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Landrat betont zur Flüchtlingsthematik: „Mir ist nicht bange“

„Mir ist nicht bange!“ Das betont Landrat Michael Makiolla in seinem Grußwort zum Jahreswechsel mit Blick auf die Flüchtlingsbewegungen. „Nur wo Vielfalt herrscht, gibt es Raum für Veränderungen und Fortschritt“, schreib der Chef der Kreisverwaltung und erläutert, welche Chancen es 2016 zu nutzen und welche Perspektiven es zu entwickeln gelte. Ihm sei nicht bange vor den Herausforderungen des neuen Jahres.

Das sagt Makiolla in seinem Grußwort zur Flüchtlingsthematik:

„2015 haben sich für unsere Region überraschend neue Perspektiven und Chancen eröffnet. Mit der Flüchtlingsbewegung kommen Menschen, die hier eine neue Heimat finden wollen. Mit der Flüchtlingsbewegung kommen vor allem junge Menschen zu uns, und mit ihnen wächst ein Teil unserer Zukunft heran. Wir müssen nur die Augen aufmachen, verstehen und mehr als bisher konsequent handeln und Wege für die schnelle Integration ebnen.

In unseren Städten und Gemeinden leben derzeit rund 3.700 zugewiesene Flüchtlinge. Das ist etwa ein Prozent unserer Bevölkerung. Ich bin ganz sicher, dass wir die Menschen integrieren können und erinnere an die Flüchtlingswellen nach dem Zweiten Weltkrieg oder an die Aussiedler- und Spätaussiedlerströme insbesondere aus Polen und der Sowjetunion in den 1970er bis 90er Jahren. All dies haben wir erfolgreich organisiert. Wir verfügen also über eine Menge Know-How insbesondere in den kommunalen Verwaltungen.

Sicherlich wird sich Deutschland, wird sich der Kreis Unna wandeln – das ist ja das Typische an der Zukunft. Das Gute dabei: Was sich verändert, das haben wir, die Bürger, die Politiker und alle gesellschaftsrelevanten Gruppen, selbst in der Hand.

Mir ist nicht bange: Denn wir im Kreis Unna können Integration, wir haben mit unserem Kommunalen Integrationszentrum eine fast 30-jährige Erfahrung auf diesem Gebiet. Mein Dank gilt hier den vielen Mitarbeitern in kommunalen Verwaltungen, die viele Dinge regeln, regeln müssen und überhaupt keine Zeit für „Dienst nach Vorschrift“ haben. Mein ganz besonderer Dank gilt außerdem den zahlreichen Hilfsorganisationen, Vereinen, Arbeitsgruppen und Initiativen sowie …. den ungezählten ehrenamtlichen Helfern. Was uns alle gemeinsam trägt, ist ganz einfach: Wir wollen integrieren, nicht ignorieren, isolieren oder gar separieren.

Wir helfen den einen und wir vergessen nicht die anderen, also die Menschen, die hier geboren und groß geworden sind und wegen des Alters, wegen einer Behinderung oder wegen Arbeitslosigkeit die Hilfe der Solidargemeinschaft benötigen.

Wir wissen, dass längst nicht alle Menschen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Das spiegelt sich auch in unserem Kreishaushalt wider: Er wird auch im Jahr 2016 zu rund 60 Prozent von den Sozial-kosten geprägt sein. Dass wir viel Geld ausgeben, belegt, dass bei uns kein Hilfebedürftiger ohne Hilfe bleibt oder gar durch das soziale Netz fällt.

Ich möchte Chancen nutzen und Perspektiven entwickeln. Denn nur wo Vielfalt herrscht, gibt es Raum für Veränderungen und Fortschritt. Ich lade Sie herzlich ein, mit mir gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten.“

 

Kommentare (20)

  • Udo Rödel via Facebook

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    Beim Beamtengehalt wäre mir auch nicht bange.

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  • Hanno

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    Ja, er ist versorgt !!!
    Nur seinen Bürgern wird Angst und Bange, wenn die Rechnung kommt….
    Er machts sich ja leicht, dann presst er mehr steuern aus der arbeitenden Bevölkerung….
    Ich kann dieses krampfhafte tolle „wir schaffen das“ und fühlen uns dabei heilig, nicht mehr hören.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Wir schaffen das!

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  • Suse Hartmann via Facebook

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    Nee, den Politikern ist nicht bange. Die setzen sich alle ab, wenn es hier eskaliert! Ich kann den ganzen Mist nicht mehr hören! ?

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  • Markus Krabe via Facebook

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    „Mir ist nicht bange!“ Sagt Herr Makiolla der hat auch eine Dachgeschoss Wohnung ! Ich hoffe das unseren Polizeibeamten Bundesweit nicht BANGE wird. 1Million Überstunden und in der Weihnachtszeit 1 Toter Polizist R.I.P.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    In den Wohlstandsghettos sind die Asylanten auch noch nicht.

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  • Benno

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    Was hatte man noch in Fröndenberg gesagt: Wir sind nahe dran das zu schaffen und paar Wochen später kommt der Brandbrief ! Das sind keine „Politiker“ mehr , sondern nur noch selbstherrliche Laiendarsteller !!! Einfach nur noch widerlich die Aussagen dieser egoistischen „Volksverterter“ !

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    • Benno

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      Volksvertreter

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  • Wierumer

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    Die Heimatvertriebenen mit dem heutigen Flüchtlingsstrom zu vergleichen hinkt doch wohl sehr. Sie sprachen dieselbe Sprache, waren protestantisch oder katholisch und gehörten unserem Kulturraum an. Für sie gab es nur Flucht oder Tod. Heute kommen neben den Kriegsflüchtlingen (die ebenfalls um ihr Leben fürchten mussten) auch unzählige Wirtschaftsflüchtlinge, so oder so überwiegend Muslime. Da gibt es neben den religiösen ja wohl auch frappante Unterschiede im Wertedenken. Die Integration der bisher zugereisten Muslime hat in den letzten Jahrzehnten nicht geklappt. Ansonsten hätten wir sicher nicht überall Stadtteile die (fast) ausschließlich von „Zugereisten“ bewohnt werden und die sich bewusst abgrenzen (wollen). Sicher wird sich der ein oder andere integrieren, dass das in der breiten Masse funktioniert bezweifele ich aber sehr. Und so wird mir bei der Überforderung der Hilfsdienste und der Exekutive, der abartigen Rechtsprechung zur sozialen Absicherung aller zugereisten EU Bürger und der im Dunstkreis der Flüchtlinge eingereisten Diebesbanden, die uns täglich auch hier im Kreis beehren, schon Angst und Bange.

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    • Hans Meier via Facebook

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      Schon lange nicht mehr soviel völkischen mist gelesen. “ gehörten unserem Kulturraum an“ warum ? weil sie auch hilter zugejubelt haben ? Sie waren Teil des Nazi-Problems und nicht der Lösung.

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      • Wierumer

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        Hans Meier. Da wird ja der Bund der Heimatvertriebenen sich freuen dass sie alle Mitglieder unter generellen Nazi Verdacht stellen. Aber mittlerweile sehen sie ja in fast jedem Kommentar zu der Flüchtlingsproblematik und allgemein gebräuchlichen Formulierungen (Zitat Duden Kulturkreis: Gebiet, in dem bestimmte Wohnformen, Waffen, Geräte, religiöse und soziale Ordnungen charakteristisch sind;: Kulturraum – durch gleiche oder ähnliche Wertvorstellungen, soziale Normen, Sitten und Gebräuche charakterisierter Bereich. Zitat Ende) eine Rechtsorientierung des Kommentierenden. Offensichtlich haben sie da ein ernstes Problem

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        • Hans Meier via Facebook

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          Täter zu Opfern umzudeuten hilft nicht. Mitläufer waren auch Täter ! Bitte hören sie auf Geschicht nach Ihren Wünschen umzudeuten.

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        • Stefanus Maxus via Facebook

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          Mein lieber Herr Meier, ich frage mich, was Leute wie Sie für ein persönliches Problem haben. Im Ernst, hier eine ganze Gruppe von Menschen ihrer Herkunft wegen als Nazis zu beschimpfen, grenzt an den vergleichbaren Blödsinn ihrer Lieblingsgegner von der Rechtsfraktion „…alle Moslems sind Terroristen…“. Und bedenken Sie, wie schnell die Strafttatbestände der Beleidigung und Volksverhetzung erfüllt sind. Also erst nachdenken, dann schreiben!

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    • Stefanus Maxus via Facebook

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      Herr Meier, als ob alle Heimatvertrieben Nazis waren. Auch hier gilt gemäss unserer Rechtsauffassung erst mal die Unschuldsvermutung. Nebenbei, gab es denn in den anderen Landesteilen keine Nazis? Wissen Sie, wo Ihre Vorfahren sich in der Zeit so getummelt und wem zugejubelt haben?

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    • Fürst

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      Wierumer – auf den Punkt gebracht!

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Das muss der sagen, schreibt ihm doch seine Oberste Heeresleitung garantiert so vor…

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  • Hans Meier via Facebook

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    Selbst Weihnachten müssen die Fremdenfeinde und Flüchtlingshasser ihre inkompetenten Kommentare über einen ergießen. Einfach Ekelhaft !!

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Sorry, mir wird Angst u Bange!

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  • Fürst

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  • Fürst

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    „Wer leben will, der kämpfe also, und wer nicht streiten will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht.“

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