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Mampfen für den Winterschlaf: Igel jetzt auch tagaktiv – Nur im Notfall mitnehmen

Die ersten knackig kalten Nächte liegen hinter uns, und die Igelchen bereiten sich auf den Winterschlaf vor. Der Tierschutzverein Unna widmet den stacheligen kleinen Gartenbewohnern einen Appell. Gerade jetzt sieht man die eigentlich nachtaktiven Tiere nämlich auch tagsüber häufig durch die Gärten trippeln, wenn sie aktiv auf Nahrungssuche sind. „Doch nicht jeder von ihnen ist hilfsbedürftig“, macht der Tierschutzverein klar. „Generell sollten ausschließlich kranke oder verletzte Tiere in Obhut genommen werden.“ Solche Igel verhalten sich apathisch oder erscheinen sehr abgemagert.

Um den monatelangen Winterschlaf zu überstehen, muss ein Igeltier mindestens ein halbes Kilo wiegen. Gerade im August/September werden viele Igel geboren; die müssen zum Erreichen ihrer 500 Gramm also tüchtig reinhauen.

„Zufüttern durch uns Menschen kann sinnvoll sein; hierfür bietet man am besten Katzennassfutter in einem flachen Schälchen an (evtl. mit Haferflocken oder verquirltem Ei gemischt)“, rät der TSV. „Niemals Essensreste oder gar Milch anbieten!“ Denn daran kann das Igelchen elendig sterben.

Die Igelmännchen sind übrigens die Frühschläfer in der stacheligen Familie. Sie hauen sich meist schon Anfang Oktober „aufs Ohr“, während die Weibchen noch mit der Kinderaufzucht beschäftigt sind und erst Mitte bis Ende Oktober in den Winterschlaf fallen können. Am spätesten sind Jungigel dran: Sie haben ihr Winterschlaf-Minimalgewicht erst Anfang November erreicht.

Für konkrete Rückfragen und beim Finden verletzter/kranker Igel stehen die Tierschutzvereine und umliegenden Igelstationen zur Verfügung. „Wir wünschen allen Igeln einen gesunden Winterschlaf und ein Wiedersehen 2016!“, grüßen die Tierschützer aus Unna.

Igelchen

Ein verletztes Igelchmännchen – apathisch und appetitlos. Um solche Tiere sollte man sich schnellstens kümmern, sie zu einer Igelstation oder zum Tierschutzverein bringen. Flitzt der stachelige Geselle aber munter durch den Garten (auch tagsüber momentan), so stillt er/sie nur den Winterschlaf-Appetit. Ganz in Ruhe lassen also.

 

 

 

Kommentare (9)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Siehste, die Kerle sind wieder die faulen Vertreter und hauen sich sofort aufs Ohr. Den Frauen bleibt dann erst noch die Arbeit mit den Kindern. =D

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  • Fürst

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    Wir füttern hier einige durch, natürlich mit Katzenfutter, und bevorzugt die erkennbaren Winzlinge. Nicht selten gibt’s besondere Leckereien für diese niedlichen Tiere (spart meine Frau an mir ein; aber ich als „Frühschläfer“ teile gerne).

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Das Igelchen auf dem Bild ist Bertie. Er hat es leider nicht geschafft, sein Beinchen war gebrochen. Aber er durfte beim Tierarzt sanft einschlafen. Deswegen bitte grundsätzlich kein hilfloses Tier – auch wenn offenbar keine Rettung mehr möglich ist – einfach auf der Straße oder sonstwo liegen lassen.

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  • Sina Si via Facebook

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    Ich hab in meiner Straße einen kleinen der Glaube ich mit seiner Mama hier hin gekommen ist … Die Mutter wurde aber leider überfahren und jetzt hab ich das Gefühl das der kleine gar nicht so recht weiß wo er hin soll so mitten in der Stadt ?soll man ihn dann einfach in Ruhe lassen oder irgendwie irgendwo Bescheid geben ?

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