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Mal das absolute Gegenteil von Fahrerflucht!

Fremdes Auto anrempeln und feige nix wie weg – schäbig! Hier einmal ein ruhmreiches Gegenbeispiel!

Eine Fröndenbergerin hatte die Handwerker bei sich zu Hause, ein alt eingesessenes Unternehmen, Schlünder aus Menden. Der Chef kam mit dem großen Lieferwagen angefahren, packte Handwerkszeug, Gesellen und Lehrling aus und begann zügig sein Werk. Die Hauseigentümerin kehrte wenig später von der Arbeit zurück, parkte ihren (winzigen) Kleinwagen mit ca. 50 cm Abstand hinter dem wuchtigen (und sehr hohen!) Transit. Sie trat ein ins Haus, erfreute sich an der gedeihlichen Entwicklung der Badezimmerbaustelle, sodann verabschiedete sich der Chef zur nächsten Baustelle und ließ seine Mitarbeiter weiter  fleißig allein am Badezimmer werkeln.

2 Minuten, nachdem der Chef das Haus verlassen hatte, klingelte es an der Tür. Die Fröndenbergerin öffnete, ihr entgegen grinste verlegen der Handwerkermeister. „Ähem… gehört Ihnen das kleine grüne Auto hinter meinem Lieferwagen…?“ Heißer Schreck durchfuhr die Kleinwagenbesitzerin, sie sah ihren Winzling auf abschüssiger Straße geschrottet und kläglich geplättet vom riesigen Lieferwagen, doch Panik war unbegründet. Der wackere Firmenchef hatte lediglich beim Zurücksetzen das Miniautochen übersehen und ihm mit der Anhängerkupplung einen unsanften Stoß gegen das zarte Nummernschild versetzt. Das war nun dezent verbeult mitsamt der Halterung. Uff, Erleichterung bei der Kleinwagenbesitzerin. „Das wär´ mir erst mal gar nicht aufgefallen.“

Doch den Chef hatte jetzt der Ehrgeiz gepackt. „Ich besorg morgen sofort eine neue Halterung für das Nummernschild!“, versicherte er, und gesagt, getan: Zwei Tage später kreuzte er mit kurzer Vorabanmeldung erneut bei der Kundin in Fröndenberg auf, wuchtete einen Werkzeugkasten auf den Bürgersteig und schraubte ruckzuck eine nagelneue unverbeulte Nummerschildhalterung ans Wägelchen, und die Delle im Nummerschild war mit einem forschen Faustdruck wieder aus der Welt geschafft.

Fester Faustdruck zum Dank und Applaus: So geht das!

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    So verschafft man sich Freunde und einen guten Namen!!! Bravo!

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