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Lautstarke Nach(t)feier auf Massener Straße – eingeschmissene Scheibe inklusive

Die eingeschmissene Fensterscheibe gab´s für den „Körbchen“-Inhaber noch inklusive oben drauf. Gegen 3 Uhr heute früh schepperte es auf der Massener Straße. Eine ausgelassene Abi-Party im Sudhaus verlagerte sich mit allerlei unschönen Begleiterscheinungen in die obere Fußgängerzone.
„Es war extrem laut“, schildert Dennis Bernhöft, Inhaber des Geschenkelädchens „Körbchen“, der sich heute Morgen mit Hilfe eines Glasers erst mal um die hässlichen Begleiterscheinungen der nächtlichen „Party“ kümmern musste. Schaufenster zerdeppert.

Körbchen Scheibe eingeschlagen 1

Nicht das erste Mal auf der Geschäftsmeile zwischen Altem Markt und Lindenbrauerei: Sowohl Intersport Leiendecker wie auch das Kaufhaus Schnückel mussten unlängst für viel Geld eingeschlagene Scheiben ersetzen (wir berichteten).

Bis zum Vormittag hatte der Körbchen-Betreiber noch nicht den vollen Überblick, ob zusätzlich zum Vandalismus auch noch etwas gestohlen wurde – zwei Designertassen fehlten. „Aber ich muss sagen – so eine Sch….se (sorry), wie ich heute Morgen gesehen habe, kann man nicht beschreiben“, macht der Geschäftsmann seinen Gefühlen Luft. „Es war extrem laut durch Geschreie bis nach 5 Uhr. Viele Gruppen – Alter würde sagen 16 bis 18 – zogen über die Straße, besoffen ohne Ende. Teilweise mussten Kumpels geschultert werden und wurden dabei mit Döner gefüttert.“
Dennis Bernhöft selbst legte sich gegen 4 Uhr mit einem Jugendlichen an, nachdem dieser ihn „besoffen extrem doof angemacht“ hatte und ankündigte, so: Er komme jetzt in den Laden, um etwas zu kaufen. „Ich habe ihn 10 Minuten nachher noch bis runter in die Bahnhofstraße gehört“, schildert der Ladenbetreiber den Fortgang dieser lautstarken Nacht.

Körbchen dreckiger Lindenplatz
Körbchchen dunkle Massener Str

Der Glaser, der sich noch im Morgengrauen den angerichteten Schaden besah, bestätigte den Eindruck lautstarken Trubels am Sudhaus und auf dem Lindenplatz. Gruppenweise angeheiterte junge Leute zogen in Richtung Friedrich-Ebert-Straße hinunter – „… beim Aufräumen meinte dann einer noch, fünf Meter neben uns an die offentliche Mülltone pinkeln zu müssen…“
Polizeistreifen, die zwischen 3 und 5.30 früh in der Fußgängerzone Kontrollen gefahren hätten, hat der vandalismusgeschädigte Geschäftsmann im Übrigen nicht gesichtet. „Außer Sachschaden und viel Ärger mal wieder nix.“ Von der abrupt abgekürzten Nacht einmal abgesehen.

Vandalismus Schaufenster kaputt Massener Str

Mit Vandalismus – eingeschlagenen Schaufenstern, umgeworfener Deko etc. – haben Geschäftsinhaber in der Unnaer Fußgängerzone (hier auf der Massener Straße) immer wieder zu kämpfen.

Vandalismus Schaufenster kaputt Schnückel

Kommentare (35)

  • Doro Thea via Facebook

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    Die Polizeibehörde ist einfach unterbesetzt, um Streife in der Fußgöngerzone zu fahren, Ringrennen effektiv und spontan zu unterbinden. Die Politik spart am falschen Ende. Leider.

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  • Edmont Dantés via Facebook

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    Ausweiskontrolle? Eingesetzte Sicherheitsdienste? (Ja,auch das Umfeld einer Veranstaltung gehört zu euren Aufgaben,nicht nur das Abgreifen frischer Mädels an der Tür)
    …..aber Klischees wollen ja auch erfüllt werden.

    Top??

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  • Jimmy van Berghen

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    Leider nicht das erste mal!

    Das Sudhaus ist ja mittlerweile in Unna bekannt dafür das die „Jugendparties“ meist ein sehr unschönes Ende nehmen! Zu Lasten der Anwohner und Geschäftsinhaber…

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  • Susanne T.

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    Das ist jetzt nicht sehr verwunderlich. Der Betreiber des Sudhauses bewirbt seine Parties im Sudhaus mit extrem günstigem Alkohol und dem Angebot der mittlerweile als gesundheitsschädlich entlarvten
    Wasserpfeife. Sein Angebot ist auf Jugendliche ausgerichtet. Man dürfte sich nicht wundern, wenn nach solchen „Gelagen“ marodierende Gruppen durch die Stadt ziehen. Partyschef im Sudhaus ist Herr Meinolf Schmidt, dessen Auto bereits mehrmals das Ziel von Vandalen war. Danach hat er für diese Taten (auch in diesem Forum) vorschnell bestimmte Volksgruppen verdächtigt. Könnte es sein, dass seine eigene Kundschaft sein Auto demoliert hat? Wann reagiert das Jugendamt auf diese Sudhaus-Veranstaltungen? Meinen Kindern habe ich derartige „Feiern“ schon lange untersagt.

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    • Andreas Hoppmann via Facebook

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      Klasse mit Steinen im Glashaus geworfen. Wo sollen die Kids denn noch hin?? Wieder auf den Neumarkt? Seid lieber froh, dass sich überhaupt noch jemand um die Jugend kümmert.

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      • Dennis Bernhöft

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        kümmern ist das Problem. Das war gestern ein DESASTER! Ich habe da kaum 18 Jährige gesehen. Alle Pulle in der Hand. Einige wussten nicht mal mehr was die da machen. Von 5 Gruppen die da vorbei gehen sind mind. 3 die nur am Schreien waren und unkontrolliert gelaufen sind. Ich wohne in der Stadt und sehe den Mist jedes Wochenende. Besaufen und und Frust an den Fassaden ablassen dazu Wände und Haustüren anpinkeln . Da stimmt was nicht und mit kümmern hat das nichts zu tun

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    • Patric Wille via Facebook

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      Die Getränkepreise sind durchschnittlich und außerdem sollte man froh sein, wenn man als Gast noch irgendwo günstig etwas trinken kann. Die Wasserpfeife ist seit diesem Jahr im Sudhaus nicht mehr erhältlich. Nebenbei kann man in diversen „Shisha-Bars“ ebenfalls Wasserpfeifen rauchen. Ihre Argumente sind somit absolut unschlüssig. Das Sudhaus ist ein ganz normaler Club, kein Gelage und kein Abfüllschuppen. Wie viel man trinkt, ist jedem selbst überlassen. Die Jugendlichen mit Gewaltpotential gibt es auch ohne Veranstaltung im Sudhaus. Und betrinken werden sie sich sowieso irgendwo. Ganz davon ab gesehen, dass dieser Artikel die Schuld auf das Sudhaus wirft, ohne dass die Täter ermittelt wurden und fest steht, dass sie Besucher des Sudhauses waren. Die Fußgängerzone ist nachts immer gut besucht, nicht nur bei Veranstaltungen im Sudhaus.

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  • Herbert K.

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    Meinolf Schmidt? Ist der nicht sogar Mitglied im Stadtrat und Jugendausschuss?

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  • Jörg

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    Doro Thea. Man kann nicht immer alles auf die Polizei abladen. Solche teilweise sogar von namhaften Firmen und Institutionen (z.B. Sparkasse) gesponserten Jugendfeten darf es einfach in dieser Form nicht geben.

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    • Doro Thea via Facebook

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      Vielleicht könnte der Betreiber sich Gedanken dazu machen, ob er Möglichkeiten hat, steuernd einzugreifen, um Ruhestörungen und Vandalismus einzudämmen. Verhindern wird man das kaum können. Grundsätzlich finde ich es auch gut, dass die Jugend feiern kann.

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  • BeZet

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    Als Anwohner der Massener Straße bedanke ich mich für mal wieder eine schlaflose Nacht! Niemand hat etwas gegen Feiern, aber auf lautes Gegröhle und Vandalismus kann ich gut und gerne Verzichten. Und das nach mehrfach eingeschlagenen Scheiben keine Polizeipräsenz zu verzeichnen ist, ist eine Zumutung. Sowohl für Anwohner als auch für Geschäftsinhaber.

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    • Franke

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      Ich sehe da klar den Betreiber in der Pflicht. Welche Auflagen mussten mit Hinblick auf die Anwohner das Beo und Kochtokrax erfüllen?! Und hier geht es ja weiter … Hier kommt ja auch Sachbeschädigung ins Spiel.

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      • Edmont Dantés via Facebook

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        Moment,der Besitzer vom Sudhaus hatte doch auch mal mit dem Thema Kochtokrax zu tun oder? Die Scherereien mit den Nachbarn gingen doch damals auch durch die Medien?

        Kurios……

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  • Petra Tomm via Facebook

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  • Heike B.

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    Genau Andreas Hoppmann! Kümmern? Kümmern, dass immer genug Alkohol am Start ist, damit die Kids auch gut abgefüllt sind. Guckt Euch doch die Werbung vom Sudhaus mal an. Die ist doch auf Abfüllen ausgerichtet. Meine Tochter ist neulich völlig betrunken von solch einer „Party“ nach Hause gekommen. Was hat das mit kümmern zu tun. Ich will mir gar nicht vorstellen, was da sonst noch alles passiert.

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  • Jürgen H.

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    Ich möchte mich nun auch zu Wort melden!

    Diese hier geführte Diskussion ist einfach nur abartig!!
    Das sudhaus in dieser Art und weise runter zu ziehen ist ein Witz. Die Party gestern war keine abiparty sondern eine vofi. Das heißt eine Stufe macht eine ÖFFENTLICHE Feier wo jeder kommen kann und finanziert mit den Einnahmen ihren Abiball. Heißt also dass man nicht hauptsächlich Abiturienten dort sind.

    Dann finde ich ein Frechheit zu behaupten das sudhaus würde nur mit billigem Alkohol locken. Wer schon einmal da war weiß dass das sudhaus nicht zum unteren preissegment gehört. Dass es sogenannte specials gibt wie „Tequila für nen Euro“ ist in der heutigen Zeit völlig normal ? Wo leben Sie bitte ? Auch dass Sie Ihren Kindern solch „schlimme“ feiern verbieten ? Die Party gestern war nach meinen Kenntnissen ausverkauft. So schließt man seine eigenen Kinder aus !

    Es obliegt den Eltern wann sie ihre Kinder wo hinlassen! Und wenn ich mein Kind abends ausgehen lasse und es mir völlig egal ist wann es zuhause ist oder wo es schläft dann ist es nicht die Aufgabe der Gastronomen dafür zu sorgen dass sich jemand kümmert. Solange die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden und Alkohol nur an die dafür vorgesehen Altersgruppen ausschenkt (ich bin mir sicher darauf wird geachtet) haben die Eltern die Verantwortung.

    Ich hole mein Kind immer ab, egal um welche Zeit ! Und ich lasse es auch gerne ins sudhaus da ich der Meinung bin dass es besser ist dort „gepflegt“ zu feiern als sich auf dem Neumarkt oder bornekampf zu treffen und dort völlig ohne Aufsicht sich einfach zu besaufen!
    Auch gestern Abend habe ich mein Kind abgeholt und die Türsteher machten mir nicht den Eindruck alsdass sie auch das nächste Mädel warten.

    Zum Thema Polizei möchte ich noch sagen dass ich da der allgemeinen Meinung zustimme. Es könnte auf jeden Fall mehr Präsenz gezeigt werden.

    Zu guter letzt sollte sich jeder hinterfragen ob er keine Jugend gehabt hat ? Natürlich geht ein solches Benehmen wie schreien und Sachbeschädigung auf keinen Fall, ist nicht zu entschuldigen und ich möchte das nicht gut heißen. Jedoch sollte bei solchen Partys berücksichtigt werden dass wir alle mal jung waren.

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    • Dennis Bernhöft

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      Es stört wirklich keinen das die Jugend feiert jedoch fällt uns Händlern und
      Anwohnern auf das fast nach jeder Party da oben Sachbeschädigungen sich häufen und das Gebrülle bis 5 Uhr morgens
      nicht zu ertragen ist.
      Die Stadt Unna hat beim public viewing sofort reagiert nachdem auf dem Lindenplatz die Leute wild in den Gassen, an die Autos und Haustüren Uriniert haben und mehr Leute vom Ordnungsamt abgestellt.
      Das vermisse ich bei diesen Events. Es wird schlimmer und nicht besser.
      Pflanzkübel werden umgeworfen. Schaufenster und Eingänge voll mit Mageninhalt und das was so unten raus kommt. Es reicht langsam mal.
      Der Mist kostet mich eine Menge Geld und Nerven und ich habe zu 100 die Schnauze voll und werde auch eine Meldung bei der Stadt machen.

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  • Andreas

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    Oh, jetzt meldet sich die Werbeabteilung des Sudhauses mit Detailkenntnissen zu Wort. Jürgen H., oder vielleicht doch Meinolf Sch.?, sie kennen sich ja genau mit dem aus, was sich da oben abspielt. Abi oder Vofi?! Ist doch egal. Wer hier im Bereich wohnt, sieht wohl, was bei und nach diesen Feiern abgeht.

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    • Charly H.

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      wir waren alle mal Jung, aber was die sich heut zutage rausnehmen …… ohne Worte

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  • Maximilian J.

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    Guten Abend die Damen und Herren,

    die meisten Ihrer Kommentare gegen das Sudhaus, die Polizeipräsenz, sowie Abiturienten oder ähnliche ist fehl am Platz.
    Ich bin selbst Abiturient und war gestern ein Gast im Sudhaus.
    Die Party gestern war keine Party von Abiturienten sondern eine VoFi, zu der sich jeder mit einer Eintrittskarte Zugang verschaffen kann.. – die böswillige Kritik also nur an angehenden Abiturienten zu üben ist eine bodenlose Frechheit!
    Dass das Sudhaus häufig zu Partys lädt, bei denen der Alkohol meist günstig zu haben ist sollte jedem klar sein. Allerdings bewegt sich das Sudhaus meines Erachtens nicht in dem Segment der Locations die Flatratepartys oder Komasaufen zulassen oder bewilligen würde!
    Des Weiteren sollten Sie sich alle einmal fragen, wem man die Schuld für das Fehlverhalten der Jugendlichen geben sollte – mit Sicherheit nicht dem Veranstalter…
    Außerdem zeigte die Polizei vermehrte Präsenz vor dem Sudhaus und fuhr auch Richtung Innenstadt, dass dies zu dem Tatzeitpunkt nicht geschehen ist war ein blöder Zufall.
    Bezüglich der Schreiereien, wenn es Ihnen nicht passt hätten sie die Polizei verständigen können, die dies dann mit Sicherheit in Ihrem Interesse geklärt hätte – dafür sind die da…
    Bezüglich des Kommentares von Andreas ist lediglich zu sagen, dass man sich gründlich informieren sollte bevor man so einen Unsinn verfasst und gleichzeitig auch noch einen Schuldigen für das Geschehene sucht..

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  • Andreas

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    Ich schreibe also Unsinn Maximilian? (Nebenbei: Sie heißen weder Maximilian, noch sind Sie Abiturient.) Bei jeder der von Ihnen so hoch gelobten Parties stehen teilweise dutzende grölender junger Menschen, die teilweise schon mit Alkohol vorgeglüht haben, auf dem Gehweg und auf der Straße. Dabei stören sie die Ruhe der Anwohner. Danach geben sie sich mit den „Specials“ (so nennen Sie den Flatrate Alkohol) den Rest. Die Folgen sind bekannt. Wenn die Stadt eine Feier ausrichtet, sorgt sie als Veranstalter auch dafür, dass danach alles im Rahmen verläuft. Genauso endet die Verantwortung eines privaten Veranstalters nicht an der Kneipentür. Der obligatorische Ruf nach der Polizei ist dabei nur Teil der Lösung. Die Ordnungsbehörden sollten vielmehr die Ursachen dieser Auswüchse bekämpfen. Als „Abiturient“ wissen Sie suchen, was ich damit meine.

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  • Maximilian J.

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    Lieber Andreas,
    ich denke nicht dass ich über meine Angaben lügen muss oder das machen sollte. Was Sie dabei denken ist vollkommen Ihnen über lassen.

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  • Maximilian J.

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    Klar dass gegröle und Vandalismus nicht unbedingt zu einer Party dazu gehören sollten, allerdings hat der Veranstalter mit Sicherheit auch etwas anderes zu tun als alle 10 Minuten die Jugendlichen vor der Tür zu ermahnen.
    Außerdem gibt es immer einige Deppen die sich daneben benehmen, dafür kann man aber weder den Veranstalter noch angehende Abiturienten verantwortlich machen.

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  • Andreas

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    Klar „Maximilian“, der Veranstalter kann sich doch nicht um seine Gäste vor der Tür kümmern?! Das soll doch gefälligst die Polizei machen. „Maximilian“ hat anderes zu tun, z.B. Tequila für die Kids im Rahmen der „Specials“nachschenken. Bin gespannt, was die Geschädigten der Randale dazu sagen. Was bei dieser Art zu feiern „gepflegt“ sein soll, müssen Sie noch einmal erklären. Ein unwichtiger kleiner Mann hat kürzlich auf seinem Facebookprofil die Weisheit eines wichtigen Mannes verbreitet: Wer den Weg der Wahrheit geht stolpert nicht! Halte Dich daran „Maximilian“!!

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    • Gerald Schulz

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      Zunächst einmal zur allgemeinen Aufklärung, insbesondere für Andreas: Maximilian ist in der Tat ein Gymnasiast, der in den kommenden Tagen seine Abiturprüfungen ablegen wird: ich hatte das Vergnügen, ihn zu unterrichten (wer zweifelt, möge googlen, daher der o.g. Nachname). Warum Sie, Andreas, da Besseres zu wissen glauben, bzw. was Sie mit Ihren Behauptungen beabsichtigen ist mir zweifelhaft, aber an dieser Stelle sekundär.
      So sehr ich die Wut und Frustration der Geschädigten verstehen kann, so dringlich ist hier doch – brillantes Wortspiel – Nüchternheit geboten: Tatsache ist, dass es in UN nur wenige Möglichkeiten für Jugendlich bis / unter 18 gibt, Abendveranstaltungen zu besuchen. Da macht das Sudhaus in der Tat eine löbliche Ausnahme, die man begrüßen sollte, wenn man es nicht vorzieht, Jugendliche an Bushalte stellen oder eben am Neumarkt zu sehen. Ebenso zweifelsfrei steht fest, dass das Sudhaus eine ordentliche Arbeit an der Tür macht.: wenn sich jemand daneben benimmt, wird er / sie entfernt und erhält ggf. permanentes Hausverbot: dieser Hinweis war wurde mehrmals im Vorfeld der Verantwortung explizit verbreitet. Da abschließend bis zum Beweis des Gegenteils davon auszugehen ist, dass im Sudhaus keine Spirituosen an Minderjährige ausgeschenkt werden, hat der Besitzer der Location bzw. haben die Veranstalter ihre Verantwortung erfüllt.
      Was einzelne Idioten, die ihr Limit nicht kennen, im Umfeld einer Veranstaltung tun, kann unmöglich vom Veranstalter kontrolliert oder reguliert werden: stellen Sie sich vor, Fußballvereine müssten die Schäden in Bus & Bahn etc. begleichen, die sog. „Fans“ regelmäßig veranstalten. Hier ist nicht der Veranstalter in der Pflicht, sondern einerseits die Ordnungsmacht, aber andererseits und m.E. in erster Linie diejenigen, die diese Vandalen (nicht) erzogen haben.
      Alkohol ist für Sachbeschädigung, Ruhestörung etc. ebenso wenig Entschuldigung wie Erklärung: falsche bzw. fehlende Erziehung trifft es da eher.
      Abschließend eine persönliche Ansicht: es ist armselig, von dem Fehlverhalten einzelner (!) Besucher einer öffentlichen (!!) Feier Rückschlüsse auf die Veranstalter (organisierende Schüller sowie den Besitzer des Etablissements) zu ziehen. Mir wurde bei der letzten Festa Italiana nachts die Autoscheibe eingeschlagen. Wer ist Schuld: die Stadt Unna? Die Besucher aus der Partnerstadt Pisa? Die 99,9999% vernünftigen Besucher der Festa?
      Merken Sie selbst, oder?
      MfG;
      GS

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  • Simone Eitzert

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    Ich bin die Betreiberin des Sudhauses. Ich habe lange überlegt ob ich hier Stellung nehmen soll, da man sich hier nicht sicher sein kann, nicht persönlich angegriffen zu werden. Das alleine ist schon sehr traurig.
    Wir bieten definitiv nie Flatrates an. Die Specials sind auf einen Zeitraum begrenzt und der Tequila kostet dann statt 1,50€ nur 1,00€.
    Volljährige Besucher dieser Vofis (oder andere Feiern ab 16) bekommen pinke Bänder. Sie dürfen “ harten“ Alkohol trinken. 16 und 17 jährige mit volljähriger Begleitperson bekommen einen besonderen Stempel. 16 und 17 jährige ohne volljährige Begleitperson müssen ihre Ausweise am Eingang abgeben und bekommen diese um 0.00 Uhr wieder, wenn sie das Sudhaus verlassen.
    Unsere Veranstaltungen sind bei der Polizei, dem Ordnungsamt und Jugendamt gemeldet und abgesprochen. Sie sind über alles informiert. Herr Meinolf Schmidt, mein Geschäftsführer arbeitet eng und gut mit dem Jugendamt zusammen. An diesem besagten Abend gab es im Sudhaus keine Zwischenfälle, es musste nicht die Polizei gerufen werden.
    Was außerhalb unseres Hauses passierte tut uns natürlich leid.

    Ich werde mich nicht nochmal hier äußern, persönlich bin ich/ wir gerne bereit, ein Gespräch zu führen.
    Wir handeln streng nach den Vorgaben der Stadt Unna und haben keinerlei Sonderrechte. Wir dürfen zwei öffentlichen Veranstaltungen dieser Art machen.
    Ich wünsche einen schönen Sonntag. Simone Eitzert

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  • Dennis Bernhöft

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    Man kann es auch anders machen. Oft sind es Gruppen die weg gehen von einer Veranstaltung. Oft sind da 1-2 die voll durch drehen. Wenn wenigsten die restlichen etwas A… in der Hose haben würden die wenigstens sich mal melden wer es war. So ein Umgang mit solchen Menschen kann nicht gut sein. Nur mal Hirn einschalten. Oft sehen es einige aber keiner sagt was. Leider wird gerne weg gesehen. Ich sehe es oft wenn jemand mal vom Fahrrad fällt und sich böse auf die Nase legt. Viele gehen weiter. Ich hatte vor 3 Wochen ein Autounfall und da sind auch alle die es gesehen haben (Fahrer und Fußgänger) weiter gegangen. Das soll nur ein Beispiel sein. Wenn also die Jugendlichen gerne weiter feiern wollen kann man auch mal die Augen auf machen und solche Sachen melden.

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