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Marktbummel für Genießer: „Feierabendmärkte“ kommen immer mehr in Mode

Nach Arbeitsschluss entspannt über den Wochenmarkt bummeln: Immer mehr Städte versuchen sich an so genannten „Feierabendmärkten“.

Während die Idee in Unna bisher vom Stadtmarketing noch nicht diskutiert wurde, versuchen es andere Städte kurzerhand mal. Premiere in Dortmund ist am heutigen Freitag mit einem verlängerten Wochenmarkt für Berufstätige, den ein kleiner Gourmetmarkt ergänzt. Bis in den September hinein soll der Feierabendmarkt wöchentlich angeboten werden.  Rund 30 Markthändler machen mit.

Im Münsterland geht das Konzept schon seit Längerem auf, in Bochum läuft der Feierabendmarkt ebenfalls erfolgreich schon seit anderthalb Jahren. Das Unnaer Stadtmarketing verlängerte die Dienstags- und Freitags-Marktzeiten vor einigen Jahren bis 14 Uhr; daran werde man auch festhalten, sagte uns Danni Guidara, erneute zeitliche Ausweitungen seien momentan nicht geplant.

Marktschreier 2

Gegen den Trend erfolglos ist der Feierabendmarkt in Hamm verlaufen. An dem Markttreiben zwischen 15 und 19 Uhr am Freitag hatten zu wenig Händler Interesse – den meisten war dieser Zusatztermin zu belastend. Deswegen wird das Angebot nach einem Dreivierteljahr wieder eingestampft.

Dabei lief die Premiere am Hammer Bahnhof im Sommer gut an: Ein Dutzend Händler bot Gemüse und Obst, Blumen, dazu Wurst, Käse, Fleisch und Fisch an. Den meisten Händlern reicht es jetzt aber: Dem WDR gegenüber argumentierten sie, dass sie freitags bis 19 Uhr an ihren Ständen stehen und für den Samstagsmarkt wieder in aller Frühe aus den Federn müssen, und das ist vielen einfach zu stressig. Mit nur noch 6 Händlern wird das Hammer Stadtmarketing den Feierabendmarkt nicht fortführen.

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