Rundblick-Unna » „Mit offenen Augen durch die Welt – aber auch das Gute sehen!“

„Mit offenen Augen durch die Welt – aber auch das Gute sehen!“

Wenn vieles schief läuft in der Welt, in der Politik, in der Gesellschaft, muss man hinsehen, aber man darf zugleich nicht die Augen vor dem Guten verschließen. Findet Lisa Hauptmann, eine 20jährige Unnaerin, eifrige Leserin und Kommentatorin auf Rundblick. Uns interessierte mal, was sie als junge Frau in diesen unruhig gewordenen Zeiten bewegt, wie sie sich ihren Optimismus und ihre Zuversicht erhält. Unser Interview des Monats diesmal mit einer jungen Leserin.


 

Lisa Hauptmann, Sie sind uns schon vor einiger Zeit durch Ihre eifrigen, couragierten Kommentare aufgefallen. Besonders engagiert diskutieren sie dort über Flüchtlingsthemen mit. Hat das praktische Hintergründe? Sind Sie in der Flüchtlingshilfe aktiv?

Lisa Hauptmann: Ja, ich habe Anfang des Jahres ein dreimonatiges Praktikum bei einem Jugendhilfeträger in Unna gemacht und dort mit unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen gearbeitet und habe in dieser Zeit viel über diese Menschen und über mein eigenes Weltbild erfahren. Ich erlebte tagtäglich Jungs, die dankbar sind, dass sie hier sein dürfen, die viel und gut lernen und freundlich und herzlich sind. Deswegen habe ich den Drang, mich in die Diskussion einzuschalten, wenn mal wieder alle über einen Kamm geschoren werden und alles nur schlimm und böse ist. Bei allem Negativen gibt es doch auch Positives!

Sie erleben selbst viel Positives und berichten darüber auch engagiert in einem Ihrer Kommentare…

Lisa Hauptmann: Ja, also ich kann natürlich nur von meinen Jungs sprechen und es gibt mit Sicherheit auch überall schwarze Schafe. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde bei uns hätte es nie Reibungssituationen gegeben. Aber ich denke das ist auch normal, solange es keine Überhand nimmt.  Auf jeden Fall habe ich jeden Tag fröhliche Jungs erlebt, die mir morgens immer die Hand gegeben haben, Hallo sagten, mich fragten, wie es mir geht. Und die gerne mit mir gemeinsam Deutsch lernten, um sich verständigen zu können. Gleichzeitig haben sie sich aber auch sehr gefreut, wenn man einige Sätze oder Wörter in ihrer Sprache verstehen und sagen konnte. Z.B. wurde es irgendwann zum Ritual, dass ich nicht nur auf Deutsch einen guten Appetit wünschte, sondern auch auf persisch, oder dass ich bei einem Ausflug bei verschiedenen Dingen gefragt habe, welchen Namen sie auf persisch haben. Da sah man ihnen an, dass sie sich darüber freuten, dass man sich auch mit ihrer Kultur beschäftigt. Ich habe also sehr positive Erfahrungen im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gemacht!

Das Negative bestimmt leider verstärkt die Schlagzeilen – auch auf unserem Portal, wenn wir wieder sexuelle Übergriffe oder Überfälle durch Geflüchtete vermelden müssen. Wie wirken solche Berichte auf Sie?

Lisa Hauptmann: Ich finde es schade, dass es so viel Negatives zu berichten gibt. Es istaber sehr wichtig, dass über diese Vorfälle offen berichtet wird,damit man daraus Konsequenzen ziehen kann. Ich muss auch sagen, dass ich die momentane Entwicklung der Dinge auch mit Skepsis beobachte,es macht mir Sorge was momentan überall auf der Welt passiert und wie viele Menschen dazu stehen. Aber gerade in solchen Situationen finde ich ehrliche Informationen wichtig und erfrischend, denn hierbei euch weiß ich, ich kann mich auf die Wahrheit der Aussagen verlassen.

Sie wirken in Ihren Kommentaren sehr reif und abgeklärt, sind aber ungeachtet dessen gerade erst 20 Jahre alt  – an diesem Samstag feiern Sie Geburtstag, herzlichen Glückwunsch! Wie empfinden Sie als junger Mensch die aktuelle Entwicklung?

Lisa Hauptmann: Wie schon gesagt, die aktuelle Entwicklung sorgt mich schon und in gewisser Weise macht sie mir auch Angst. Ich bin nicht blauäugig. Aber ich finde es wichtig, dass gerade Menschen in meinem Alter noch offen für Neues in die Welt gehen und auch für Wandel bereit sind, denn wir sind die Zukunft. Und ich muss wirklich sagen, bei manchen Kommentaren und Aussagen könnte ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und fühle mich mit meinen 19 Jahren reifer als manch Erwachsener. Und solange es Dinge zu diskutieren gibt und Unschuldige angefeindet werden, sollte es Menschen geben, die sich dagegen einsetzen!

Sie sprechen von Pauschalisierungen?

Lisa Hauptmann: Ja klar, ich finde es einfach nur schade, dass bei einem negativen Fall inzwischen direkt von allen Flüchtlingen negativ gesprochen wird. Was da in Hemer bzw. Balve passiert ist (sexuelle Übergriffe in Bädern und Überfälle durch Flüchtlinge, d. Red.), ist natürlich schlimm. Aber ich will nochmal betonen, dass halt nicht alle so sind und dass ich es schade finde, dass oft alle über einen Kamm geschoren werden. Man kann doch nicht Menschen, die Straftaten begehen und Frauen oder Mädchen belästigen, automatisch mit denen auf eine Stufe stellen, die einfach nur in der Hoffnung auf ein besseres Leben hierher gekommen sind. Natürlich lässt sich weder entschuldigen noch verteidigen, was diese Personen machen und ich verachte das auch. Aber ich verachte es bei jeder Person, egal welcher Herkunft. Wenn man z. B. wegen dieser Belästigungen jetzt allen Flüchtlingen den Zugang zum Schwimmbad verbieten würde, würde man den vernünftigen Personen doch die Möglichkeit verwehren, ein Gegenbeispiel aufzuzeigen und sich vorbildlich verhalten zu können! Meiner Meinung nach wäre das Rassismus, weil man eine ganze Personengruppe für die Taten von einigen schwarzen Schafen verurteilt.

lisa-hauptmann

Waren Sie vor der Flüchtlingswelle auch schon so offen und liberal, oder hat sich Ihre eigene Einstellung erst durch den unmittelbaren Kontakt mit jungen Geflüchteten gewandelt?

Lisa Hauptmann: Auf jeden Fall Letzteres. Ich selbst habe nach den Vorkommnissen in der Silvesternacht gemerkt, wie urteilend ich eigentlich gedacht habe und habe mich dann entschieden, ein Praktikum zu machen, um mich mehr über die Hintergründe von Flucht und die Erfahrungen der Geflüchteten zu informieren. Und es hat mir wirklich geholfen! Jeden Tag lernte ich neue Seiten kennen, einige Jungs machten schon Witze auf Deutsch oder halfen den Betreuern, die anderen zu verstehen, die noch nicht so weit sind. Was mir am meisten imponiert hat, war und ist dieses Herzliche. Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, diese Erfahrung zu machen und sich das mal anzuschauen. Ich habe in dieser Zeit tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich sowohl herzlich lachen, als auch ernst sprechen konnte. Auch heute, wenn ich dort noch zu Besuch bin, werde ich immer herzlich begrüßt und jedes Mal wenn ich wieder gehe, gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Die Kosten für die Betreuung unbegleiteter Geflücheter sind enorm, halten Sie diese Ausgaben – aus Ihrem praktischen Erleben heraus – für gerechtfertigt?

Lisa Hauptmann: Es gibt Gottseidank Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, in deren Umfang sie betreut werden und etwas Geld zur Verfügung haben, aber sie bekommen nichts geschenkt oder in den Allerwertesten geschoben, wie das immer wieder behauptet wird. Es gibt einen Tagessatz pro Kopf, der eingehalten werden muss. Da steckt eine Menge Mühe und Organisation hinter. An dieser Stelle möchte ich auch mal ein Lob aussprechen an die Menschen, die dahinter stehen und sich tagtäglich darum bemühen, den Jungs ein schönes und familiäres Umfeld zu schaffen, obwohl sie sich so weit weg von ihrer Familie und ihrem Zuhause befinden. Diese jungen Menschen haben teilweise Dinge durchgemacht und gesehen, von denen ich nicht einmal träumen würde und ich finde, manche Leute hätten es mal nötig, diese Erfahrungen zu machen, um zu verstehen, dass diese Menschen eben nicht zum Spaß hier sind. Wir sprechen hier schließlich von Menschen mit Gefühlen, einer Familie und einer Geschichte, nicht von irgendwelchen Robotern.

Ihr Schlussappell – als junger, engagierter, dabei nicht blauäugiger Mensch?

Lisa Hauptmann: Man kann leider nicht jeden bekehren und zu einem besseren Menschen machen, aber ich finde, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, passiert doch viel mehr Gutes, als man vielleicht zu hoffen wagt! Und gerade beim Thema Flüchtlinge werden Sie mit Sicherheit noch öfter was von mir hören.

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Helmut Brune Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Lisa Hauptmann. Die Ansichten der Lisa gefallen mir.

Rundblick Unna Ja, mir auch. :-)
Lisa Hauptmann Vielen vielen Dank für diesen netten Kommentar! 😊
Helmut Brune Sehr gern geschehen.

Marcus Stadel Ein süsser junger Gutmensch. Bestimmt noch nichts Schlimmes im Leben erlebt… Aber vergiss nie: die Welt ist schlecht und viele Menschen sind böse. Wenn du Glück hast, machst du nie diese Erfahrung. Happy Birthday.

Lisa Hauptmann Glauben Sie mir, ich habe um Einiges mehr erlebt als andere Personen in meinem Alter und kann mir bereits ein Urteil erlauben! :-) vielen Dank für den herzlichen Glückwunsch!

Rundblick Unna Marcus Stadel – schon die Überschrift ist nicht angekommen, kann das sein?

Melanie Köhnemann Eine klasse junge Frau.. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.. 🎂🍾🍸
Rundblick Unna Was ist das denn für eine niedliche rosarote Geburtstagstorte? 😀 Davon beiß ich mal eben ein Stück ab!
Lisa Hauptmann Vielen Dank! 😊
Sven Arnt Happy birthday Lisa Hauptmann, tolles Engagement und gut, dass du dir deinen Idealismus bewahrt hast. Es stimmt schon, neben dem vielen Negativen passiert auch Gutes. Das Schlechte überschattet oft vieles und manchmal ist man auch etwas betriebsblind. Der richtige Weg liegt in der differenzierten Mitte.
Lisa Hauptmann Vielen vielen Dank für diesen Kommentar! 😊

Sonja Lisa Schröder Happy Birthday und alles Liebe und Gute stets die Sonne im Herzen und einen Schutzengel an ihrer Seite ich hoffe sie hatten einen wundervollen Tag 😊
Lisa Hauptmann Vielen vielen Dank! :-)

Lisa Hauptmann Vielen vielen Dank, ich freue mich wirklich, meine Ansicht teilen zu dürfen! 😊 und danke für die lieben Glückwünsche!
Susanne Herzog Herzlichen Glückwunsch und lassen Sie sich nicht unterkriegen! Schon gar nicht von Schlechtmenschen… 😉

Christiane Kramer Liebe Lisa Hauptmann, zunächst alles liebe zum Geburtstag. Ich finde deine Einstellung sehr gut und deine Hilfe sehr lobenswert! Das Problem das viele pauschalisieren, liegt meines Erachtens nach daran, das seitens der Politik und Medien alles oder zu vieles schön gesprochen wird! Die Menschen erleben Tag täglich Straftaten (besonders von „Flüchtlingen“) und es wird geleugnet und verharmlost! Ebenfalls werden keine gerechten Strafen vorgenommen oder ggf abgeschoben. Wäre Politik, Justiz und Medien offen und ehrlich, wären sicher auch viele Menschen offener. Es sind halt nicht ALLE gut oder böse! Man darf eben nicht pauschalisieren – weder Alle sind gut, noch Alle sind böse! Solange man die Menschen hier aber überzeugen will das Alle gut sind, obwohl man auch böse erfahren muss, so lange wird man immer ängstlich bleiben! Einfach pauschalieren ist einfach schlecht! Weder für die guten, noch für die bösen. Die Wahrheit war immer noch am besten!
Susanne Herzog Es stimmt einfach nicht, dass Flüchtlinge besonders kriminell sind. Das ist Ihre persönliche Wahrnehmung, entspricht aber nicht den Tatsachen. Da dürfen Sie ruhig den Statistiken vertrauen. Ich denke, gerade WEIL die Medien häufiger über Straftaten berichten, entsteht ein verzerrtes Bild. Bei Flüchtlingen gibt genauso viel „Gut“ und „Böse“ wie in allen Bevölkerungsgruppen…

Lisa Hauptmann Nein, selbstverständlich lässt sich nichts pauschalisieren. Es gibt sowohl Gutes, als auch Böses. Ich wollte in meinem Interview lediglich auch einmal die schönen Seiten aufzeigen. Diese Menschen nehmen nicht nur, sie geben auch sehr viel. Und ja, auch ich stelle natürlich die gehäufte Menge, gerade an sexuellen Straftaten, durch Flüchtlinge fest, über die berichtet wird. Und auch ich finde, dass bei so etwas härter gestraft werden sollte. Diese Menschen sind zu Gast in diesem Land, weil in ihrem Heimatland schlimme Verhältnisse herrschen. Das gibt ihnen lange keinen Freifahrtschein, hier tun und lassen zu können, was sie möchten. Aber es tut mir Leid für die Familien, Kinder und Menschen die wirklich in der Hoffnung auf Hilfe und ein besseres Leben hierher gekommen sind. Denn diesen wird mit Hass begegnet, obwohl sie lediglich vor z.B. Krieg und Tod Fliehen.
Sexuelle Belästigung gab und gibt es auch durch deutsche. Das darf man nie vergessen. Ich sehe es genauso, wie sie. Hier herrschen Regeln und gewissen Richtlinien, was in unserer Kultur erlaubt ist und was nicht. Doch nur weil ein paar Menschen sich nicht daran halten können, direkt beim Wort „Flüchtlinge“ die Augen zu verdrehen, finde ich falsch und da wehre ich mich vehement gegen. Ich weiß nicht, wie es in anderen Unterkünften zugeht, aber ich habe wirklich positive Erfahrungen gemacht und bin mit einem sehr guten Gefühl aus diesem Praktikum rausgegangen. Denn ich habe Jungs kennengelernt, die trotz der Ungewissheit, ob ihr Familien noch leben, wie es in ihrem Zuhause aussieht, wie das Leben hier in Deutschland weitergeht und die wirklich allein und auf sich gestellt 1000 von Kilometern hinter sich gebracht haben, und die trotzdem immer herzlich und freundlich sind, sich schnell an eine neue Situation anpassen und gewöhnen können, dankbar sind hier sein zu dürfen und einfach froh sind, dass sie noch am Leben sind. Das sollte man vielleicht auch immer im Hinterkopf behalten! :-)

Mir hat es wirklich geholfen, ein Praktikum zu machen, also wenn jemand merkt, er bekommt ein zunehmend schlechtes Bild, dann würde ich ihm (soweit er es denn überhaupt ändern möchte) wirklich empfehlen den persönlichen Kontakt zu den Flüchtlingen zu suchen. Dann entsteht weder Hass noch Missverständnisse. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag!
Christiane Kramer Lisa Hauptmann , ich stimme hier voll zu. Nur solange seitens der Politik und Justiz Straftäter nicht konsequent bestraft und angeschoben werden, sondern nach „du,du,du böser Junge“ diese wieder unter die Menschen gemischt werden, bleibt das Misstrauen! Es könnte jeder sein…?! Und da liegt das Problem! Wirklich hilfsbedürftige fallen mit in diese Schublade weil man nicht weis wer vor einem steht. Das ist der Fehler der Politik und Justiz! Nicht der Menschen die Angst haben.

Rundblick Unna Dagobert via Rundblick Unna: Vielen Dank, Herr Maag, ich teile Ihre Ansicht.
Auf der einen Seite ist es natürlich schön wenn jemand gerne helfen möchte. Auf der anderen Seite bin ich wirklich überrascht über so viel Naivität. Interessanterweise wird die Frage nach den immensen Kosten von Frau Hauptmann nicht (bzw. nicht kompetent) beantwortet. Letztendlich müssen diese Kosten ja auch von der jungen Generation in den nächsten Jahrzehnten geschultert werden. Berufsbedingt kenne ich viele junge Menschen, erfreulicherweise darf ich bei den meisten davon inzwischen einen realistischeren Blick für die Fakten feststellen.
Trotzdem: Auch von mir alles Gute.
Susanne Herzog Es gibt nur eine Realität, Herr „Dagobert“. Und die ist global bedingt. Die damit verbundenen Probleme können nur durch gemeinsame Anstrengungen gelöst werden. Welche Vorschläge haben Sie denn zu machen?

Lisa Hauptmann Das ist ihnen aufgefallen, sehr gut! Die Frage habe ich ganz einfach nicht beantwortet, weil ich die genauen Kosten nicht kenne.
Ich weiß nicht, ob sie das Interview wirklich komplett gelesen haben, denn mir geht es lediglich darum, dass ICH gute Erfahrungen im direkten Kontakt mit Flüchtlingen gemacht habe, nicht belästigt oder beleidigt wurde, nicht angefasst oder vergewaltigt wurde, sondern tolle Menschen kennengelernt habe. Mir geht es in diesem Interview nicht um die Fakten oder Kosten oder darum, was alles falsch läuft. Natürlich läuft eine Menge schief, aber diese Regelungen werden nicht von den Flüchtlingen getroffen sondern von Politikern. Das sind zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe! Sieht man es aus dieser Sicht und unterhält sich und diskutiert auf dieser Ebene, gibt es selbstverständlich andere Themen und Fakten. Ich wollte bloß aufzeigen, dass nicht jeder Mensch, der ein „Flüchtling“ ist , automatisch ein schlechter Mensch ist und meine Erfahrungen teilen.
Viele von Ihnen scheinen diese Ebenen automatisch zu vermischen und verwechseln.
Lisa Hauptmann Vorsicht ist definitiv geboten! Das habe ich ja auch erwähnt, auch ich bin vorsichtiger und sorgenvoller geworden, aber daraus Entwickelt sich bei vielen Menschen direkt Hass, was ich nicht nachvollziehen kann.
Misstrauen kann ich in gewisser Weise und bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen, aber Hass definitiv nicht.In der Politik muss sich definitiv einiges ändern, besonders in Hinsicht auf die Flüchtlingspolitik. Doch bis dahin sollten wir den Menschen, die wirklich Hilfe brauchen, diese Hilfe auch gewähren.

Christiane Kramer Lisa Hauptmann – leider wird Angst auch von vielen als Hass oder Fremdenfeindlich deklariert. Auch hier sollte man klar unterscheiden.
Lisa Hauptmann Das stimmt natürlich, jedoch habe ich bis jetzt in meinem Umfeld zwar Skepsis und Sorge wahrgenommen, aber Hass noch nicht. Manchmal lese ich hier allerdings Kommentare, die auf mich sehr fremdenfeindlich wirken und sich gegen Flüchtlinge richten.

Kommentare (18)

  • Helmut Brune

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    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Lisa Hauptmann. Die Ansichten der Lisa gefallen mir.

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  • Werner Maag

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    „Lisa Hauptmann: Ich finde es schade, dass es so viel Negatives zu berichten gibt. Es istaber sehr wichtig, dass über diese Vorfälle offen berichtet wird,damit man daraus Konsequenzen ziehen kann.“

    Wo bitte schön werden denn Konssequenzen aus den Geschehnissen gezogen? Es läuft einfach weiter so wie gehabt, obwohl laut den letzten Umfragen mittlerweile mehr als 2/3 gegen die merkelsche „Willkommenskultur“ (Für mich ein Euphemismus, denn es bedeutet eigentlich Selbstabschaffungs- oder Eigentorkultur. Wie kann man bitte das planvolle aufweichen der eigenen gewachsenen Kultur als Kultur bezeichnen?) sind und auch Obergrenzen wollen. Konsequenzen haben die Vorfälle allenfalls insofern, daß Schwimmen und Stadtteilfeste nun mit Security stattfinden und durch stärkere staatliche Überwachung unsere Freiheiten als Bürger eingeschränkt werden sollen.

    „Lisa Hauptmann: Wie schon gesagt, die aktuelle Entwicklung sorgt mich schon und in gewisser Weise macht sie mir auch Angst. Ich bin nicht blauäugig. Aber ich finde es wichtig, dass gerade Menschen in meinem Alter noch offen für Neues in die Welt gehen und auch für Wandel bereit sind, denn wir sind die Zukunft.“

    Ist mir jetzt nicht klar, was mit Wandel gemeint ist. Und wenn junge Menschen sich pauschal als Teil der Zukunft sehen, dann ist das aus biologischer Sicht natürlich korrekt. Aber wird diese Zukunft dann noch lebenswert sein? Z.b. für junge heranwachsende Frauen? Für Juden, Schwule, Christen oder ethnische Minderheiten? Was ist mit der Verantwortung für all das, was die Generationen vorher aufgebaut haben? Veränderung hat es immer gegeben, aber wenn ich hier „Wandel“ lese, dann erinnere ich mich an eine Aussage von Thilo Sarrazin (der böse alte Mann aus Berlin, der immer so böse Sachen schreibt und hetzerische Mathematik betreibt) von Anfang 2016:

    „Die Zusammensetzung der Bevölkerung ändert sich dramatisch“, sagt Thilo Sarrazin. Denn allein unter den 1,1 Millionen Flüchtlingen des vergangenen Jahres seien 800.000 junge Männer im Alter von 15 bis 30 Jahren. Diesen 800.000 jungen fremden Männern stünden nur 5 Millionen deutsche Männer dieser Altersgruppe gegenüber. Das sind die Zahlen eines einzigen Jahres. Thilo Sarrazin erwartet einen deutlichen Familiennachzug und für 2016 abermals 1 Million Menschen, die als Flüchtlinge Deutschland erreichen. Die Deutschen könnten in absehbarere Zeit zu einer Minderheit in Deutschland werden.“

    Was Frau Merkel eingeleitet und zu verantworten hat, hat nichts mit natürlichem Wandel zu tun.
    Es werden ganze Völker (Familiennachzug kommt dann noch) in unser Land umgetopft. Größtenteils Menschen, die sich niemals einfügen oder sinnvoll einbringen werden. Es ist eine Einwanderung in die Sozialsysteme eines sehr sehr großzügigen Landes, welches Rentenansprüche, Krankenversicherung an jeden verschenkt, der behauptet politisch verfolgt zu sein. Ein Land, dass die eigenen Leute vergißt und noch nicht mal mehr die eigenen Straßen reparieren kann.

    „Lisa Hauptmann: Und ich muss wirklich sagen, bei manchen Kommentaren und Aussagen könnte ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und fühle mich mit meinen 19 Jahren reifer als manch Erwachsener. “

    Frau Hauptmann mag sich reif fühlen wie sie will. Es fehlen ihr aber 20-30 Jahre Lebenserfahrung. Eine Familie haben, Verantwortung tragen, viele Jahre arbeiten gehen, persönliche Niederlagen und Krisen überstanden haben..

    Es ist vielleicht der normale Weg. Die vorigen Generationen bauten alles auf und dann kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo alles den Bach runtergeht und die Erbengeneration alles auf den Kopf haut und das Bestehende nicht mehr wertschätzen kann.

    Vor einem Tag kam übrigens im Radio, dass sich Putin und Obama auf einen Friedensplan für Syrien geeinigt haben und gemeinsam den IS bombardieren werden. Das kann doch nur bedeutet, dass speziell Syrer sich nicht mehr zu integrieren brauchen, denn die Rückreise in ihre Heimat ist abesehbar. Die sollen mal schön ihre Städte wieder aufbauen und ihre Heimat voranbringen!

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  • Dagobert

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    Vielen Dank, Herr Maag, ich teile Ihre Ansicht.
    Auf der einen Seite ist es natürlich schön wenn jemand gerne helfen möchte. Auf der anderen Seite bin ich wirklich überrascht über so viel Naivität. Interessanterweise wird die Frage nach den immensen Kosten von Frau Hauptmann nicht (bzw. nicht kompetent) beantwortet. Letztendlich müssen diese Kosten ja auch von der jungen Generation in den nächsten Jahrzehnten geschultert werden. Berufsbedingt kenne ich viele junge Menschen, erfreulicherweise darf ich bei den meisten davon inzwischen einen realistischeren Blick für die Fakten feststellen.
    Trotzdem: Auch von mir alles Gute.

    Antworten

    • Silvia Rinke

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      Hallo Dagobert, Lisa hat Ihnen über Facebook geantwortet, wir haben den Abschnitt unten an den Text angefügt. Wir aktualisieren den Bericht entsprechend laufend. VG von der Redaktion. (Leider laufen die Facebookkommentare nicht mehr automatisch auf die Webseite und umgekehrt, deswegen kopieren wir hin und her, wenn viel diskutiert wird.)

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      • Dagobert

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        Danke. Wie gesagt, ich freue mich über so viel Enthusiasmus. Trotzdem sollte man bedenken, dass Menschen, die Geschenke erwarten, sich auch in der Regel gut benehmen. Wer sich die Zeit nimmt und einen Tag mit einem Polizisten oder Notarzt verbringt, darf die andere Seite kennen lernen. Bitte akzeptieren Sie , dass ich und andere durchaus auch negative Erfahrungen gemacht haben.
        Verzeihen Sie, wenn ich Sie als naiv bezeichne, aber wenn ich nichts zu den zu erwartenden Kosten weiß, sage ich „Ich habe keine Ahnung, was auf uns zukommt“. Danach sollte sich jeder selber fragen , ob er bereit ist, die unbekannten Kosten(mit entsprechenden Einbußen in der Lebensqualität) zu übernehmen.
        Es ist ausgesprochen mutig, sich auf etwas einzulassen, bei dem man Kosten und Nutzen nicht abschätzen kann.

        Die Kommentare von Frau Herzog zeigt eine verzogene Wahrnehmung der Realität. Die „globale “ Lösung kann doch nicht sein, gesamt Afrika nach Deutschland zu importieren. Wer aus einem Kriegsgebiet kommt, darf natürlich Schutz erhalten, bis der Krieg zu Ende ist. Wer sich nicht benehmen kann, hat sein Recht auf Asyl verwirkt und gehört abgeschoben. Übrigens steht Deutschland(bzw.Frau Merkel) mit der abstrusen Phantasie der „globalen Lösung“ in Europa relativ einsam da. Die Briten sind wegen Merkels „Kommt alle zu uns, wir schaffen das “ ausgetreten, und die meisten europäischen Nachbarn machen sinnvollerweise die Grenzen dicht um sich zu schützen. In meinen Augen sieht die „globale Lösung“ so aus, dass Kriegsflüchtlinge nach dem Krieg ihr eigenes Land wieder aufbauen dürfen und dass alle, die keine Kriegsflüchtlinge sind, abgeschoben werden(oder wie Merkel sagte : „Rückführungen, Rückführungen und nochmals Rückführungen“). Den Begriff „Ausländerkriminalität“ kann Frau Herzog sogar auf Wikipedia nachlesen, somit ist die Theorie „alle Menschen sind gleich gut und böse“ leicht zu widerlegen. Vielleicht besucht Frau Herzog ja auch mal einen Knast und schaut sich die Verteilung der Nationalitäten im Gefängnis an .
        http://www.welt.de/politik/deutschland/article153076521/Jeder-dritte-Haeftling-ist-Auslaender.html
        Trotz dieser offensichtlichen Ahnungslosigkeit von Frau Herzog würde mich brennend interessieren, wie Frau Herzog sich eine „globale Lösung “ vorstellt ?

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        • Silvia Rinke

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          Dagobert, Lisa Hauptmann schreibt dazu folgende Antwort: Natürlich hat jeder eine andere Wahrnehmung und auch andere Erfahrungen gemacht. Selbstverständlich akzeptiere ich das. Und ich weiß auch, dass ich möglicherweise noch schlechte Erfahrungen machen kann, aber trotz allem kann Man auch dann nicht alle über einen Kamm scheren. Auch hier sind wieder die Ebenen vermischt.
          Ich wollte lediglich zeigen, dass nicht alle Menschen, die Flüchtlinge sind, auch gleichzeitig schlechte Menschen sind.
          Die Kosten sind eine komplett andere Ebene und ein komplett anderes Thema. Das ist ein himmelweiter Unterschied und hat mit meinem Interview nichts zu tun.
          Nichtsdestotrotz könnte ich als einzelner Mensch sowieso sagen, was ich wollte, die Regierung würde nicht auf mich hören und trotzdem ihre Entscheidungen treffen. Das Flüchtlings“Problem“ ist ein Problem der Regierung, nicht der Menschen, die vor Krieg flüchten.
          Menschen, die Straftaten begehen und sich in Deutschland nicht zu benehmen wissen, sollten natürlich bestraft werden, aber die Menschen, die wirklich Hilfe und Schutz suchen, sollten genau dies auch erfahren ohne mit Vorurteilen behaftet zu werden.

          Es muss sich Einiges ändern, Kosten etc. sind natürlich ein wichtiges Thema, aber über dieses Thema habe ich nie gesprochen, weil ich mich erstens nicht damit auskenne und zweitens weder die Erfahrung, noch das Wissen habe, mich damit zu befassen und eine alternative Lösung vorzuschlagen.

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          • Dagobert

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            In den erwähnten Punkten bin ich einer Meinung mit Ihnen, Frau Hauptmann, deswegen freue ich mich auch schon auf die nächsten Wahlen;-). Ich wünschen Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie von allen schlechten Erfahrungen verschont bleiben. Und natürlich alles Gute zum Geburtstag. Bleiben Sie so, wie Sie sind. :-)

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      • Dagobert

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        Nur zum Nachtrag, liebe Susanne Herzog(SPD), da Sie sich schon zu den Beschimpfungen der „Schlechtmenschen“ durchgerungen haben, wäre ich wirklich dankbar, wenn Sie in Ihrer Antwort auf Worte wie „Nazis “ und „Faschisten “ verzichten könnten. Vielen Dank im Voraus.

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        • Dagobert

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          Ich darf doch auf eine Antwort von Ihnen, Frau Herzog(SPD) hoffen? Gerade in Zeiten wie diesen, wo eine ständige Gefahr von bösen Rechten lauert, ist es wichtig, dass die SPD zusammen mit Frau Herzog(SPD) einen antifaschistischen Schutzwall gegen Andersdenkende bildet. Schließlich ist es doch vollkommen unmöglich, dass unter unseren schutzsuchenden, asylbegehrenden, neuen Nachbarn auch Kriminelle sein könnten, oder ? Hatten Sie schon Gelegenheit, sich zur Ausländerkriminalität zu belesen, Frau Herzog (SPD)? Nehmen Sie sich ruhig die Zeit, die Sie benötigen. Leider wird die Statistik mit der Zeit nicht besser, sondern eher schlechter. :-(. Wussten Sie schon, dass Mitglieder der SPD neuerdings eine sogenannte „Obergrenze“ fordern ? Langsam wird es doch schwierig, eine Partei ohne braunes Gedankengut/Nazis/Faschisten zu finden, wenn selbst die SPD solche Aussagen tätigt, oder ? Vielleicht gründen Sie demnächst eine eigene Partei, Frau Herzog(noch SPD) ?

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          • Silvia Rinke

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            Dagobert – hier ist die Antwort von SUSANNE HERZOG an Sie (auf Facebook geschrieben): Susanne Herzog Herr „Dagobert“, Sie haben ein komplett anderes Menschenbild als ich. Für Sie gibt es Unterschiede in der Bewertung von Menschen, für mich nicht. Kriminalität hat nichts mit „Rasse“ oder Herkunft zutun, sondern mit Umfeld und sozialen Einflüssen.
            Eine einfache Lösung für das weltweite Problem der Fluchtbewegung kann es nicht geben. Aber klar ist, dass wir uns dem Problem stellen müssen. Es geht nicht darum, „ganz Afrika aufzunehmen“ , das ist völliger Blödsinn. Naiv ist auch die Vorstellung, dass sich die weltweite Fluchtbewegung durch Grenzzäune und Mauern aufhalten ließe. Die einzige Lösung besteht in der Beseitigung der Fluchtursachen. Da dies kurz- oder mittelfristig kaum zu erreichen ist, müssen wir andere Lösungen finden: Bessere, lebenswerte Zustände in den außereuropäischen Lagern, eine geregeltere Zuwanderung durch bessere Kontrollen an den Außengrenzen, auch zur Bekämpfung der Schlepperbanden, eine möglichst gerechte Verteilung innerhalb der EU- Staaten, aber auch innerhalb Deutschlands und in den Kommunen, möglichst schnelle Bearbeitung der Asylverfahren, Integrationshilfen, Sprachkurse etc. …
            Und ja, wenn der Krieg in Syrien tatsächlich irgendwann beendet ist, natürlich werden dann etliche Geflüchtete wieder zurückkehren und ihr Land wieder aufbauen. Auch das ist eine Perspektive… Versuchen Sie doch mal, Herr „Dagobert“, Ihren Pessimismus in den Griff zu bekommen, packen Sie mit an und nehmen Sie Kontakt auf mit den Menschen, die zu uns kommen.
            Und unterlassen Sie es bitte, Leuten, die anderer Meinung sind als Sie, Ahnungslosigkeit zu unterstellen. Das ist einfach nur billig.

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          • wunderlich

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            Dagobert,
            sie werden stetig schwächer, was ihre … hm, nenn ich es mal Argumentation betrifft.
            Sie werfen anderen Personen, die ihre Meinung nicht teilen, Naivität vor … und sabbeln in derselben einen völlig unrealistischen Quatsch nach, den diese völkische „Partei“ AfD (lt. Frau Kepetry darf ich das ja wohl so sagen, ohne wieder ihren Missmut zu erwecken, oder?) vorgibt.
            Sie werfen hier einfach mal fröhlich diverse Sachen hübsch durcheinander, um ihrer Argumentationskette damit den richtigen Ausdruck zu verleihen.
            Leider alles dummes Zeug.

            Machen sie es doch lieber so, wie Frau Hauptmann es ihnen vorgeschlagen hat, setzten sie sich mit den Menschen, die sie hier seit Wochen schlechtreden, zusammen. Machen sie persönliche Erfahrungen.
            Dann könnte es sein, dass sie in der tatsächlichen Realität ankommen und sich dieses von der Alternative für Völkische … Verzeihung, ich meinte Deutschland … vorgegebene Realitätskonstrukt als nicht haltbar erweist.

            Schätze aber, dass sie dazu die Courage nicht haben, ist ja so schön einfach, wenn alles nur aus schwarz und weiß besteht.

            Ich ziehe jedenfalls meinen Hut vor der jungen Frau, die, anders als viele, die hier dummes Zeug reden, aktiv an ihrer Meinungsbildung gearbeitet hat und sich nicht alles Wissen vom Stammtisch holt.

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          • Dagobert

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            Liebe Frau Herzog(SPD),lieber Wunderlich,
            es ist schlichtweg albern, mir Rassismus vorzuwerfen. Ich habe Freunde und Kollegen aus den meisten Nationen dieser Welt, ich selber habe einen Migrationshintergrund. Auch bin ich mir absolut sicher, dass ich in meinem Leben schon mehr Kontakt zu Flüchtlingen hatte, als Sie beide zusammen. Daher nochmal: Jeder, der echten (!) Schutz benötigt und sich benehmen kann, ist herzlich in Deutschland willkommen. Aber: Was ist daran so schlimm, einen kriminellen Flüchtling abzuschieben ? Natürlich hat Kriminalität nichts mit der Rasse zu tun, aber keiner von Ihnen beiden kann leugnen, dass unsere Gefängnisse überproportional mit kriminellen Ausländer gefüllt sind und dass es in Deutschland Ausländerkriminalität (wie gesagt:Wikipedia !) gibt. Oder wollen Sie behaupten(wie Herr Makiolla(SPD)), dass nur die bösen Medien schuld sind, die über so viel Böses berichten ? Dann sollten Sie den Rundblick nicht mehr lesen. Die von Frau Herzog(SPD) geforderte „gerecht Verteilung in Europa“ funktioniert leider nicht, weil der Großteil von Europa eine andere Meinung als Frau Herzog(SPD) und Wunderlich hat und weil die Briten wegen Frau Merkel(CDU) raus sind.Es gibt keine Länder mehr, die bei der Verteilung mitmachen wollen(außer Deutschland). Die Forderungen der SPD und Frau Herzog(SPD) nach geregelter Zuwanderung, Grenzkontrollen, Bekämpfung von Schleppern und einer Obergrenze teile ich. Auch finde ich es super, wenn Sie die (echten!) syrischen Flüchtlinge nach Kriegsende wieder nach Hause schicken wollen und dementsprechend dann doch nicht so viel Wert auf Integration legen. Ich bin nur überrascht, dass Frau Herzog(SPD) und ihre Partei(SPD) derart völkische und populistische Forderungen stellt. Eigentlich müsste bei so viel Nähe zur AfD jetzt der antifaschistische Widerstand gegen die SPD antreten, oder ?

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            • Silvia Rinke

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              Dagobert, erneut eine Antwort an Sie von SUSANNE HERZOG – Susanne Herzog Übrigens, Herr „Dagobert“ (warum verstecken Sie sich eigentlich hinter einem Pseudonym?), habe ich nichts mit der SPD zutun, jedenfalls nicht aktiv. Es handelt sich wohl um eine Verwechslung… 🤔

              Antworten

            • Dagobert

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              Dann bitte ich die Verwechslung zu entschuldigen, Frau Herzog. Ich dachte, Sie wären in der SPD aktiv. Leider gibt es viele Menschen, die weniger tolerant sind als Sie und ich und Andersdenkende auch mal mit Steinen bewerfen oder Autos anzünden. Ich möchte nicht, das Haus und Auto angezündet werden oder mit Farbe beschmiert werden, ich hoffe Sie können mit „Dagobert“ leben(„Herr“ können Sie weglassen :-)). linksunten.indymedia ist in diesem Zusammenhang sehr lesenswert.
              Einen Nachtrag habe ich noch:
              https://www.welt.de/politik/deutschland/article158058926/Diese-Fluechtlingshelferin-haelt-es-nicht-mehr-aus.html
              Der Artikel handelt von eine SPD-Genossin, die vermutlich ähnlich viele Kontakte zu Flüchtlingen hatte wie ich. Repräsentativ fand ich die Stelle, an der der Unterkunftsmitarbeiter krankenhausreif geprügelt wurde, weil er nicht ausreichend „Respekt“ für den Flüchtling aufbrachte. Frau Schneidt(SPD) hat durch die Flüchtlingsarbeit die Realität kennengelernt und leider lernen im Moment sehr viele Menschen die Realität kennen. Trotzdem freue ich mich über Menschen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind und wünsche ihnen (insbesondere Frau Hauptmann), dass sie von allen negativen Erfahrungen verschont bleiben. Bei mir und meinen Patientinnen und Patienten hat es leider nicht immer geklappt. Und viele meiner Kollegen können Vergleichbares berichten (leider ist das, was wir erlebt haben, deutlich mehr als das, was Sie in den Medien erfahren).

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            • Wunderlich

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              Stumpfe Wiederholung macht es nicht wahrer.
              Sie bleiben schwach, Dagobert.

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            • Dagobert

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              Ständiges Gemecker und Geschimpfe macht es auch nicht besser, wunderlich. Hatten Sie schon mal Kontakt zu Flüchtlingen oder der Realität, wunderlich ?

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            • Susanne Herzog

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              Also da muss ich doch einiges klar stellen, um nicht missverstanden zu werden: Ich bin NICHT dafür, Syrer nach Kriegsende nach Hause zu schicken. Wer sich bis dahin integriert hat und gerne bleiben möchte, kann das auch gerne tun. Ich gehe allerdings davon aus, dass ganz viele dann freiwillig wieder das Land verlassen werden, weil Syrien nun mal ihre Heimat ist und sie noch Angehörige dort haben. Das war nach dem Balkankrieg in den Neunzigern auch nicht anders. Damals haben wir übrigens auch eine große Anzahl Flüchtlinge aufgenommen, um die 600 000, aber es wurde bei weitem nicht so ein Theater darum gemacht. Klar, es gab kein Internet und keine social medias, die von morgens bis abends das Thema hochstilisiert haben…
              Und zu den kriminellen Ausländern: ich schrieb ja schon, dass Kriminalität sozialen Ursprungs ist. Es stimmt, dass es sich dabei häufig um Ausländer handelt. Und das wiederum liegt daran, dass diese Menschen sozial abgehängt sind und sich am Rande der Gesellschaft befinden. Deswegen ist ja auch eine möglichst schnelle und gute Integration so wichtig! Die muss aber auch von unserer Seite gewollt sein. Niemand kann sich integrieren, dem die Tür vor der Nase zugeschlagen wird!
              Zum Schluss noch der Hinweis, dass ich über dreißig Jahre Erfahrung mit Integration habe, zu 99% positiv…

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            • Dagobert

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              Jetzt haben Sie mein Interesse geweckt, Frau Herzog. Wollen Sie einen kriminellen Flüchtling als Reaktion auf Kriminalität wirklich noch netter behandeln und weiter integrieren , wenn er gar nicht will ? Glauben Sie an die Weitsicht von Frau Merkel ? Glauben Sie , dass die angeblichen Ärzte und Ingenieure jetzt als LKW-Fahrer in Deutschland arbeiten können und wollen ? Glauben Sie, dass syrische Führerscheine in deutsche LKW-Führerscheine umgeschrieben werden, wenn kein einziges Ausweisdokument vorhanden ist(laut Frau Merkel für 500 Euro) ? Möchten Sie, dass LKWs ohne Qualifikationsnachweis und Identitätsnachweis von unbekannten muslimischen Mitmenschen gefahren werden ?Dann habe Sie eine ähnliche Betrachtung der Dinge wie Frau Merkel. Ich bin mir inzwischen sicher, dass es keine „großen Plan “ oder „große Weitsicht“ von Frau Merkel gibt. Aus ärztlicher Sicht sehe ich inzwischen eher eine dementielle Entwicklung bei Frau Merkel.

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