Rundblick-Unna » „Lasst mir einen Platz frei.“ Zum Jahresgedenken an Michael Hoffmann

„Lasst mir einen Platz frei.“ Zum Jahresgedenken an Michael Hoffmann

Heute vor einem Jahr starb Michael Hoffmann.

Zur Erinnerung ein Rückblick auf die Trauerfeier vom 4. November, in der vieles zur Sprache kam, was Michael Hoffmann ausmachte.


„Er ist „nur mal kurz was regeln“… der liebevolle Zusatz seiner Familie in der Traueranzeige fasste so treffend mit so wenigen Worten zusammen, was Michael Hoffmanns Leben ausmachte. Immerzu trieb es ihn. Immerwährend war er beschäftigt damit, gerade mal „was zu regeln“. Eine wichtige politische Entscheidung für seine Stadt einzustielen oder rasch, jetzt und ohne Zeitverzug, jemandem beizuspringen, der gerade hier und jetzt seine Hilfe benötigte.

Jetzt müssen es die anderen regeln.

Das Gartenbild.

Das Gartenbild.

Michael Hoffmann war ein Mensch, der vor Lebenslust und Lebensfreude stets zu platzen schien und eigentlich immer lachte. Seine Freunde, vor allen anderen aber seine Frau Petra und die Kinder Hendrik, Tim und Sandra, gingen dem Familienmenschen über alles. Schon seine Kindheit verbrachte Michael in Unna. Und schon früh zeigte sich seine kommunikative Leidenschaft: Sein Lieblingsspielzeug war sein Holztelefon.

Michael Hoffmann (3)

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Wo immer seine Hilfe benötigt war, war er zur Stelle. Fürsorglich, fast immer fröhlich und lebenslustig. Liberalität prägte seine Erziehung – so fragte er seine Kinder, wie sie ihre Zimmer eingerichtet haben wollten.

Wie er  munter durch seine Stadt radelte und immerzu nach rechts und links grüßte, weil er eben so unglaublich viele Menschen kannte und weil unglaublich viele Menschen ihn mochten, so authentisch und lebendig behält ihn Unna in Erinnerung.

Michael Hoffmann (1)

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Ein Mensch, der leidenschaftlicher Gärtner war und in seinem Gewächshaus Zitrusfrüchte zog, ein leidenschaftlicher Koch und Genießer der mediterranen Lebensweise. Er hinterlässt eine große Lücke. Seine Bitte wäre vielleicht diese: „Haltet die Erinnerungen wach. Lasst mir einen Platz frei.“ Niemand wird gefragt, wann es Zeit ist zu gehen. Und Kommunalpolitiker war Michael Hoffmann mit jeder Faser, durch und durch, manchmal die einschlägigen Vorschriften etwas sehr gedehnt auslegend, immerzu ging er „eben kurz mal was regeln“ und häufig eben durch die Wand statt durch die Tür. Und er er ging manchmal über Brücken, die außer ihm keiner sah.

Michael Hoffmann Oktoberfest (1)

Kranz michael Hoffmann

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