Rundblick-Unna » Mehr Flüchtlinge in kürzerer Zeit registrieren: Landesstelle bekommt weiteres Personal und verlängert die Bürozeiten

Mehr Flüchtlinge in kürzerer Zeit registrieren: Landesstelle bekommt weiteres Personal und verlängert die Bürozeiten

So viele Neuankömmlinge jeden Tag in der Landesstelle – da schaffen die Mitarbeiter kaum noch die Registrierungen. Das Land will daher „die räumlichen Kapazitäten“ für zusätzliches Personal schaffen, sprich weitere Büros bauen.

Als „Zwischenlösung“ sollen zunächst die Arbeitszeiten der Registrierungsstelle verlängert werden, und zwar bis in den Abend hinein. Darauf hat sich der Kreis Unna frisch mit der Bezirksregierung geeinigt.

Denn der Ansturm neu ankommender Menschen ist mit dem bisherigen personellen und zeitlichen Aufwand nicht mehr zu stemmen.

Landesstelle Massen Erstaufnahme

Die Erstaufnahmeeinrichtung in der Landesstelle Massen.

Rund 1000 Flüchtlinge kommen momentan täglich (!) in NRW neu an. Entsprechend immens ist der Ansturm in der Landesstelle Massen (als Unterkunft ausgelegt für bis zu 800 Flüchtlinge), in der seit Juli zusätzlich eine gesonderte Regstrierungsstelle mit untergebracht ist. Der Kreis Unna betreibt sie, allerdings im Auftrag und auf Kosten des Landes NRW.

Da täglich derartig viele Asylbewerber neu ankommen, kommen die Mitarbeiter mit den Registrierungen nicht mehr nach. „Das Land muss – und will – die Räumlichkeiten erweitern, um Platz für zusätzliche Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Doch dies wird wohl noch etwas dauern“, teilt die Kreisverwaltung am heutigen Mittag mit. Deswegen hat sich der Kreis eine „Zwischenlösung“ überlegt und dafür jetzt grünes Licht von der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg erhalten: Ausweitung der Bürostunden, sprich Öffnungszeiten bis in die Abendstunden hinein.

Möglich wird dies durch acht zusätzliche Mitarbeiter (vor allem Landesbedienstete) kombiniert mit einem, so der Kreis, „ausgeklügelten Dienstplan für ein bewusstes Stühlerücken“: Haben die einen Dienstschluss, nehmen andere die Plätze ein, arbeiten weiter und erhöhen so die „Schlagzahl“ bei den Registrierungen.

„Sollte das Land die räumlichen Voraussetzungen schaffen, könnten nach aktuellen Überlegungen auch 30 Mitarbeiter in der Erstaufnahmeeinrichtung eingesetzt werden“, konkretisiert der Kreis diese Pläne. Derzeit sind mit den acht neuen Kräften 21 Mitarbeiter vor Ort.

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