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Landesstelle als „Erstaufnahme neuen Typs“ gestartet: Asylbescheid künftig in 2 Wochen statt in 5 Monaten

Mit der heute gestarteten „Erstaufnahme-Einrichtung neuen Typs“ in der Landesstelle Massen (wir berichteten) sollen Asylverfahren deutlich beschleunigt werden. Das Land verspricht sich von der neuartigen Einrichtung, dass binnen 2 Wochen über Asylanträge entschieden ist – bisher dauert es drei bis fünf Monate.

Die bis Ende 2024 wieder als Flüchtlingsunterkunft festgeschriebene Landesstelle ist in Spitzenzeiten für bis zu 800 Menschen vorgesehen. Sie soll vor allem die völlig überlastete Erstaufnahme-Einrichtung in Dortmund-Hacheney entlasten. Als Einrichtung „neuen Typs“ firmiert die Landesstelle, weil hier gleich mehrere Behörden ihre Außenstellen direkt auf dem Gelände haben: Für die medizinische Untersuchung z. B. müssen Neuankömmlinge nicht aufwändig hin- und hergefahren werden wie andernorts. Der Asylantrag wird ebenfalls direkt nach der Ankunft in Unna-Massen vor Ort gestellt.

Zur Erinnerung: Bis 2009 war die Landesstelle bereits Landesstelle – für Aussiedler und Zuwanderer. Hunderttausende Heimatvertriebene, Kriegsheimkehrer und Spätaussiedler fanden hier im Massener Norden nach dem Krieg ihre erste Anlaufstelle. Insofern ist die „Umwidmung“ von Ende 2014 bis Ende 2014 genau genommen eine „Rückwidmung“ zur Flüchtlingsunterkunft.

landesstelle

Kommentare (1)

  • Burkhard

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    Alles gut und richtig, aber die Rückwidmung der Landesstelle hat auch noch eine andere Seite, die immer gern vergessen wird, nämlich uns Anwohner die weder von der Stadt noch vom Land umfassend informiert werden. Ich habe 2012 in der angrenzenden Buderuskolonie ein Haus gekauft, da war die Landesstelle „endgültig“ geschlossen, wenn ich meine Haus heute wieder verkaufen würde, bekäme ich nicht den wirklichen Wert bezahlt, vorausgesetzt es würde sich überhaupt ein Käufer finden.
    Es geht nicht darum die Flüchtlinge zu diskreditieren, sondern um die miserable Informationspoltik von Stadt und Land und auch mal um die ungeschminkte Wahrheit, aber die Stadt hat ja nichts besseres zu tun als auch noch die Grundbesitzabgaben zu erhöhen und den Bürgern damit gleich zweimal in die Tasche zu greifen (Wertverlust der Immobilie und erhöhte Abgaben).
    Damit schafft man aber nicht die nötige Akzeptanz in der betroffenen Bevölkerung.

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