisten mehr bekommen. Das ist die eine Seite. Dann ist die Kirmes in Unna grade mal ein Ereignis mit lokaler Bedeutung, dafür bekommt man nicht mal eben einen Zug Hundertschaft oder gar ein Gruppe. Auch die Einsatzhundertschaften kommen derzeit kaum aus den Stiefeln. Es brennt ja überall. Ich denke schon, dass man sich in Unna sehr wohl Gedanken zur Kräftegestellung gemacht hat. Wer von denen, die meckern, weiß denn, ob die Kräfte nicht an anderer Stelle gebunden waren?! Und um es mal zum Punkt zu bringen: Die Verantwortung für diese Eskalation tragen einzig und allein die Straftäter, die da in Aktion getreten sind. Da kann sich dann jeder selbst mal eine Meinung zu bilden, ob es sich dabei nicht um die typische Kundschaft für sowas gehandelt hat. Die Leute dich ich so kenne und die den Personenkreis, nebst Gebaren, gesehen haben, waren jedenfalls nicht erstaunt über das später gezeigte Verhalten. Und wenn man sowas feststellt, dann lohnt auch einfach mal ein Anruf bei der Polizei, wenn die grade nicht vor Ort ist, bei dem man auf eine solche Situation aufmerksam macht. Das ist alles kein Problem.

    Rundblick Unna (sia) Danke, Sven Arnt, deinem letzten Satz möchte ich hinzufügen: Auch wer vielleicht mal keine guten Erfahrungen mit Anrufen bei der Polizei gemacht hat, sollte es bitte immer wieder tun. Prävention kann einfach viel bewirken.

    Simone Kemper Es muss aber auch erstmal genug Personal bereit stehen …..

    Rundblick Unna (sia) Ja, Simone Kemper, die diesjährige Aufstockung der Kreispolizeibehörde Unna, bereinigt um Pensionierungen und Versetzungen, beträgt genau einen Beamten.
    imone Kemper Das ist wie in der Pflege. ….immer ist das Pflegepersonal Schuld. …..es ist zum ausrasten. ….. :(
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    Rundblick Unna
    Rundblick Unna Simone Kemper , in so vielen Bereichen sollen immer weniger Mitarbeiter mindestens das gleiche wenn nicht gar ein höheres Pensum bewältigen – und wenn die Qualität (fast zwangsläufig) sinkt, wer ist Schuld? Die Mitarbeiter. :-( Die Pflege ist ein leider nur zu gutes Beispiel!

    Simone Kemper Mir tut es nur wahnsinnig leid, wenn grad solche Menschen, die sich Gefahren oder Aufopferung aussetzen, immer verurteilt werden …..

    Rundblick Unna :-( Ja. Genau deswegen freuen wir uns immer über so deutliche Statements unserer Leser. Gern auch zum Thema Pflege und anderen Bereichen!

    Freddy Vogt Es ist eine Lächerlichkeit ersten Ranges wenn auf einem so großen Volksfest (Für die Stadt Unna) kaum Polizei bereitsteht. Jeder normaldekende Mensch weiß mittlerweile wie schnell selbst Kleinigkeiten bei unseren liebenswerten Gäasten eskaliert. Auf anderen Festen wird Bereitschaftspolizei eingesetzt. Warum wird sowas nicht in Unna zur Sicherheit der Bevölkerung gemacht? Mit genug Beamten hätte man diesen Randalemob schnell einsacken und entfernen können. Manchmal hab ich das Gefühl das es den Behörden egal ist wenn Solche randalieren. Was mit dem normalen Bürger ist scheint niemanden zu interessieren. In was für einer Welt leben wir eigentlich das Migranten sich austoben dürfen ohne großartig auf irgendwas Angst haben zu müssen??

    Silke Krüger lächerlich, der Satz grosses Volksfest, da war nichts aber auch gar nichts los am Samstag und trotzdem liefen Polizeibeamte Streife.

    Freddy Vogt Silke Krüger Offensichtlich liefen sie wohl alle in die falsche Richtung Streife. So einen Mob muß man nach den vielen Erfahrungen der letzten Zeit immer unter Beobachtung und Kontrolle halten

    Doro Thea Leider reagiert Politik zu spät auf veränderte Anforderungen. Letztendlich sind die Verbrechendzahlen eine Weile gesunken. In der gesamten Justiz wurden viele Stellen abgebaut. Zu wenige neue Kräfte ausgebildet. Und da Justitia bekanntlich blind ist, kamen auch Berentungen total plötzlich. Sarkasmus beiseite. Die Gesellschaft hat sich verändert. Die Politik hinkt hinterher. Der Bürger ist neben den Beamten der Leidtragende. Es muss sich was ändern. Aber mit Beschimpfungen der örtlichen Polizeibehörde ist keinem geholfen.
    Bald sind Wahlen. Nicht nur meckern. Abstimmen!

    Freddy Vogt Rundblick Unna Warum nimmt man nicht wie in den USA gediente Soldaten in den Polizeidienst?? Schon wäre die Personaldecke bei weiten nicht so eng.Aber wie immer fehlt der politische Wille in Ausnahmesituationen wie zur Zeit in Deutschlandmal die ausgetretenen Wege zu verlassen

    Rundblick Unna Freddy Vogt , für solche Anfragen sind auch die Landes- und Bundespolitiker vor Ort passende Ansprechpartner. :-)

    Freddy Vogt Doro. Irgendwo hast du ja Recht. Aber grade zu sowas wie unsere Kirche hätten viel mehr Polizeikräfte zur Verfügung stehen müssen. Wie immer hat das wohl der Sozenlandrat geschlafen

    Freddy Vogt Rundblick Unna Meint ihr allen Ernstes das man da nur eine vernünftige Antwort bekommt? Wenn überhaupt was kommt

    Rundblick Unna Freddy Vogt , nur wer fragt, kriegt Antworten. Und keine Antwort ist auch eine.

    Freddy Vogt Rundblick Unna Stimmt auch wieder

    Doro Thea Freddy Vogt ich kann mich nicht erinnern, dass Unnas Kirmes ungewöhnlich hohes Gewaltpotential aufwies. Ich hätte eher mit nem Horrorclown gerechnet, als mit randalierenden Flüchtlingen. Nun Unna hat leider auch den friedlichen Bonus zunehmend eingebüsst. Ich bin sicher, bei der nächsten Kirmes wird die Polizei mehr Kräfte anfordern, wenn sie sie denn bekommen.
    Sicherlich gibt es bei den Ordnungskräften Defizite. Ich möchte nicht blind verteidigen. Aber blind beschimpfen find ich genau so sinnfrei.

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  • Helmut Brune

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    Die Damen und Herren Politiker bleiben ja sowieso lieber sitzen und pflegen ihren dicken Bauch. Es ist ja so einfach, die Polizei verantwortlich zu machen, wenn irgendwelche Ausschreitungen stattfinden. Alles in Allem fehlt es aber an der nötigen Disziplin und an der nötigen Härte um gegen diese Vollpfosten, die die Krawalle auslösen. Wenn mal jemand gefaßt wird, sind die Gerichtsurteile meist Samtweich. Das geht so einfach nicht. Hier muß man durchgreifen, sowohl bei den Fußball – Hooligans als auch bei unseren “ Gästen“, die sich völlig daneben benehmen. Wir wollen eine Gesellschaft, in der man sich Sicher fühlen kann und keine Anarchie, in der jeder tun kann, was er will.

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    • Wierumer

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      Herr Brune, ist mittlerweile normal in Deutschland und wird voraussichtlich nicht besser. Unterstützt von Staatsanwälten die auch bei polizeibekannten, mehrfach festgenommenen Tätern vielfach ohne festen Wohnsitz keinen Haftgrund sehen bis hin zu Richtern die blauäugig (oder auch die Hose voll vor Repressalien) bei nachgewiesener Vergewaltigung mit anschließendem versuchten Totschlag reumütige Täter sehen während die feixend im Gerichtssaal sich über das Gericht ganz offen lustig machen und die Angehörigen nach dem Bewährungsurteil begeistert klatschen. Richter, die Urteile aussprechen die das Volk nicht nachvollziehen kann und oft eine Klatsche ins Gesicht der Opfer sind. Dazu kommen noch unsere Kommunalpolitiker, allen voran unsere CDU /SPD MDB und der Landrat, die Unna als sicher und heile Welt sehen und die mittlerweile täglich mehrfach getätigten Einbrüche mit der guten Verkehrsanbindung entschuldigen. Bei reduzierter Polizeipräsenz, auch wenn die rot grünen in NRW das anders sehen (aber rechnen konnten die ja sowieso noch nie) ist das mittlerweile ein Trauerspiel und mehr als frustrierend für die Beamten.

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  • Markus Antonius

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    Wer geht denn noch zu dieser Trachtengruppe? Wer es in der boomenden Wirtschaft zu nichts bringen würde. Pfleger können, müssen und werden wir teilweise durch Roboter ersetzen. Bei Polizisten wird das nicht möglich sein. Deshalb werden wir Polizisten besser bezahlen müssen, um mehr Auswahl zu haben und härter selektieren zu können.

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  • Dagobert

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    Wir alle sollten „Danke! “ dafür sagen, dass es noch Menschen gibt, die den undankbaren und schlecht bezahlten Beruf eines Polizisten ausüben. Wer mit der derzeitigen Situation unzufrieden ist und aktiv etwas ändern möchte : Demnächst sind Wahlen in NRW.

    Falls es jemand noch nicht gemerkt hat : Die hübsch gestellten Fotos von Herrn Makiolla mit neuen Polizeiwesten für die Polizei sind übrigens Propaganda, genau wie die gefälschten Statistiken.

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    • fürst

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      Beim Überfliegen des Textes las ich „üble“ Propaganda; aber das trifft ja auch zu, Dagobert.

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    • Wilhelm Winterhoff

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      @ Dagobert!

      Vielen Dank für ihre, wie so häufig, stark einseitig geprägten Kommentare.

      Wie fast immer melden sie sich ja nur zu Wort, wenn irgendwo das Wort „Ausländer“ oder „Asylant“ auftaucht. Wo bleiben ihre Kommentare, wenn in gleichgelagerten Fällen die Beteiligten Deutsche sind?

      Dies gilt natürlich auch für die User fürst und Markus Antonius.

      Ich bin schon weit jenseits der 70 und kann somit auf einen gewissen Bestand an Lebenserfahrung zurückblicken. Und ja, auch Leute in meinem Alter sind in der Lage die digitale Welt zu nutzen.

      Leider haben Sie es mal wieder geschafft, in wenigen Sätzen so viele Unzulänglichkeiten und Polemik zu verfassen, dass ich ihre Fantasie nur bewundern kann. Wobei man auch hin und wieder vernünftige Ansätze erkennt. Aber ich will nur ein paar Bemerkungen zu den Kommentaren los werden.

      Und nein, ich bagatellisiere hier keine Straftaten oder spreche mich gegen eine Strafverfolgung aus. Sexuelle Belästigung ist nicht hinnehmbar!

      Aber ihr destruktives Lamentieren und diese unterschwellige Art von „früher-war-alles-besser-weil-es-keine-Ausländer-gab“ ist so abgedroschen, dass es auch in meinem Alter einem auf den Sack geht.

      Das Verhalten, dass sie so beklagen hat es auch schon früher gegeben. Und sogar mein Sohn, der Mitte der 60er geboren wurde, kennt es noch.

      Die „Raupe“ oder der „Musik-Express“ und der „Autoscooter“ waren die Orte auf der Kirmes, wo es immer wieder zu Schlägereien kam. Nur damals interessierte sich die Zeitung bestenfalls am Rande dafür. Und welche Gründe gab es damals? Imponiergehabe, Bier und Mädchen dürften die Hauptauslöser gewesen sein.

      Und es waren keine Ausländer, die sich dort mit Hingabe vor die Köppe hauten. Und ein Schützenfest war auch nur dann ein richtiges Schützenfest, wenn man zu vorgerückter Stunde und gut abgefüllt, die Fäuste kreisen lassen konnte. Und hin und wieder war sogar unser Dorfsheriff mit dabei. Also? Wo ist der Unterschied zu dem Verhalten von heute? Wann fangen Sie an, auch diese Dinge zu erwähnen?

      Und wo ist die Propaganda bei den Schutzwesten? Wenn Sie sich die Mühe machen dies anzusprechen, sollten Sie auch in der Lage sein, dies mit Fakten zu belegen.

      Spricht man mit den Beamten in den Streifenwagen, dann ist es so, dass die Polizisten zwei Schutzwesten haben. Eine die ihnen individuell zur Verfügung gestellt ist und jeder normale Streifenwagen hat zwei weitere Westen. Da diese Westen nicht mehr den heutigen Erfordernissen entsprachen wurden sie ausgetauscht.

      Und bitte, hören Sie endlich auf, mit dieser Selbstdarstellung als Politopfer. Denn Sie präsentieren sich nur als Herdentier, welches darauf wartet, dass andere etwas tun. Von realistischer Gestaltung nach der nächsten Wahl ist auch nichts zu finden.

      Bitte sehen Sie es mir nach, aber als Rentner (nicht Pensionär) und über 40 Jahren an der Schüppe, wie man so schön sagt (worauf können Sie eigentlich verweisen?), habe ich nun die Zeit und Muße hin und wieder ihre Kommentare zu würdigen.

      m. f. G.

      Ihr Wilhelm Winterhoff

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      • Dagobert

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        Lieber Wilhelm Winterhoff,
        ich freue mich, dass Sie in Ihren Alter digitale Medien nutzen können und weiterhin die SPD wählen werden, obwohl in NRW derzeit sehr viel falsch läuft.
        Die Tatsache, dass in NRW sehr viel falsch läuft, sehen Sie nur indirekt in den Medien. Ich bin inzwischen über 40 und durfte als Arzt sehr viel erleben und sehr viel Menschen kennenlernen.
        Falls es Sie überrascht : Es gibt in NRW kriminelle Ausländer und die Einsätze der Polizei und Notärzte nehmen massiv zu. Gleichzeitig unternimmt unsere Politik herzlich wenig gegen diese Entwicklung bzw. versucht sogar aktiv zu vertuschen. Erinnern Sie sich (in Ihren Alter) noch an Silvester in Köln ? Natürlich gibt es gleichgelagerte Fälle mit Deutschen, nur eben relativ selten.
        Falls Sie einen Polizeibeamten wirklich gut kennen: Sprechen Sie ihn an und fragen Sie nach den persönlichen Erfahrungen mit unseren neuen Mitbürgern. Sie werden überrascht sein.
        Wenn Sie diesen Polizisten wirklich gut kennen, wird er Ihnen auch bestätigen, dass die Polizeistatistiken gefälscht sind. Und dass Herr Makiolla auf einmal Aktivität in Bezug auf Schutzwesten entwickelt, weil demnächst Wahlen sind, obwohl die Polizei seit vielen Jahren über mangelhaft Ausrüstung klagt.

        Ich freue mich, dass Sie meine Kommentare würdigen. Meine politische Gestaltung wird so aussehen, das ich bei den nächsten Wahlen die AfD wählen werde.

        Und Sie wären wirklich überrascht, wenn Sie wüssten, wie viele meiner ärztlichen Kollegen auch die AfD wählen werden. Auch wird es sehr viele Feuerwehrleute und Polizisten geben, die eine ähnliche politische Meinung wie ich haben. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wird sogar Ihr Hausarzt die AfD wählen und NRW aktiv mitgestalten.

        Selbstverständlich dürfen Sie gerne weiterhin die SPD wählen.
        Ich weiß, dass es in Ihrem Alter schwierig sein kann, eine festgefahrene Meinung zu ändern. Bitte erlauben Sie aber mir (und fürst und allen anderen) , die Partei zu wählen, die wir für richtig halten.

        Wollen wir beide uns nicht einfach von den nächsten Wahlen in NRW überraschen lassen ?
        Ich freue mich auf Ihre Antwort !

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        • Wilhelm Winterhoff

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          Sehr geehrter Herr Dagobert!

          Und wieder machen Sie die gleichen Fehler. Spekulation wird als Wahrheit hingestellt. Direkten Fragen wird ausgewichen und ein Ersatzthema gesucht.

          Zu Ihrer Überraschung oder Enttäuschung kann ich Ihnen sagen, dass ich, obwohl ich der sogenannten Arbeiterschicht entstamme, noch nie ein SPD-Wähler war.

          Schade, aber wenn Verhaltensmuster sich nicht ändern lassen, passiert das wohl.

          Zu Ihrer weiteren, diesmal gegenüber älteren Leuten, vorurteilsbehafteten, von einigen meinen Freunden übrigens als beleidigend empfundenen und wieder völlig falschen Vermutung.

          Weder Sie, noch irgendeiner Ihrer Kollegen hat in den letzten rund 30 Jahren an mir Geld verdienen können. Mein Hausarzt dürfte verstorben sein, als ich 30 Jahre alt war. Und wenn es mal soweit sein sollte, dass ich doch mal einen Arzt aufsuchen muss, ist mir seine politische Gesinnung total egal, denn ich erwarte dann ärztliche Qualität.

          Somit stellt sich doch eher die Frage, wer hier der geistig ältere ist, weil er seine Verallgemeinerungen oder wohl besser Vorurteile einfach nicht ablegen kann, oder?

          Dann war da noch die unbeantwortete Frage: „Wieso äußern Sie sich nicht auf die Frage, nach Kommentaren, wenn die Nationalität eher auf Deutsche als Täter hindeutet?“ Fehlt da nur einfach die Zeit? Oder fehlt eine plausible Erklärung?

          Ihre Erklärung für Propaganda ist auch recht schwach oder nur weit hergeholt?

          In der Firma für die ich lange gearbeitet habe, habe ich am Ende auch bei der Gebotsabgabe für Aufträge der öffentlichen Hand mitgeholfen.

          Daher ist meines Wissens nach nicht der Landrat für die Beschaffung der polizeilichen Ausrüstung zuständig. Diese erfolgt ja landesweit. Und wenn eine Neuerung und vielleicht auch Verbesserung angeschafft wird, warum sollte dann nicht der Landrat diese Neuerungen präsentieren? Und vielleicht erinnern sie sich auch daran, dass die Neubeschaffung großer öffentlicher Aufträge europaweit ausgeschrieben werden muss? Und wenn die Auftragsvergabe abgeschlossen ist, dann steht denen, die nicht berücksichtigt wurden, noch das Klageverfahren offen. Und glauben sie ernsthaft, dieser Vorgang wird so gelegt, dass die Auslieferung, die ja auch noch immer wieder Verzögerungen mit sich bringen kann, einen entscheidenden Einfluss auf irgendwelche Wahlen hat? Oder sind Sie etwa schon so weit, dass Sie glauben, man riskiert schlechte Presse, weil man Dinge, die vielleicht lebenswichtig sind, auf Halde legt, um sie vor einer Wahl auszugeben. Also ganz ehrlich, dieses Bild in der Zeitung ist doch eher vergessen als Sie ihren nächsten Latexhandschuh überziehen können. Und ist das bei Neuanschaffungen z. B. in Krankenhäusern nicht auch so, dass dann der Chefarzt neben der Krankenhausleitung steht und in die Pressekamera lächelt? Also ist das auch alles Propaganda?

          Und nicht zu vergessen, die schlimme Propaganda, wenn ein Discounter nach einem Umbau neu eröffnet. Vielleicht sollte das in Wahljahren auch verboten werden? Schließlich wird das Wohlbefinden der Bevölkerung durch ein besseres Einkaufserlebnis gesteigert.

          Ach ja, dass es kriminelle Ausländer gibt ist mir genauso verborgen geblieben, wie die Nachrichten über z. B. von kriminellen Machenschaften von z. B. Bauunternehmern, Schlüsseldiensten oder auch Ärzten.

          Und wieder die Frage, warum nur die einseitigen Verweise?

          Und zum Thema Statistik halte ich mich an ein Wort aus meiner Jugend (welches auch heute noch Gültigkeit haben wird): „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“

          und noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: mir machen Ihre unzulänglichen sprachlichen Mittel nichts aus. Denn anders kann man (Wie sagte ein Bekannter dazu? Elitärarroganter Sprachstil mit wenig Sachkenntnis waren seine Worte) gewisse Äußerungen ja nicht deuten. Ich freue mich auf weitere Kommentare von Ihnen und werde mir nicht nehmen lassen, diese entsprechend und mit der Gelassenheit des Alters zu bewerten.
          Im übrigen haben Sie es geschafft mit Ihrer letzten Äußerung über alte Leute schon drei potentielle AfD-Wähler aus meinem Bekanntenkreis zum Umdenken zu bewegen.
          Gute Leistung!

          Mit freundlichen Grüßen
          Ihr Wilhelm Winterhoff

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  • Mike

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    Ich denke die Kritik war in keinster Weise gegen den einzelnen Polizeibeamten gerichtet, die tuen auch nur was sie können, die Kritik war gegen die Polizei als Institution gerichtet und da gibt es eben einen Dienstherr der für die Personallage mitverantwortlich ist, dieser muss sich den Stiefel anziehen und das ist doch ein Landrat oder nicht ?

    Ich kann es ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, in ganz vielen anderne Bereichen klappt es einwandfrei, da werden private Sicherheitsfirmen engagiert als Ordner die bei Bedarf die Polizei hinzurufen, warum gab es keinen Sicherheitsdienst ? Gibt es da keine Auflagen ? Feuerwehr und DRK waren ja auch ständig vor Ort obwohl z.B. der nächste Feuerwehrstützpunkt an der Lindenbrauerei ist, somit selbe Anfahrtszeit wie die Polizei.

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