Rundblick-Unna » Nach brutalem Raub 2 Zuwanderer ermittelt: Keine Haftgründe – Zeuge mit iranischen Wurzeln griff als einziger ein

Nach brutalem Raub 2 Zuwanderer ermittelt: Keine Haftgründe – Zeuge mit iranischen Wurzeln griff als einziger ein

Selten nennt die Dortmunder Polizei so deutlich wie in dieser Mitteilung Ross und Reiter. Nach einem brutalen Raubüberfall am 6. November früh um 3 nahe der Westfalenhalle wurden zwei Zuwanderer aus Algerien als dringend Tatverdächtige (vorläufig) festgenommen – aufgrund fehlender Haftgründe befinden sich die Männer schon wieder auf freiem Fuß. Der einzige, der dem Raubopfer zur Hilfe eilte, Polizei und Rettungskräfte alarmierte, war laut Polizei ein Dortmunder mit iranischen Wurzeln: Alle anderen Passanten, die gerade nach einer Veranstaltung in der Westfalenhalle heimwärts strebten, hätten den brutalen Überfall  mit Ignoranz quittiert.

Das alles zusammen ergibt ein abschreckendes Abbild des momentanen Gesellschaftszustandes.

Rückblick auf den widerwärtigen Überfall:

Es war gegen kurz nach 3 Uhr in der Nacht, als ein 29-jähriger Dortmunder auf der Maurice-Vast-Straße von zwei unbekannten Räubern aufgefordert wurde, sein Handy herauszugeben. Als sich der Dortmunder weigerte und sein Handy vehement festhielt, schlugen die Täter ihn, stießen ihn zu Boden, schlugen und traten dort weiter auf ihr Opfer ein. Anschließend schnappte sich das Duo die Geldbörse des Mannes und flüchtete unerkannt.

Bei dem Zeugen, der einen Rettungswagen und die Polizei alarmiert hatte, handelt es sich um einen 44-jährigen Dortmunder mit iranischen Wurzeln. Der Mann hatte ohne zu Zögern eingegriffen und dem Raubopfer Hilfe geleistet. Seinen Angaben zufolge hätten sehr viele Unbeteiligte, die vermutlich alle Besucher einer Veranstaltung in der Westfalenhalle gewesen waren, den Vorfall mitbekommen. Er sei der Einzige gewesen, der eingeschritten ist.

Die Ermittlungen von Zivilkräften führten zusammen mit den Angaben des Zeugen dazu, dass zwei Tatverdächtige identifiziert werden konnten. Es handelt sich um einen 20-jährigen Zuwanderer aus Algerien und bei dem mutmaßlichen Mittäter um 25-jährigen Algerier, der in Rees gemeldet ist. Die Männer wurden in der Nähe des Tatortes in einer Unterkunft (Flüchtlingsheim) angetroffen und vorläufig festgenommen.

Beide sind polizeilich bislang nicht in Erscheinung getreten. Nach ihrer Vernehmung, bei der ein Tatverdächtiger ein Teilgeständnis abgelegt hat, mussten sie aufgrund fehlender Haftgründe wieder entlassen werden.

Kommentare (4)

  • Silvia Rinke

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    Anmerkung aus Redaktionssicht: Hier kommt einiges zusammen. Die üble Brutalität des Überfalls, der Umstand, dass Schutzsuchende ihn offenbar verübten, und noch eine schier unfassbare Ignoranz von Westfalenhallenbesuchern, die es offenbar noch nicht einmal für nötig befanden, drei Zahlen in ihr Handy zu tippen. Eine ziemlich abstoßende Mixtur, und umso mehr Dank daher diesem Zeugen – mit nichtdeutschen Wurzeln! – , der eigentlich nur tat, was jeder Mensch in einem solchen Fall einfach tun MUSS!

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  • Markus Antonius

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    Die Bastonade für das kriminelle P…. 40 Hiebe und ein Rückflugticket sollten es für den Anfang tun.

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  • Dagobert

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    Vielleicht wurde in der „Woche des Respekts“ entschieden, dass die Polizei Dortmund endlich nicht mehr lügen muss und die Nationalität der Täter nennen darf. Eine derartige Entscheidung hätte meinen Respekt verdient, die Meldungen der letzte Monate waren unerträglich.

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    • Silvia Rinke

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      Meine Vermutung ist eher, Dagobert, dass die Nennung des nichtdeutschen Hintergrundes des couragierten Zeugen der Polizei sehr wichtig war und sie nun schlecht die des Zeugen nennen, die der Täter aber verschweigen konnte. Denn in einer weiteren Meldung, die wir hier noch nicht weitervermeldet haben, wird die Ergreifung von vier Taschendieben berichtet, von denen wiederum lediglich das Alter mitgeteilt wird.
      http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/3487916

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