Rundblick-Unna » n-tv griff Rundblick-Berichte über Fröndenberger Flüchtlings-Protest auf – auch die klare Antwort des Bürgermeisters

n-tv griff Rundblick-Berichte über Fröndenberger Flüchtlings-Protest auf – auch die klare Antwort des Bürgermeisters

Die Übernachtung einer Flüchtlingsgruppe auf der Fröndenberger Rathaustreppe und die deutliche Reaktion des Bürgermeisters darauf hat deutschlandweit Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der Nachrichtensender n-tv griff die beiden Rundblick Unna-Berichte über den Auszug der 7  syrischen und irakischen Männer aus ihrer Flüchtlingsunterkunft am Donnerstag auf.

http://www.n-tv.de/der_tag/Froendenberg-einigt-sich-mit-campenden-Fluechtlingen-article16055151.html

Zitiert wird auf n-tv darin auch die deutliche Stellungnahme des Fröndenberger SPD-Bürgermeisters, der die Klagen der jungen Männer über ihre Unterkunft in Altendorf als „überzogenen Anspruch“ zurückwies. Deutlich sagte Friedrich-Wilhelm Rebbe: „Ich habe diesen Männern mit Hilfe eines arabischen Arztes, der gedolmetscht hat, deutlich gemacht, was geht – und was nicht geht.“ Zugleich betonte Rebbe: „Uns alle – die städtischen Mitarbeiter wie auch die Ehrenamtlichen – bringt die Flüchtlingskrise ans Limit. Wir tun, was wir können. Mehr geht nicht.“

Friedrich-Wilhelm Rebbe

Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe (SPD).

Dass der Vorfall nicht nur von örtlichen Printmedien, sondern darüber hinaus von einem bundesweiten Nachrichtensender aufgegriffen wurde, deutet darauf hin, dass er symptomatisch sein könnte. Dies vermutete auch Rebbe, den wir am Sonntag bei einer Veranstaltung im Himmelmannpark trafen. Rebbe, Bürgermeister einer 22000-Einwohner-Kleinstadt an der Ruhr, sorgt sich nicht als einziger darum, dass die bisherige große Hilfsbereitschaft kippen könnte, wenn die Bürger das Gefühl bekommen: Wir machen und tun, strampeln uns ab, drehen am Rad – und bekommen zum Dank Undankbarkeit von denen, die bei uns Hilfe suchen.

Dass der Vorfall in Fröndenberg symptomatisch war, bestätigte sich nur einen Tag später von höchster Stelle. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere äußerte sich fast identisch kritisch zu einem offenbar negativ gewandelten Verhalten mancher Asylsuchender in Deutschland.

De Maiziere zum Flüchtlingsthema

Für diese „Flüchtlingsschelte“ kassierte der CDU-Politiker heftig verbale Prügel. Am Sonntag untermauerte er seine Kritik in einem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten (Onlineausgabe). Die Zeitung zitiert de Maiziere wie folgt:

„Bis zum Sommer haben sich die Flüchtlinge dankbar und freundlich an die Behörden gewandt, ließen sich registrieren, dann wurden sie verteilt, und dann begannen die Verfahren. Seit kurzem beobachten wir, dass viele Flüchtlinge das nicht mehr akzeptieren. Sie wollen sich entweder gar nicht registrieren lassen, oder nur dort, wo sie es für richtig halten. Sie wollen sich nicht verteilen lassen. Das geht nicht, und das ist im doppelten Sinne nicht „in Ordnung“. Es gibt kein Recht eines Flüchtlings, seinen Aufenthaltsort frei zu wählen. Wir haben verabredet, dass wir die Lasten nach dem so genannten „Königsteiner Schlüssel“ fair zwischen den Bundesländern aufteilen. Wenn wir die Verteilung den Flüchtlingen selbst überließen, wären einige Regionen besonders und andere gar nicht belastet. Das ist nicht hinnehmbar.“

Nicht hinnehmbar ist für die Kommunen vor Ort auch die Finanzierungssituation. Unnas Kämmerer und 1. Beigeordneter Karl-Gustav Mölle sprach im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag von „krasser Unterfinanzierung“. Die 670 Euro, die die Stadt pro Flüchtling pro Monat zugewiesen bekomme, seien in keiner Hinsicht auskömmlich. Ähnlich wie sein SPD-Parteifreund Rebbe aus Fröndenberg schlug Unnas oberster Kassenwart und Bürgermeistervertreter Alarm: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand.“ Und sein Chef Werner Kolter sagte ebenso deutlich: Er wende derzeit drei Viertel seiner Arbeitszeit für das Flüchtlingsthema auf.

Das vollständige Interview mit Innenminister de Maiziere:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.thomas-de-maizi-re-im-interview-es-gibt-keine-heile-welt.5dfca45f-21c0-4861-ad8e-b928aef58e07.html

 

 

 

 

Kommentare (17)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Abgesehen vom Umfang des Problems, steigert sich die Popularität von Rundblick Unna auf landesweite Bekanntheit. =D

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  • Andy Fischer via Facebook

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    1,5Mio pro Jahr plus die Zusammenführung ..sagen wir 10-20Mio in 3Jahren.

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  • Fürst

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    Wer die Probleme durch und mit den Flüchtlingen/Asylbewerbern um der vermeintlich politischen Korrektheit willen verschweigt, der munitioniert die geistigen Brandstifter!

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  • Raphael Bolte via Facebook

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    … und in einigen Wochen, wenn garnichts mehr geht, dann hat es niemand kommen sehen! Wenn es draußen kälter wird, geht es erst richtig los! Scheuklappenpolitik ist das!

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  • Mike

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    Es ist schon traurig, da gibt ein Bürgermeister ein klares Statement ab, der Bundesinnenminister sagt klar wie es aussieht, selbst der Bundespräsident hat deutliche Worte gefunden zur Flüchtlingspolitk generell und alle ernten quasi Kritik, ich würde mir wünschen, daß die Kritiker sich mal selber ein Bild von der Lage machen, die Kapazitäten und Geldmittel sind nicht unendlich und spätestens dann wenn die Asylanten anerkennt sind bekommen sie Hartz4 und das bezahlen dann die Städte wenn es da keine andere Regelung geben wird. Da kommen Sachen auf uns zu die nicht kalkulierbar sind, selbst Kanzlerin Merkel scheint ja inzwischen erkannt zu haben, daß wenn sich die Lage in Syrien und Co. beruhigt hat, daß ein Teil der Flüchtlinge dann wieder zurück muss.

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  • Andre Sander via Facebook

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    Ja, die 1,5 Millionen kommen im Moment nur von der Bild. Zum Winter hin nimmt der Flüchtlingsstrom ab. Im Winter über das Mittelmeer ist echt kalt.

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  • Petter Uhlenbusch

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    Das alles wir den Untergang Deutschlands bedeuten. Danke Frau Merkel!

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    • Heinz Müller via Facebook

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      Untergangen sind Deutschland und Europa nur, wenn ihr aufhört deutsch zu fühlen und euer Land aufgebt! Wer sich wehren will der macht es, aber ins Bockshorn jagen lassen darf sich keiner!

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  • Hanno

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    Darüber wird Mutti Merkel stürzen. Nur eine handvoll CDU Politiker sprechen die Wahrheit aus. Wenn Merkel den Laden endgültig vor die Wand gefahren hat, haut sie ab zur UN.

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    • Petter Uhlenbusch

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      Das habe ich auch schon so die Tage gedacht… und hinterlässt uns verbrannte Erde.

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  • Stefan Werner

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    Was die Mutti mit den von Waffendeals mit Mörderstaaten blutbesudelten Händen hier anrichtet, ist unfassbar. Wenn es ganz böse ins Auge geht, haben wir in wenigen Jahren schon Leute an der Macht, die wir uns lieber gar nicht vorstellen wollen. Der einzige kleine Trost (wenn man es dann so nennen möchte) daran wäre, dass solche Leute dann Mutti und ihre Spiessgesellen überall auf dem Planeten, in welchem Loch auch immer, aufspüren und aburteilen würden. (Zynismusmodus aus)

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  • Anette Kaufmann

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    Noch ein Wort zum Fröndenberger Bürgermeister: Neben seiner Aussage, er habe den Flüchtlingen deutlich gemacht, „was geht und was nicht geht“, hat er ihnen aber auch zugesichert, dass die Stadt daran arbeiten wird, bis sie eine Möglichkeit gefunden hat, “ sie ausschlieβlich zusammen mit arabischen Landsleuten unterzubringen.“ Diese Zusage – so human sie ist – unterstützt in meinen Augen das Anspruchsdenken und die Erwartungshaltung der Flüchtlinge und kontakariert den Integrationsgedanken!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Wie Andre Sander schon schrieb, Anette Kaufmann, der BM sah das als Vorbeugung gegen Eskalationen. Welcher Kommunalchef möchte Ausschreitungen wie in Kassel heraufbeschwören…?

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  • Andre Sander via Facebook

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    Ich sehe das ehr als Deeskalirende Massnahmen.

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