Rundblick-Unna » Langsamer Kampf zurück ins Leben – Genesungswünsche freuen Baumsturzopfer Uwe Müller, doch praktisch helfen können sie nicht

Langsamer Kampf zurück ins Leben – Genesungswünsche freuen Baumsturzopfer Uwe Müller, doch praktisch helfen können sie nicht

Baumsturzopfer Uwe Müller, Fahrer der Tafel Unna, kämpft sich weiter ins Leben zurück. Zum Wochenende bekam der 51jährige Familienvater – ein Vierteljahr nach seinem lebensgefährlichen Unfall auf der Friedrich-Ebert-Straße vor dem Café Koch – erstmals eine „offizielle“ Genesungskarte: Die Partei der Unnaer Bündnisgrünen wünscht darauf „Frau Müller“ eine gute Besserung. „Na ja, ein Ansatz war schon mal da“, kommentiert einer unserer Leser, der mit Uwe Müller in enger Verbindung steht, diesen etwas schief gerateten Genesungswunsch. Eventuell sollte „Frau Müller“ die Karte ja auch lediglich an ihren Mann weiterleiten. Angekommen ist sie, der Patient hat sich gefreut.

Dass der 51Jährige langjährige Tafel-Fahrer  wieder arbeiten kann, daran ist nicht zu denken. Bis zur vollständigen Genesung ist es noch ein langer Weg nach diesen schwersten Verletzungen, die Uwe Müller erlitten hat.  Berufsgenossenschaft und Arbeitgeber haben sich zusammengetan, um gegenüber der Stadt die Kosten einzufordern. Das kann erfahrungsgemäß Jahre dauern.

Die Stadt ist für Bäume auf städtischem Grund zuständig und somit auch für die Kastanie verantwortlich, die am 31. März mittags vor dem Café Koch an der Friedrich-Ebert-Straße von Sturm Niklas gekippt wurde und Uwe Müller unter sich begrub, der gerade mit seinem Roller vorbeifuhr. Er kam von einem Arbeitseinsatz für die Tafel. Die Stadt beauftragte einen Gutachter mit der Untersuchung des umgestürzten Baumriesen. Dieser bescheinigte ihr, dass ihr kein Versäumnis vorzuwerfen sei, da sie die Kastanie ebenso wie alle anderen Bäume ordnungsgemäß über die Stadtbetriebe habe kontrollieren lassen. Der Sturz des 100 Jahre alten Baumriesen habe an dem heftigen Sturm gelegen, der an jenem Mittag mit orkanartigen Böen über Unna hinweggefegt war.

Über die vielen herzlichen Genesungswünsche, die unsere Leser auf der Rundblick-Seite und über Facebook vermittelten, hat sich Uwe Müller sehr gefreut. Ein öffentliche Anteilnahme der Stadtverwaltung blieb bis heute aus.

Baumsturzopfer Uwe Müller Tafel

Uwe Müller (re.) vor seinem schweren Unfall am 31. März, nach dem er acht Wochen im künstlichen Koma lag. Als auf Rundblick bekannt wurde, dass es sich bei dem bis dato anonymen Baumsturzopfer um den langjährigen Fahrer der Tafel Unna handelte, löste das eine Woge der Anteilnahme und herzlicher Genesungswünsche aus. Uwe Müller hat sich darüber sehr gefreut.

Kommentare (6)

  • Andrea Zinsenhofer via Facebook

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    Es ist schon ein ziemlich armseliges Verhalten der Stadt. Ich wünsche Herrn Müller alles Gute und eine baldige Genesung

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Offenbar wird Rundblick Unna bei den Verantwortlichen der Stadt nicht gelesen. Anders kann ich es mir nicht vorstellen, daß da immer noch keine offizielle Gebärde an die Adresse des Herrn Müller gegangen ist. Die Männer auf ihren hohen Rössern müssen sich anscheinend zu tief bücken un so etwas zu bewerkstelligen.

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    • Charly H.

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      Da stimme ich Dir zu 100% zu Helmut, gut dass die Sache nun doch öffentlich geworden ist und nicht so unter den Tisch gekehrt werden kann.

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Da kann man sich nurnoch fremdschämen.:-( Ich wünsche Uwe weiterhin viel Kraft !

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  • René Goainal Hillebrecht via Facebook

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    Müller wir stehen gemeinsam mit deinem Königsborn hinter dir.

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  • Mario Schwiderowski

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    Es ist ja auch nichts neues das die Stadt unna die Schuld von sich weißt.
    Denn sonst hätten sie ja zugeben müssen das sie wieder mal ihren Job nicht richtig gemacht haben.Nur dieses Mal Kamm ein Mensch zu schaden.
    In unna ist es ja Gang und gebe das erstmal was passiert bevor was gemacht wird Alles Gute Uwe gute Besserung

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