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Landesstelle akut unterbelegt: „Das kann sich täglich wieder ändern“ – Unna bereitet sich auf Stadtzuweisungen vor

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Unna Massen (Landesstelle) ist momentan akut unterbelegt. Das berichtete uns auf Nachfrage Bezirksregierungssprecher Christoph Söbbeler.

Am Donnerstag waren in der Landeseinrichtung an der Buderusstraße 320 Menschen untergebracht; ausgelegt ist sie für bis zu 800, belegt war sie im Herbst und Winter in Spitzenzeiten schon mit 1200 Asylsuchenden. „Wie viele täglich kommen, ist derzeit überhaupt nicht mehr steuerbar“, schildert Söbbeler diesen ständigen Akutzustand.

Als Erstaufnahmeeinrichtung dient die Landesstelle den Neuankömmlingen stets nur kurzzeitig für wenige Tage als Unterkunft, selten einmal bis zu zwei Wochen. Sie werden von hier aus nach ihrer Registrierung sofort weitergeleitet an Unterkünfte in ganz Nordrhein-Westfalen. Schon deswegen schwanken die Belegungszahlen wochen- und auch tagesabhängig sehr, sagt der Regierungssprecher. So kräftige Ausschläge nach oben und nach unten wie jetzt im Moment sind jedoch ungewöhnlich. „Im Oktober und November hatten wir eine ganz extrem angespannte Situation. Es kamen wöchentlich bis zu 16 000 Menschen nach NRW, letzte Woche waren es 5000.“

Die knapp über 300 Asylsuchenden in der Landesstelle sind deshalb nicht mehr als ein „Schlaglicht, eine sehr kurzfristige Momentaufnahme. Wir gehen davon aus, dass sich das sehr schnell wieder ändert“, baut Christoph Söbbeler vor. Schließlich gibt es Gründe dafür, dass das Land die Massener Erstaufnahme zügig auf doppelte Kapazität erweitern will. 1500 Plätze werden nach dem Ausbau zur Verfügung stehen (wir berichteten).

Die im Moment geringen Zuzugszahlen hängen mit der verschärften Asyl- und Grenzpolitik der Staaten entlang der Balkanroute zusammen. Doch das Problem verlagert sich nach Berichten in den letzten Tagen mit zunehmendem Druck an die griechisch-mazedonische Grenze.

Die Stadt Unna war bisher noch von Zuweisungen ausgenommen, da ihr die in Massen untergebrachten Asylsuchenden auf ihr Stadtkontingent angerechnet werden. Die Verwaltung rechnet jedoch wie berichtet damit, dass sich spätestens im Herbst ändert. Dann werden auch in Unna Flüchtlinge und Zuwanderer unterzubringen sein, eine Aufgabe, auf die sich die Stadt zusammen mit der Diakonie vorbereitet. Eine eigene Arbeitsgruppe im Rathaus sondierte schon im Oktober letzten Jahres geeeignete Unterbringungsmöglichkeiten im Stadtgebiet. Mit eingebunden war und ist der Pastoralverbund St. Katharina, der Räumlichkeiten in Pfarrhäusern für die Unterbringung anbietet.

Kommentare (8)

  • petter Uhlenbusch

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    Bleibt nur zu hoffen das sich bis zum Herbst etwas grundlegendes ändert. Selbst unserem Staatsoberhaupt, dem Pastor vor dem Herrn, geht langsam ein Licht auf.

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Keine Sorge, Österreich rechnet in Kürze mit neuntausend pro Tag! Und irgendwann wird dann doch auf die Leute geschossen: Türkei, Griechenland, Mazedonien, Slowenien,…???

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    • wutbürger fürst

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      Ich hab was gelesen von 2 Millionen Zuwanderern in Deutschland 2016 .
      Focus:“Besorgniserregende Umfrage: Jeder Vierte würde auf Flüchtlinge schießen lassen“.
      Was ist daran besorgniserregend, nötigenfalls derart auch unsere Grenzen zu sichern?
      Sonst kann der Russe, der IS ja auch gleich locker reinkommen.

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  • Klara Neumann via Facebook

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    Akut unterbelegt? Sollen wir jetzt alle nervös werden? Das wird sich mit Sicherheit bald wieder ändern :-)

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  • petter Uhlenbusch

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    Eine z.B. marokkanische- oder Sinti- Großfamilie reicht, um ein ganzes, urbanes Wohnviertel in den Untergrund zu reissen, inkl. der Immobilienpreise. Diese Menschen wollen und lassen sich nicht integrieren.

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  • Hans Kammler via Facebook

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    Hab ich nichts gegen wenn es so bleibt. Die wollen sich nicht anpassen, wir wollen sie nicht hier haben.

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