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Leitstelle in hoher Alarmbereitschaft: Vorsicht mit Krachern und Böllern!

Silvester herrscht in der Leitstelle des Kreises wieder erhöhte Alarmbereitschaft, denn auch in diesem Jahr werden Feuerwerkskörper für viele Millionen Euro in den Himmel geschossen. Erfahrungsgemäß ereignen sich bei unsachgemäßem Umgang viele zum Teil folgenschwere Unfälle.

„Beim Umgang mit Feuerwerkskörpern ist allergrößte Vorsicht geboten“, warnt Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann. Verbrennungen und Verletzungen bis hin zum Verlust von Gliedmaßen, Blindheit, aber auch Zimmer- und Hausbrände sind die regelmäßige Bilanz, die Feuerwehren und Rettungssanitäter nach der Silvesternacht ziehen müssen. Auch wenn die Feuerwerkskörper die erforderliche Sicherheit aufweisen, verführen sie jedoch häufig zu manchmal schon sträflichem Leichtsinn.

Kreisjugendfeuerwehr 50 Jahre (9)

Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann (re.) mahnt zu umsichtigem Umgang mit Böllern und Raketen.

Oft spielt zu viel Alkohol eine Rolle: Da werden schwere Böller in der Hand gehalten oder als „Scherz“ dem Nachbarn vor die Füße geworfen. Manche treiben es gar auf die Spitze und zünden schwere Kracher im Haus oder auf dem Balkon. „Von der Brandgefahr ganz abgesehen, kann es hier zu schweren Schocks oder Verletzungen kommen“, warnt der Kreisbrandmeister.

Ein weiteres Problem: Trotz des absoluten Verkaufsverbotes schaffen es Kinder immer wieder, an das gefährliche „Spielzeug“ zu gelangen. Dies gilt auch für den Neujahrsmorgen, wenn sie nicht gezündete Blindgänger aufsammeln und damit herumspielen. Häufig werden aus den Resten auch neue Knaller gebastelt. Dabei ist die Explosionsgefahr dann besonders groß. Deshalb sollten versagende Feuerwerkskörper sofort mit Wasser unschädlich gemacht werden. „Auch sollten Eltern ihren Kindern deutlich machen, welche Gefahren mit Knallern, Krachern und Raketen verbunden sind“, rät Ulrich Peukmann.

Auch die Stadt Unna mahnt zum umsichtigen Umgang mit Feuerwerk:

– Feuerwerkskörper der Kategorie II (u.a. Böller und Raketen) dürfen nur von über 18 Jährigen gekauft und nur von diesen ausschließlich vom 31. Dezember bis zum 01. Januar abgebrannt werden.

– Feuerwerkskörper der Kategorie I gehören auch nicht in Kinderhände – Abgabe erst an Personen ab 12 Jahren. Sie sollten bis zur Verwendung an einem sicheren und für Kinder nicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden.

– Unbedingt auf das Zulassungszeichen CE achten sowie auf eine Zulassungsnummer der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) – z. B. BAM-F2-0001 oder 0589-F2-0001. Die Verwendung von nicht zugelassener Billigware ist gefährlich. Auch vor Experimenten mit selbstgebastelten Feuerwerkskörpern wird dringend gewarnt.

Dringlicher Appell der Stadt schließlich: „Nehmen Sie Rücksicht darauf, dass es aus Gründen des Lärmschutzes in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen und Reet- und Fachwerkhäusern verboten ist, pyrotechnische Gegenstände abzubrennen.“

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