Rundblick-Unna » Mini-Demo vor „Mainstream“-Sender Antenne Unna

Mini-Demo vor „Mainstream“-Sender Antenne Unna

„Wo der Mainstream zu Hause ist“ – mit diesem Plakat stand am Donnerstag die Anti-Merkel-Mini-Seniorendemo aus Schwerte zur Abwechslung mal in Unna – und zwar direkt vor dem Antenne Unna-Gebäude am Ostring. Das Plakat, von zwei Senioren hochgehalten, zog erstaunte Passantenblicke auf sich.

„Mainstream“ – worauf bezieht sich der Vorwurf gegen das Lokalradio konkret? Dazu Hans-Otto Dinse gegenüber unserer Redaktion: „Antenne Unna hat trotz Einladung nicht über unsere Schwerter Demo berichtet. Antenne Unna berichtet, wenn überhaupt, tendenziös über die AfD. Die Unnaer Demo im April fand so gut wie keinen Wiederhall bei dem Sender.“ Und: Mit der  Aktion „im Kreis des Lächelns“ würden asylkritische Menschen „stigmatisiert und aus der Gesellschaft ausgegrenzt“, wirft Dinse dem Sender vor.

Wir baten natürlich auch die Kollegen von Antenne Unna um eine Stellungnahme. Senderchef Thorsten Wagner bat um Verständnis darum, sich offiziell nicht zu dieser Aktion des Seniorenpaares äußern zu wollen; als offizielle Demo war sie nicht angemeldet, und Gesprächsbedarf im Sendergebäude selbst hatten die Besucher ebenfalls nicht bekundet. Sie blieben draußen auf der Treppe stehen im stummen Protest.

Über die AfD-Demo hatte Antenne Unna am Tag selbst – dem 22. April – live berichtet und auch vorab auf die Veranstaltung hingewiesen. Die AfD-Senioren kritisieren die Berichterstattung über die Aktivitäten der „Alternative für Deutschland“ gleichwohl als unzureichend und „tendenziös“.

Einen Bericht aus seiner eigenen Sicht hat Hans-Otto Dinse über die gestrige Aktion auf Lokalkompass eingestellt:  http://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.lokalkompass.de%2Fschwerte%2Fpolitik%2Fsie-bekommen-von-uns-keine-oeffentlichkeit-d659181.html%3Ffbpost&h=4AQH7RhEK&s=1

Kommentare (38)

  • Dagobert

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    Also, ich mag Frau und Herrn Dinse und finde es gut, das die Beiden so offen und ehrlich ihre Meinung sagen. Danke dafür und weiter so !

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    • fürst

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      Ich schließe mich Dagobert vollinhaltlich an.
      Antenne Unna ist nur für Blitzermeldungen gut. Der Hellweger Anzeiger für die Toilette.
      Die jeweiligen verantwortlichen „Journalisten“ taugen allenfalls für „Hofberichterstattung“.

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      • Dinse

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        Danke auch an Sie, Hr. Fürst, für ihre aufmunternden Kommentare.

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    • Hans-Otto Dinse

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      Danke Dagobert!

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Wenn man demonstieren will und dann in einer solch kleinen Gruppe, ist es keine selbstverständlichkeit und sicher kein Recht, daß man Aufmerksamkeit der Medien bekommt. Medien reagieren zumeist von selbst, wenn es um Dinge geht, die wirklich Einfluß auf die Gesellschaft haben. In diesem Falle scheint mir das nicht gegeben.

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    • Hans-Otto Dinse

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      H.Brune: wenn wir 10 Mal in Schwerte demonstrieren und uns deshalb Autoreifen zerstochen werden, sowie auch übelste Beschimpfungen und Bedrohungen über uns ergehen lassen, haben wir kein Recht das darüber berichtet wird. Da stimme ich Ihnen zu. Aber die Medien haben die Pflicht darüber zu berichten. Wenn nicht über die öffentliche Bedrohung von Rentnern am hellichten Tag, worüber dann. Das ist Lüge durch Unterdrückung von Informationen! Dies prangern wir an und dazu haben wir das Recht…..und die Pflicht!

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      • fürst

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        Ich teile die Meinungen von Herrn Dinse absolut.
        Wir haben schon sehr lange keine auch nur halbwegs neutralen Medien/Journalisten mehr.
        Die Unterdrückung von Informationen hat System und hebelt die Informationsfreiheit quasi aus.
        Immer wieder zolle ich um so mehr Respekt dem RUNDBLICK und seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

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  • Sven Arnt via Facebook

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    Einige Aktionen sind schon ein bisschen bizarr. Aber wenn sie sich dann besser fühlen.

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    • Hans-Otto Dinse

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      Ja Sven Arnt, wir fühlen uns dann tatsächlich besser. Sie glauben gar nicht welch wunderbares Gefühl es ist seine Sprache wiedergefunden zu haben!

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      • Sven Arnt via Facebook

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        Ich finde allerdings, dass sie auch eine sehr vorgefasste und einseitige Sicht auf die Problematik haben, meine persönliche Meinung. Sie stilisierten sich letztlich auch ein bissel als Verkünder der eigentlichen Wahrheit und verzerren die Realität. Sie haben dabei aber natürlich jedes Recht ihre Meinung frei und öffentlich Kund zu tun. Etwas ausgewogener könnte ihre Kritik aber vielleicht viel mehr Gehör finden.

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        • fürst

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          Sven Arnt: Die gewünschte Ausgewogenheit würde sich m.E. quasi von selbst ergeben, wenn das gewünschte -und pflichtgemäße- Grundinteresse der Medien sich einstellen würde, auf das wir Leser und Hörer Anspruch haben, wie Herr Dinse zu Recht meint.
          Ich erachte Herrn und Frau Dinse nicht als verbohrte „Meinungsvertreter“, anders als die früherzieherisch Linksindoktrinierten.

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        • Hans-Otto Dinse

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          Vorgefasste, einseitige Sicht. Stilisierung als Verkünder der Wahrheit. Verzerrung der Realität. Mehr Ausgewogenheit.
          All dies widerspiegelt ihr Kommentar. Trotzdem Danke, dass Sie mir das Recht einräumen mich äußern zu dürfen. Zum Vorwurf der Stilisierung als Verkünder der Wahrheit, lesen Sie einfach mein Statement in eigener Sache!

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          • Sven Arnt via Facebook

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            Herr Dinse, Dinge kritisch anzusprechen, von mir aus auch im Rahmen einer Demo oder Mahnwache oder was auch immer, ist jedermanns demokratisches und verfassungsgemäßes Recht. Das ist es heute und das war es schon bei Gründung der Bundesrepublik. Niemand verbietet Ihnen in diesem Land den Mund, kann man auch nicht, es sei denn sie verstoßen gegen anderes Recht. Hat es in der Vergangenheit Fehler bei der Art von Berichterstattung gegeben, wurde über bestimmte Probleme zu wenig oder zu einseitig berichtet? In Teilen ist das sicher richtig, aber halt auch nur in Teilen. Auch im ÖR fanden sich schon vor Jahren kritische Sendungen, Artikel etc. zur gewaltbereiten linken Szene, zu Problembezirken in Deutschland usw usw. Die habe ich zum Beispiel gesehen und gelesen. Wenn man Presse und Medien derart scharf angreift, dann sollte man aber auch breit konsumieren. Wenn man das tut, dann eröffnet sich einem schon ein breites Feld der Realität. Komisch, das es mir zum Beispiel gelingt. Und das Geschrei von Systempresse,Lügenpresse usw. ist, betrachtet man tatsächlich mal die Medienlandschaft, ziemlich überzogen. Vor allem grade jetzt, wo es Kritik gab, muss man ganz eindeutig feststellen, dass sich der Wind da deutlich gedreht hat. Das sollte man dann auch mal zur Kenntnis nehmen. Auch leben wir in keiner Diktatur oder was auch immer. Es schreien jetzt alle, aber das wir seit Jahren deutlich rückläufige Wahlbeteiligung hatten, dass immer weniger bereit wären, sich politisch zu engagieren, das wird gerne verschwiegen. So wie es sich die Politik in den letzten Jahren recht bequem gemacht hat, so hat es ein Großteil der Bevölkerung ebenfalls. Also Kritik ist gut und richtig, aber bei allem finde ich es durchaus wichtig die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Wäre es hier tatsächlich so schlimm, wie es einige darstellen, dann könnte keiner von denen seine Meinung in genannter Form äußern. Ja und Herr Dinse, sie mögen mit einigen Dingen durchaus recht haben, aber so manches ist halt ganz klar überzogen.

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            • fürst

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              Ich empfinde bei Ihrem Kommentar, Sven Arnt, eine nur gering kritische Prägung einer politischen Schulung staatlicherseits.
              Sorry, mein Empfinden, bei sonst oftmaligem Teilen Ihrer Ansichten.

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              • Sven Arnt via Facebook

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                Och Herr Fürst, ich halte mich schon für sehr kritisch und gehört es ja nun auch zu einer Auseinandersetzung gegenteiliger Meinung zu sein und diese auch zu respektieren. Das wäre ansonsten ja dann tatsächlich Mainstream. Man kann letztlich einen Staat oder Gesellschaftsmodell aber auch systematisch kaputt reden. Das endlich mal wieder Wind in den gesellschaftlichen Diskurs und die Politik kommt, das finde ich gut, das muss aber ja nicht heißen, dass ich mit allen Meinungskundgebungen konform gehe. Das ist im Übrigen alles keine Kritik an Herrn Dinse persönlich, in der Sache kann ich da so einigem, auch von Ihnen nicht zustimmen, respektiere aber ihre Meinung. Wenn ich da was für falsch halte, dann werde ich auch mal gegen halten. Am Ende findet man in Teilen ja vielleicht eine gemeinsame Basis oder auch nicht.

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            • Dinse

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              Protest in der Öffentlichkeit muß überzeichnen sonst wird er nicht wahrhenommen. Er sollte nur nicht beleidigen. Kurze griffige Aussagen können nicht alles abbilden, müssen aber den Kern des Problems benennen.

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              • Sven Arnt via Facebook

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                Nur der reine Protest auf der Straße wird nicht dauerhaft etwas ändern. Das klassische Spiel der APO, es geht letztlich in einer Demokratie nur über die Instanzen, wenn man keine Revolution will…die wohl kaum nötig ist. Aber trotzdem hat man keinen Anspruch an „die Presse“, dass jeder individuelle Protest auch von ihr publik gemacht wird.

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  • Thomas Gragen via Facebook

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    Und wieder einmal benehmen sich Erwachsene Menschen wie kleine Kinder die nicht das bekommen was sie wollen.
    Einfach nur Peinlich.

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    • Peter Köhler via Facebook

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      Sie bezeichnen also Hetze gegen Andersdenkende und bewusste Nichtberichterstattung als Kinderspielchen? Peinlich finde ich Ihren Kommentar.

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    • Dagobert

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      Gott sei Dank, Herr Gragen, Sie sind noch da ! Ich hatte mir schon ehrliche Sorgen gemacht ! Ihre persönliche Meinung zu den niedergemetzelten Lämmlein in Schwerte und den sexuell belästigten Kindern im Erlebnisbad hätte mich wirklich interessiert. Möchten Sie sich nicht noch nachträglich äußern ?

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  • Jens Gehde via Facebook

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    Aber was bedeutet Lückenpresse?

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    • Dagobert

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      Ich denke, mit „Lügenpresse“ ist die gezielte Falschinformation gemeint. „Lückenpresse“ bezeichnet das gezielte Weglassen von Informationen (Nationalität von Straftätern, Übergriffe/Vergewaltigungen in Flüchtlingsheimen, etc.). Sylvester 2015 wurde die Presse(am Anfang) bewusst nicht (bzw. später dann falsch) von Politik und Polizei informiert, die Wahrheit kam nachher erst über z.B. facebook ans Licht. So gesehen kann man der Presse auch keinen „Generalvorwurf“ machen, der Rundblick z.B. berichtet sehr ehrlich(wie immer an dieser Stelle : dickes Lob !) Ich persönlich denke, dass jeder Mensch sich seine eigene Meinung bilden sollte, hierfür sind natürlich auch alle relevanten Informationen notwendig.

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      • Hans-Otto Dinse

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        Toll erklärt!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Jens Gehde: Lückenpresse bedeutet das bewusste Weglassen von Informationen; entweder das Nichtberichten von kompletten Nachrichten oder das Aussparen von z. B. Täterherkunft, Nationalitäten….

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  • Sebastian Behrens via Facebook

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    Warum sollte der Sender auch über dieses Seniorenpaar berichten? Jede JHV eines Kaninchenzüchtervereins ist gesellschaftlich relevanter…
    Hauptsache über die pöse, pöse Lügenkresse schimpfen…

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    • Hans-Otto Dinse

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      Sehen Sie Hr. Behrens, genau deshalb machen wir das. Weil es Menschen gibt wie Sie, die denken wie Sie, und haben zusätzlich noch die Macht die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Dafür das den Mainstrammedien dies auch tw. gelingt, sind Sie ein gutes Beispiel.

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      • Sebastian Behrens via Facebook

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        Schön, wie sie aus einem einzigen Kommentar von mir meinen mein komplettes Medienverhalten analysieren zu können. Wahrscheinlich wollen sie mir auch noch erzählen, dass Russia Today eine glaubwürdige Informationsquelle für sie ist.
        Ich suche mir die von mir genutzten Medien schon sehr genau aus und wie sie sehen, befindet sich auch der Rundblick Unna unter diesen. Am liebsten gewinne ich meine Informationen aber immer noch aus erster Hand.

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        • fürst

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          Die eigene Meinungbildung setzt voraus, daß man sich aus auch der Allgemeinheit einfach zugänglichen Quellen vielgestaltig umfänglich informieren kann.
          Wenn ein Medienkartell wesentliche Informartionen zurückhält oder falsch darstellt, mißbraucht es die Medienmacht zum Nachteil der Allgemeinheit und zum Vorteil derer, die bestimmte Meinungen diktieren wollen.

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  • Nicole

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    Super Dagobert und Ehepaar Dinse !
    Eure kommentare und aktionen unterschreibe ich !
    Alles gute !

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    • Brigitte Dinse

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      Danke Nicole!!

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  • Hans-Otto Dinse

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    @RU: Wir baten natürlich auch die Kollegen von Antenne Unna um eine Stellungnahme. Senderchef Thorsten Wagner bat um Verständnis darum, sich offiziell nicht zu dieser Aktion des Seniorenpaares äußern zu wollen; als offizielle Demo war sie nicht angemeldet.
    Warum sollte sich Hr. Wagner auch äußern? Demos vor seiner Tür kommen doch jeden Tag vor! Warum melden wir wohl keine offizielle Demo mehr an, Hr. Wagner. Hätten Sie sich über unsere Demos in Schwerte schlau gemacht, wüssten Sie es.
    Ich lade Sie zum Gespräch zu mir nach Hause ein, da erkläre ich Ihnen noch mal, warum wir diese Form des Protestes gewählt haben. Wir nennen es „dezentrale Mobilisierung“! Ich bitte den „RU“ diese Einladung weiterzuleiten.

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  • fürst

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    Angesichts Ihrer berechtigten „Bloßstellung“, Herr Dinse,
    müßten die Macher von Antenne Unna und besonders Herr Wagner
    mit hochroten (!) Köpfen in den Redaktionskonferenzen sitzen.
    Wenn, ja, WENN sie auch nur ein bißchen journalistisches Pflicht- und Ehrgefühl hätten.
    Antenne Unna, der RUNDBLICK erklärt es so: „Lückenpresse bedeutet das bewusste Weglassen von Informationen; entweder das Nichtberichten von kompletten Nachrichten oder das Aussparen von z. B. Täterherkunft, Nationalitäten….“

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