Rundblick-Unna » Land: Turnhallen sollen 2016 als Notunterkünfte ausdienen – Halbe Mio. neue Flüchtlinge in NRW erwartet

Land: Turnhallen sollen 2016 als Notunterkünfte ausdienen – Halbe Mio. neue Flüchtlinge in NRW erwartet

Die Landesregierung rechnet im nächsten Jahr mit einer halben Million neuer Flüchtlinge. Turnhallen sollen als Unterkünfte aber zum „Auslaufmodell“ werden. Das stellte die Bezirksregierung Arnsberg in dieser Woche bei einem Ausblick auf das Jahr 2016 an. Momentan nutze das Land 67 Turnhallen als Flüchtlingsquartiere, im nächsten Jahr sollen statt dessen verstärkt größere Unterkünfte mit 800 bis 1200 Betten hergerichtet werden. Konkret ist an Kasernen und Krankenhäuser gedacht.

In Holzwickede läuft gerade eine Diskussion über eine Nutzung der Emscherkaserne. Die kleinste Gemeinde des Kreises ist mit ihren Aufnahmekapazitäten am Limit, hat einen Hilferuf an die Bezirksregierung gesandt, dass nichts mehr geht – ebenso wie schon Schwerte und Kamen. Bisher kann Arnsberg maximal kurze Atempausen gewähren. Denn die Asylsuchenden strömen weiterhin ins Land.

Derzeit  werden wöchentlich zwischen 12.000 und 16.000 Flüchtlinge in NRW aufgenommen. Mit abnehmender Tendenz rechnet Arnsberg nicht: Im WDR wurde die neue Regierungspräsidentin Diana Ewert (SPD) mit der Prognose zitiert, dass die  Zahl der Neuankömmlinge zum Jahresende hin eher noch zunehmen werde:Die Diskussion über Grenzschließungen sorgt für eine Torschlusspanik.

Zwei Drittel der in NRW registrierten Flüchtlinge bleibt laut Bezirksregierung hier. Die übrigen werden in andere Bundesländer weitergeleitet. Ein kleiner Teil reise freiwillig aus (derzeit ca. 100-150 pro Woche z. B. in die Balkanländer zurück), zu Wochenbeginn seien zudem ca. 90 abgelehnte Asylbewerber zwangsabgeschoben worden.

Massiv hat die  Bezirksregierung ihr Personal für die Flüchtlingsarbeit aufgestockt – übernommen von anderen Behörden: Die Zahl der mit Flüchtlingsthemen befassten Mitarbeiter hat sich binnen zwei Jahren fast  verzwanzigfacht – von 20 auf jetzt 400

Kommentare (30)

  • Sebastian Lucas Swoboda via Facebook

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    Es wird immer schlimmer :(

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  • Adelheid Meiselbach via Facebook

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    Der Anfang vom Ende……… ??

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  • Jama To via Facebook

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    Lach mich schlapp!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Worüber, Jama To? Was ist so lustig?

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    • Jama To via Facebook

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      Erst soviel investieren um alle dahin unter zu bringen! Dan solche Meldungen. ….

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    • Jama To via Facebook

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      Für wie Doof werden wir gehalten?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Den Zusammenhang verstehen wir jetzt nicht. Turnhallen sollen wieder freigegeben und statt dessen größere Unterkünfte bereitgestellt werden, z. B. Kasernen. So ist es angekündigt.

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    • Jama To via Facebook

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      Das Unterbringung ins Kasernen, konnte von Beginn an folgen können! Oder?
      Und einige Sporthallen sind extra für Flüchtlinge neu ausgestattet ,,umgebaut“!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ach so, jetzt wird deine Kritik klar. Ja, das hätte geordneter und strukturierter laufen können, Jama To, das ist offensichtlich.

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    • Jama To via Facebook

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      So ist es! Liebe Rundblick Unna!
      Schade das uns das kleine ,,Fußvolk“ keine um Rat fragt! Oder einfach unsere Rat annimmt!

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    • Andre Sander via Facebook

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      Jama To. Der Umbau der Turnhallen wird ehrenamtlich betrieben und mit Hilfe vom Roten Kreuz und THW und deren Materialien gestemmt. Auch die Versorgung ist ehrenamtlich. Also für den Umbau wurde kein Cent ausgegeben.

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    • Joachim Jürgens via Facebook

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      Ich denke, dass man in bestimmten Situationen nicht immer sofort „richtig“ handelt, oder handeln kann, wenn die Umstände für ALLE Beteiligten sehr neu und äußerst ungewohnt sind.

      Fehler sind im Leben da, um aus ihnen lernen zu können. Man kann in der Zukunft erst einige Dinge anders angehen, wenn die nötige Erfahrung (die eben oft erst aus diesen Fehlern resultieren) vorhanden ist.

      Ich möchte mir eigentlich nicht anmaßen zu urteilen, dennnoch stellt sich mir die Frage nach deinem Engagement, Jama To. Trommeln können viele….

      Schönes WE allen :)

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    • Jama To via Facebook

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      Alte Sagen sagen, dass Zeit ist Geld!
      Und Material, das gab’s um sonst! ???

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    • Jama To via Facebook

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      Engagement von mir ist zu beweisen! Personliche!!!
      Aber das möchte ich nicht Preis geben!
      Jedenfalls noch nicht!
      Aber ich kann Ihnen versichern, meine Engagement kann sich sehen lassen!!!
      Und das sind keine leere Worte!
      Irgendwann stell ich mich vor!!!
      Alles zum richtigen Zeitpunkt!!!

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    • Joachim Jürgens via Facebook

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      Deine Aussagen decken sich nicht wirklich:

      Erst sagst du „Zeit ist Geld“ und im nächsten Post „alles zum richtigen Zeitpunkt“.

      Ich begrüße es, wenn sich Menschen Engagieren, keine Frage. Es gibt jedoch zu viele „Schwätzer“, die es ausschließlich auch dabei belassen. Ich freue mich, wenn dein Engergemant Früchte trägt und wünsche dir viel Erfolg bei deinen Dingen. :)

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    • Andre Sander via Facebook

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      Jama To, die Materialien stehen den Gruppen bereits zur Verfügung und das schon vor den Flüchtlingen. Diese Gruppen helfen auch bei Katastrophen. ?

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  • Zwen Arn via Facebook

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    Also ganz klar, Turnhallen taugen absolut nicht dazu Menschen für solche Zeiträume unterzubringen. Da gibt es nix zu diskutieren und es ist zu begrüßen, dass sich da etwas bewegt. Ob alte Kasernen oder Krankenhäuser da hilfreich sind? Auch das werden Provisorien sein. Vor dem Hintergrund Integration sehe ich die Ghettos bereits, die wir doch eigentlich vermeiden wollten. Wer sich die Zahlen anschaut muss auch mit ganz viel Idealismus Zweifel am „wir schaffen das“ bekommen. Wird es in den Kasernen und Krankenhäusern dann auch Schulen geben. Wird es auch religiöse Stätten geben, die von geistlichen betreut werden bei denen wir uns ihrer freiheitlich demokratischen Grundeinstellung sicher sein können? Wird es Sozialarbeiter in ausreichender Zahl geben, die professionelle Hilfe bei der Eingliederung leisten, Lehrwerkstätten (vielleicht in Kooperation mit dem Handwerk u der Wirtschaft), um die Menschen schnell in unseren Arbeitsmarkt zu bringen? Ich sehe das nicht. All das wäre aber erforderlich, damit „wir das schaffen“. Auch wenn viele jetzt unken, warum man das tun sollte. Man muss es, um eine Chance auf ein Gelingen zu haben. Realistisch befürchte ich wir steuern auf französische Verhältnisse zu. Ich kann die Realitätsverweigerung in der Regierung und Teilen der Gesellschaft nicht mehr nachvollziehen.

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    • Cora

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      Zwen Arn
      alle deine fragen im text beantworte ich mit 100 punkte NEIN

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  • Petter Uhlenbusch

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    Wo will man die Menschen denn unterbringen? Wenn man die (Groß) Familien mit ihren muslimischen Wurzeln in die „normalen“ Wohnviertel, bzw. Mehrfamilienhäuser verbringt, haben wir die sozialen Brennpunkte bald überall im Lande. Dann gibt es nicht nur einen „Dortmunder Norden“.

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    • Wutbürger Fürst

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      Die Brennpunkte werden entstehen, ganz sicher. Die „Großfamilien“ werden Territorien aufteilen. Erfahrungsgemäß sehr zu unserem Leidwesen, aber auch zum mir bekannten Leidwesen integrierter und integrationswilliger Ausländer, denen das, wie uns, zuviel wird.

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  • Hans Voss

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    Mich stört an der Diskussion um die Flüchtlinge die Penetranz, mit der man eine Integration dieser Menschen in Deutschland fordert.
    Das Gewähren von Asyl ist keine Einladung sein ganzes Leben hier zu verbringen – wie es ja von Grünen, SPD und Co suggeriert wird – , sondern ein Schutz auf Zeit, bis die Fluchtgründe nichtig sind. Dann wird jede Hand in der Heimat zum Wiederaufbau gebraucht. Selbstverständlich und gerne auch mit deutscher Hilfe.

    Darüberhinaus:
    Die Probleme bei der Unterbringung hängen meines Erachtens mit den eigenen, vielfach überzogenen Ansprüchen zusammen. Wenn wir davon sprechen, dass die Türkei 2,5 und Jordanien etwa 1,2 Millionen Syrer aufgenommen hat (beides Nachbarstaaten von Syrien und somit auch in Übereinkunft mit der Genfer Flüchtlingskonvention – obschon die Türkei den Flüchtlingen im Land diesen rechtlichen Statur verweigert), muss man auch über die dortigen Standarts reden, die zudem nur im geringsten Teil von den Ländern selbst finanziert werden. Der Großteil der Kosten wird vom Hilfswerk der UN getragen und damit von der Weltgemeinschaft.
    Mit türkischen Standards wäre auch in der Bundesrepublik die Aufnahme von 10 Millionen Menschen kein Problem. Wohl aber, wenn sie mit den Errungenschaften des deutschen Sozialstaates abgeschmeckt werden soll. Nach dem Motto (und mittlerweile auch EU-Richterspruch) „HartzIV sei ein Teil der Menschenwürde“.

    In diesem Zusammenhang denke ich immer wieder gern an meinen Deutsch-LK am EBG und das Schiller-Wort zur Würde des Menschen zurück:
    „Würde des Menschen. Nichts mehr davon, ich bitt euch. Zu essen gebt ihm, zu wohnen. Habt ihr die Blöße bedeckt, gibt sich die Würde von selbst.“

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    • Zwen Arn via Facebook

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      Einige werden sicher wieder in ihre Heimatstaaten zurück kehren, aber auch das wird sicher einige Jahre dauern. Andere werden deutlich länger bleiben. Schauen wir uns die Realität im Bereich Asyl insbesondere in NRW an, so leben viele seit Jahren hier. Insofern ist die Forderung nach Integration nur vernünftig. Letztlich tun wir uns selbst einen Gefallen wenn wir dieses Ziel anpeilen, grade um die Leute hier in Lohn und Brot zu bekommen und so den Sozialstaat zu entlasten. Auf der anderen Seite muss da aber auch eine konsequente Anwendung des Asylrechts stehen und bei nicht Anspruch abgeschoben werden. Wir stecken in diesem Dilemma, weil hier über das Asylrecht schon seit einiger Zeit schlechte Einwanderungspolitik gemacht wird. Den Menschen die kommen, kann man schwerlich einen Vorwurf machen. Was die vernünftige Unterbringung anbelangt sehe ich das anders. Vom Luxus sind wir ja noch weit entfernt und ich gebe zu bedenken, wir schaffen uns soziale Hot Spots mit all ihren erheblichen Problemen. Bei aller Unverständnis über die aktuelle Politik, sollte der Staat mit Weitblick agieren.

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    • Wutbürger Fürst

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      Meine unbedingte Zustimmung bis ins Detail, Hans Voss, unter Betonung des Wortes „…fordert…“.
      Es wird kaum Rückkehrer geben, da m.E. fast alle sich auf das Verbleiben in Deutschland einrichten.
      Einmal das („Wohl-„) Leben in diesem Land erfahren/genossen, will verständlicherweise kaum jemand zurück.
      Kein Problem, ließen sich die, die hierbleiben wollen, integrieren und wären darunter nicht Gefährder, Terror-„Schläfer“, religöse Fanatiker, verstärkt -kriegserfahren- Brutale und Kriminelle.

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  • Cora

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    Hans Voss
    Glauben Sie auch daran was Sie da Schreiben?

    mit dem letztem Absatz kann ich leider nichts anfangen. Bin nicht in Deutschland zur Schule gegabgen.

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  • Sigrid Degner-Schulte via Facebook

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    Wann hört das Grauen auf die deutsche Bevölkerung endlich auf? Wann?

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Das wird noch ganz böse enden.

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  • petter Uhlenbusch

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    An die Merkel wird man sich jedenfalls länger erinnern wie an Altkanzler Kohl. Der hat uns „nur“ den Euro beschert.

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  • Stefan Werner

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    Warum zielen alle Bemühungen auf dauerhafte Integration ab? Wollen also unsere Politiker den Geflüchteten dauerhaft ihre angestammte Heimat vorenthalten, nur damit Merkel weiter als „Komplizin“ mordlüsterner Schurkenregime weiterhin Waffen an die Kriegsparteien verhökern kann? Damit diese „Mutti“ mit dem kalten Herzen hierzulande weiterhin ihre zynische Lohndrückerei betreiben kann?

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Kommentar von Angie Hinkelbein gelöscht. Grund: diffamierende Beleidigungen. D. Red.

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  • Artusa Artusa Artur Jedammer via Facebook

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    Kommendes Jahr kommen wieder zwei Millionen. Wo steckt man sie rein? Ins Flugzeug verbietet Merkel. Die hat schon als Kind vom rechnen ne sechs…

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