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Lange Gesichter in Schwerte: Kein Cent fürs Integrationszentrum am Stadtpark

Jede zweite Stadt, die Integrationsfördergeld beantragt hat, bekommt Geld – das bedeutet leider auch, dass jede zweite kein Geld bekommt. So auch Schwerte nicht, und dementsprechende Enttäuschung und Unverständnis herrscht im dortigen Rathaus. 

Am Freitagnachmittag teilte Düsseldorf mit, welche 147 Projekte für das Städtebau-Sonderprogramm zur Integration von Flüchtlingen ausgewählt wurden. Drei sind aus dem Kreis Unna dabei: Während Fröndenberg (437 000 Euro), Kamen (1,5 Mio.) und Lünen (140 000 Euro) jubelten (wir berichteten), gab es in Schwerte allerdings lange Gesichter. „Wir sind nicht auf der Liste“, bedauert der Erste Beigeordneter Hans-Georg Winkler die Entscheidung. Und fügt hinzu: „Offiziell haben wir dazu noch keine Nachricht von der Landesregierung erhalten. Das verwundert mich.“

Geplant war, die Realschule am Stadtpark zum „Integrationszentrum Schwerte“ auszubauen. „Es soll eine zentrale Einrichtung werden, die von allen Stadtteilen aus ohne großen Aufwand erreicht werden kann und in der die zahlreichen Angebote gebündelt werden können“, beschreibt die Stadt ihre Überlegungen. Sie hatte an Kosten rund 1,25 Mio. geschätzt und war von einer 80-prozentigen Förderung durch das Land ausgegangen.

„Ob wir mit der Entscheidung aus Düsseldorf die Pläne ad acta legen können, steht noch nicht fest. Ich habe noch Hoffnung, dass die Maßnahme aus einem anderen Fördertopf bezuschusst werden kann“, so Hans-Georg Winkler und verweist auf eine Bemerkung von Stadtentwicklungsminister Groschek. Er hatte am Freitag gesagt: „Wir werden versuchen, noch einige Maßnahmen ins reguläre Städtebauprogramm aufzunehmen.“

Kommentare (3)

  • petter Uhlenbusch

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    Bestimmt kann Schwerte die entsprechende Summe irgendwo „abknappsen“ Strassenbau, oder Stadtentwicklung, es werden sich Wege finden, da bin ich sehr zuversichtlich. Schliesslich möchte man nicht als „Rassisten-Stadt“ dar stehen, wo doch alle so schön mitmachen…

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Die Stadtverwaltung hofft ersatzweise noch auf Geld aus dem Städtebau-Fördertopf.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Da wird die Flüchtlingskriese genutzt um irgendwelchen Orten finanzielle Mittel zukommen zu lassen. Wer was bekommt, unterliegt der Willkür des Landes. Irgendwann werden diese Mittel jedoch in der Form von Steuererhöhungen u.s.w. wieder zurückgeholt.

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