Rundblick-Unna » „Kurieren am Symptom – steuerfinanzierte Scheinlösungen“: JU kritisiert Makiollas Vorstoß gegen Langzeitarbeitslosigkeit

„Kurieren am Symptom – steuerfinanzierte Scheinlösungen“: JU kritisiert Makiollas Vorstoß gegen Langzeitarbeitslosigkeit

… und noch eine (öffentlichkeitswirksame) Scheinlösung gegen Langzeitarbeitslosigkeit? Die Junge Union (JU) Kreis Unna wirft Landrat Michael Makiolla vor, am Symptom herumzudoktern, ohne die Ursachen der Langzeitarbeitslosigkeit anzupacken Anlass für die Kritik ist Makiollas Vorstoß zur Schaffung einerModellregion Ruhrgebiet gegen Langzeitarbeitslosigkeit“. Dieses Programm solle „Chancenlosen Chancen geben“ (Link zum Bericht: http://rundblick-unna.de/chancenlosen-chancen-geben-gezieltes-foerderprogramm-fuer-langzeitarbeitslose/)
„Der Landrat soll sein Amt als Chef-Wirtschaftsförderer des Kreises Unna im öffentlichen Auftritt wie im Verwaltungshandeln auszufüllen“, fordert die JU. Sie listet auf, welche Programme in über 10 Jahren aufgelegt wurden; „Programm 4712“ (2005), „JobStart 400“ (2006), „JobSozial 100“ (2007), „JobStart“ (2007), „JobOffensive 50+“ (2008), „JobPerspektive“ (2008), „Chancen nutzen“ (2009), „Bürgerarbeit“ (2011), „Förderprogramm FAV“ (2012), „Modellprojekt Integrationsorientierung“ (2013) und „JobInitiative!“ (2015)… „All diese sind nur ein Ausschnitt der Programme, Projekte und Initiativen, die in den letzten Jahren im Kreis Unna zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit durchgeführt wurden.“

 Landrat Michael Makiolla

Laut der JU-Kritik habe sich Makiolla „nun öffentlichkeitswirksam aufgemacht, ein weiteres aus Bundesmitteln finanziertes „Modellprojekt Ruhrgebiet“ zu fordern, um den „Chancenlosen“ mit einem „öffentlich geförderten Arbeitsmarkt“ eine Chance zu geben. Abgesehen von den grundsätzlichen Problemen der Schaffung eines dauerhaften, künstlichen zweiten bzw. dritten Arbeitsmarktes, handelt es sich wieder nur um Symptomlinderung und nicht um Bekämpfung der Ursachen – dem Mangel an Arbeitsplätzen.“
„Feinsteuerung und Auflage des x-ten Arbeitsmarktprogrammes ist Aufgabe der Fachleute in Kreisverwaltung und Jobcenter,“ so JU Kreisvorsitzender Stephan Wehmeier. „Wir fordern Landrat Makiolla auf, den eigenen Anspruch – wirtschaftsfreundlicher Kreis in Nordrhein-Westfalen zu werden – endlich ernst zu nehmen. Der Landrat soll sich dabei nicht nur am Ruhrgebiet, wo unter Blinden schon der Einäugige König ist, orientieren, sondern den Blick auf die Erfolgsrezepte seiner Amtskollegen in Münster- und Sauerland wenden.“
Nicht die öffentliche Hand, nur Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, betont der JU-Chef. Makiolla könne nicht immer nur mit steuerfinanzierten Scheinlösungen die Sozialstruktur des Kreises Unna verfestigen. „Der Strukturwandel kann nicht auf Ewigkeit als Entschuldigung für verfehlte Wirtschaftspolitik herhalten!“

Kommentare (1)

  • Jessika

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    Das bei anderen zu kritisieren und selbst Scheinlösungen anzubieten, kennen wir auch von der CDU. Die Kanzlerin ist mit ihrem Erdogan Deal doch das beste Beispiel dafür.

    Also: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen !

    Ach vielleicht ist das auch wieder Wahlkampfgetöse, um auf sich aufmerksam zu machen. Beobachtet man doch wieder bei den Groko Kandidaten verstärkt Besuche bei diversen Institutionen. Da glänzt man monatelang durch Abwesenheit im Wahlkreis und vor anstehenden Wahlen hat man Zeit, rumzureisen, statt in Berlin die Probleme des Landes zu lösen….

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