Rundblick-Unna » Nach Bericht über Anti-Merkel-Seniorendemo Bedrohungen gegen AfD-Kreisverband – Staatsschutz ermittelt auch wegen „linker Bürgerwehr“

Nach Bericht über Anti-Merkel-Seniorendemo Bedrohungen gegen AfD-Kreisverband – Staatsschutz ermittelt auch wegen „linker Bürgerwehr“

Die winzige Anti-Merkel-Seniorendemo in Schwerte (wir berichteten) hat eine weitere Strafanzeige zur Folge. Der AfD-Kreisverband Unna stellte sie am Wochenende gegen einen Facebook-User, der sich unter unserer Reportage über die Mittwochs-Mini-Demo und linke Gegendemo mit wüsten Beschimpfungen und offenen Drohungen gegen AfD-Mitglieder verewigt hatte.
Den Bericht hatte der Kreisverband als Beispiel couragierter „Mutbürger“ auf seiner Facebookseite geteilt. Dort erschien dann kurze Zeit später folgender Post:

AfD Bedrohung Seniorendemo

„Beschimpfungen merke ich mir schon nicht mehr – direkte Bedrohungen hingegen schon“, teilte uns ein Kreisverbandssprecher mit.
Währenddessen ist der Dortmunder Staatsschutz bei seinen Ermittlungen wegen der linksradikalen Bedrohungen gegen die Mittwochsdemonstranten noch nicht weitergekommen. „Wir hoffen auf weitere Zeugen“, bat uns eine Sprecherin des Dortmunder Polizeipräsidiums auf Nachfrage. 
Wie berichtet, hatte der Initiator der Anti-Merkel-Kundgebung, Hans-Otto Dinse, nach der Demo am 17. Februar sein Fahrzeug beschädigt aufgefunden – ein Reifen war zerstochen. Mit dieser Tat brüsteten sich am selben Abend Unbekannte auf einem linksradikalen Blog, gaben zudem  Dinses Autokennzeichen bekannt und kündigten weitere Aktionen gegen den vermeintlichen „rechten Hetzer“ und seine Mitstreiter an.

Der Verein Kunterbunt e.V., der an jenem Mittwoch eine Gegendemonstration organisiert hatte, distanzierte sich später (nachdem wir den Vorfall aufgegriffen hatten) von dieser und jeder anderen Gewaltaktion. Nichtsdestoweniger stellte Dinse seine Anzeige konkret gegen den Verein.

 Dieser erklärt, mit den Vorfällen nichts zu tun zu haben. In dem besagten Blog (Indymedia) könne jeder Eintragungen vornehmen, ganz sicher sei das keine Aktion von Kunterbunt. Die unbekannten Schreiber bezeichnen sich als „Schwerter Antifaschist*innen“.

 Bundespolizei

Zugleich Auftreten einer „linken Bürgerwehr“Auch hier ist der Staatsschutz involviert

Etwa zeitgleich mit den Vorfällen rund um die „Seniorendemo“ trat in Schwerte eine „Bürgerwehr gegen rassistische Idioten“ auf, die ebenfalls an den Staatsschutz weitergemeldet wurde, bestätigte Kreispolizeisprecherin Vera Howanietz. Ihr Selbstverständnis beschrieb die Gruppe auf ihrer Facebookseite (https://www.facebook.com/Schwerte-passt-auf-Bürgerwehr-gegen-rassistische-Idioten-201242436891490/info/?tab=page_info) – die inzwischen entfernt ist – wie folgt:

„Anders als die gängige gutdeutsche Bürgerwehr entsagen wir jeglicher Form von Gewalt. Auch in der Praxis.“ Die ausführliche Beschreibung (wörtlich aus der Gruppenbeschreibung übernommen): „Immer mehr „Bürgerwehren“ entstehen in Deutschland um Deutsche Frauen vor Übergriffen von Migranten zu „schützen“. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um rassistische Schlägertrupps unter dem Deckmantel legitimer bürgerlicher Zusammenschlüsse. Wir machen es uns zur Aufgabe den Zusammenschluss einer solchen Vereinigung in Schwerte zu verhindern! Nein zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie sexistischer, sexueller und generell jeder Gewalt JEDER Herkunft! Für ein friedliches zusammenleben in Schwerte!“

Auf der vom Netz genommenen Facbookseite war, öffentlich einsehbar, auch ein Bild gepostet. (Es liegt uns vor.) Es zeigt eine Gruppe unkenntlich Vermummter, die mit einen großen Transparent durch das nachtdunkle Schwerte wandert. Auf dem Plakat stehen Anti-Nazi-Parolen.

 

Kommentare (21)

  • petter Uhlenbusch

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    Das sind die Spätfolgen einer vollkommen aus dem Ruder gelaufenen Schulpolitik aus den 90er Jahren. Geprägt von grün-durchwirkten Lehrkörperschaften, die auf dem Rücken ihrer Schutzbefohlenen ihre eigenen, gescheiterten, sozialromantischen Träume verwirklichen wollten.

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    • petter Uhlenbusch

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      Die erinnern mich so ein wenig an Maos 4er Bande, die mit ihrer „Kulturrevolution“ über Millionen Menschen Unheil und Tod brachte…

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Wer Radikal ist, egal ob links oder rechts, dabei Menschen bedroht und auch schädigt, der verstösst deutlich gegen das Gesetz. Der muss einfach dementsprechend Bestraft werden. Der Sprachgebrauch in dem blog lässt ja schon darauf schliessen, dass es sich hier um keine hochgradig intelligenten Menschen handelt.

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  • Günther Klumpp

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    @Petter und Helmut: Wie ich schonmal vermutet hatte – den Schwertern ist einfach nur langweilig im Ruhrtal. Die sollten mal bei Kaffee, Kuchen und notfalls auch Schwerter Senf in der Rohrmeisterei einen gepflegten hitzigen Diskurs führen, statt Polizei, Staatsanwaltschaft, Bürgermeister, Landrat und den Rundblick mit ihrer UNfähigkeit zum fröhlichen Streit zu befrachten.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Na ja, Günther Klumpp, das wäre doch mal was eine Diskussion auf der Ebene zu halten. Wäre doch Toll, wenn auch Bürgermeister, Landrat, Polizei, Staatsanwaltschaft dabei wären, einfach frei und ungezwungen. Die Aussage, dass Rundblick Unna unfähig ist, finde ich allerdings Krass und beleidgend.

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  • Hans-Otto Dinse

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    Auf einem der Transparente, mit denen sie posierten, steht, dass Ergste entnazifiziert werden soll. Wie wollen sie das denn ohne Gewalt anstellen?
    Vielleicht äußert sich ja einmal Einer der bunten Antifanten dazu. Wäre doch für die Ergster interessant zu wissen, was da auf sie zukommt. Das sie mit dieser pauschalierten Aussage alle Ergster beleidigen, scheint ihnen nicht mal aufgegangen zu sein. Gerade die Antifa schreit doch immer Zeter und Mordio, wenn es pauschale Aussagen über die Flüchtlinge gibt.

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    • Dagobert

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      Besonders interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass gestern in Ergste Autos demoliert(„Scheiben zerschlagen, Spiegel eingetreten“, siehe Polizeibericht) wurden und bei der Fahndung Jugendliche angetroffen wurden. Hoffen wir mal, dass da nicht der antifaschistische Widerstand vermeintlich faschistische Autos entnazifiziert hat und noch weiter „Aktionen“ folgen werden. Viele meiner Freunde halten die sogenannte „Antifa“ ja für eine Organisation antidemokratische Faschisten.

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    • Der Kommentator

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      Es wurde doch lediglich gesagt, dass Ergste entnazifiziert werden soll und nicht, dass alle Ergster Nazis sind. Außerdem laufen neben der Entnazifizierung auch noch politische Bemühungen, die Brücke nach Ergste abzureißen.

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  • Peter Köhler via Facebook

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    Vielleicht sollte man auch mal den Schwerter Bürgermeister fragen, warum er deutsche Rentner aus ihren Wohnungen rausjagt und von Ihnen stark erhöhte Mieten verlangt?

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  • Mensch

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    Die Selbstbeschreibung der linksorientierten „Bürgerwehr“ klingt doch absolut nicht negativ oder gar gewaltverherrlichend, zumal Gewalt schon im Expose deutlich abgelehnt wird.
    Die Ermittlungen des Staatsschutzes gegenüber Jugendlichen mit Plakaten und Transparenten, die für ein soziales Miteinander plädieren, kann ich absolut nicht verstehen.

    @Dinse
    Haben Sie sich gerade als Nazi geouted oder wie darf man das verstehen ?

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Wie oft haben Menschen meiner Generation (ich bin 65) sich beschwert über unsere Eltern, dass sie so Altmodisch waren. Wir wollten alles anders machen. Kinder sollten antiautoritär erzogen werden u.s.w. . Alles in Allem haben wir jedoch den Fehler gemacht, die Kinder frei zu lassen und ihnen keine Disziplin bei zu bringen. Wir Alle leben in dieser einen Welt und wir müssen Alles tun um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Jeder, der sich unzivilisiert verhält muss angeprangert werden. Ganz Gleich ob König oder Bettelmann. Alle Interessen der Industriellen, der Politiker und der Kirchenfürsten müssen einfach Zweitrangig sein. Lasst uns diese Welt so Ehrlich wie Möglich teilen, damit wir uns nicht erst umbringen müssen um unsere Ziele zu erreichen.

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  • Peter Köhler via Facebook

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    Ich hab das Bild von der sogenannten „Naziwache/Bürgerwehr“ noch im Internet gesehen bevor es gelöscht wurde. Diese vermummten Gestalten sahen bestimmt nicht harmlos aus. Bitte unterlassen Sie es auch dies zu verniedlichen oder zu verteidigen. Ihr gespieltes Unverständnis finde ich nur geheuchelt und durchschaubar.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    So, Carsten Rieck, es reicht. Deine Beleidigungen kannst du woanders loswerden. Wir haben ganz ehrlich keine Lust mehr, uns mit derartig zementierten Meinungen herumzuschlagen und uns für Reportagen vor Ort rechtfertigen zu sollen, bei denen wir UNSERE SICHT der Dinge in einem bestimmten Moment der Zeitgeschichte aufgefangen haben. Und wir werden hier auch keine weiteren kindischen Diskussionen über Schilder führen, die dagewesen sein sollen oder nicht dagewesen sein sollen – du glaubst ohnehin, was du willst. Das sei dir unbenommen, aber nicht mehr hier und mit Beleidungen gespickt. Ade.

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