Rundblick-Unna » Lkw kracht in A2-Stau: „Kurz nicht aufgepasst…“ – Verdacht auf extreme Übermüdung – Senior im Golf schwer verletzt

Lkw kracht in A2-Stau: „Kurz nicht aufgepasst…“ – Verdacht auf extreme Übermüdung – Senior im Golf schwer verletzt

„Kurz nicht aufgepasst“ hatte der Lkw-Fahrer – und schon schepperte es. Zu all dem Verkehrschaos rund um Unna (Baustelle Kamen-Karree, Baustelle Wilhelmshöhe) gesellte sich heute pünktlich im morgendlichen Berufsverkehr auch noch ein Unfall auf der A2.

Ein Laster krachte gegen 07.30 Uhr bei Dortmund in Fahrtrichtung Hannover auf ein Stauende und schob drei weitere Pkw aufeinander. Ein 78 jähriger Senior liegt jetzt im Krankenhaus, ein weiterer Pkw-Fahrer wurde verletzt, der Sachschaden ist happig – 61 000 Euro. Möglicherweise folgenreich für den Fahrer: Es besteht der Verdacht, dass er in den 24 Stunden vor dem Crash lediglich drei Stunden Rast eingelegt hatte…

Nach ersten Ermittlungen standen ein Mercedesfahrer (31, Dorsten), ein Golffahrer (78, Castrop-Rauxel) und ein Sattelzug (gefahren von einem 48-Jährigen Tschechen) hintereinander an einem Stauende. Es näherte sich ein Lastzug – ein 51-Jähriger aus Mühldorf saß am Steuer. Dieser, so sagte er nach dem Unfall aus, nahm den Stau zwar wahr, passte jedoch „kurz nicht auf“. Und prompt krachte er trotz Vollbremsung in den Stau und schob Golf, Mercedes und Sattelzug aufeinander.

Der 78-Jährige im Golf musste daraufhin sofort mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, der Fahrer des Mercedes verletzte sich glücklicherweise nur leicht. Der Fahrer des Sattelzuges und des Lastzuges blieben unverletzt.

Pikant für den Fahrer des Lastzuges: Der Mercedesfahrer entdeckte im Grünbereich neben der Unfallstelle ein „Diagrammscheibe“. Diese ist nach ersten Ermittlungen dem 51-Jährigen zuzuordnen. Diese Scheibe war auf den 19. Oktober datiert. Nach erster Auswertung dieser sowie der im Kontrollgerät des Lkw eingelegten Scheibe besteht der Verdacht, dass der Unfallfahrer in den vergangenen 24 Stunden (bis zum Unfallzeitpunkt) lediglich ein Lenkzeitunterbrechung von circa dreieinhalb Stunden hatte.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf circa 61000 Euro. Während der Unfallmaßnahmen entstanden zeitweise erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen.

Kommentare (5)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Wenn es stimmt, sollten sowohl er selbst wie auch sein Arbeitgeber gehörig gestraft werden.

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  • Herta Heinert via Facebook

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    Das ist der Albtraum eines jeden Autofahrers an einem Stauende zu stehen. Übermüdung die heufigste Ursache aller Unfälle, bestraft werden müssen bzw. sollten einzig und allein die Spediteure,sie schicken ihre Fahrer mit schlecht ausgerüstet e

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  • Herta Heinert via Facebook

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    Sorry mit schlecht ausgerüsteten Fahrzeugen und unter extremen Zeitdruck auf die Reise und nehmen das Unfallrisiko ihrer und anderer Verkehrsteilnehmer billigend in kauf

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