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Lebensgefährlicher Leichtsinn sorgt für massive Zugverspätungen

Der Koffer war im Zug – die Türen schlossen sich – also sprang der junge Mann kurzerhand auf die Außenkupplung des anfahrenden Zugs und fuhr mit. Lebensgefährlicher Leichtsinn gestern am späten Abend im Hauptbahnhof Hamm.

Ein 20-Jähriger sorgte für erhebliche Verspätungen im Reiseverkehr, da er sich beim Ausfahren eines Reisezugs auf die rückwärtigen Kupplung der Eurobahn stellte und mitfuhr.

Die Eurobahn startete um 23:05 Uhr in Richtung Dortmund. Während sie aus dem Bahnhof rollte, erblickte plötzlich ein Lokführer im Nachbargleis zu seinem Schrecken eine Person auf der rückwärtigen Kupplung, die von außen mitfuhr. Sofort setzte der Triebfahrzeugführer ein Nothalteauftrag ab, worauf sein Kollege in der betroffenen Eurobahn eine Schnellbremsung einleitete und ca. 150 Meter hinter dem Bahnsteig zum Halten kam.

Der Zugführer konnte den jungen Mann von der Kupplung in den Zug holen und alarmierte die Bundespolizei.

Die Beamten stellten dann eine mögliche Erklärung für das „Surfen“ auf der Kupplung fest: Der Koffer des Mannes befand sich im Zug, die Türen hatten aber offenbar vor seiner Nase geschlossen. Als er das bemerkte, sprang er eben von außen auf die Kupplung. Um „mitzusurfen“.

Derartiges ist natürlich lebensgefährlich und streng verboten. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr gegen den 20-jährigen Syrer aus Witten ein. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen verblieb der Mann auf freiem Fuß.

Durch den Zwischenfall verspäteten sich zehn Züge um insgesamt 171 Minuten.

Kommentare (2)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Lebensgefährlicher Wahnsinn.

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  • Jama To via Facebook

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    Und was war Heute Mittag! Da fuhr Zug Hamm – Aachen nicht die übliche Strecke sondern Hamm über Lünen – Dortmund und weiter nach Aachen! Es gab keine Meldungen über diese Umweg! Mindestens keine die letzten fünf Minuten vor Beginn der Fahrt! Auch nicht auf die Elektronische Tafel!!! Das Fahrt Hamm – Kamen – Heeren dauerte ca vier Stunden!

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