Rundblick-Unna » Kunst auf Fröndenbergs Rathaus II: Lüpertz-Schüler soll „kostenneutral“ Pinsel schwingen

Kunst auf Fröndenbergs Rathaus II: Lüpertz-Schüler soll „kostenneutral“ Pinsel schwingen

Die langweilige Fassade des Fröndenberger Rathauses II von einem Lüpertz-Schüler künstlerisch verschönert: Dieser Plan sorgte Ende vorigen Jahres für einen Aufschrei in Fröndenberg, vor allem weil noch SPD-Chef Martin Streich höchstselbst in seiner Neujahrsansprache bekräftigte: „Am Geld wird es nicht scheitern.“ Und das kurz vor der geplanten Grundsteuer-Explosion dank gähnend leerer Haushaltskassen.

Nun, die Grundsteuer ist gestiegen und sie wird weiter steigen (das ist beschlossen). Das umstrittene Rathausfassadenkunstwerk soll aber nichtsdestoweniger ebenfalls Gestalt annehmen. Aber „kostenneutral“ für die Stadt(kasse) und somit für den Steuerzahler. So steht es in einer Vorlage für den Kulturausschuss an diesem Donnerstag (siehe auch Bericht der WP online vom heutigen Nachmittag).

Wie berichtet, hatte das Rathaus-Magazin „Ausblick“ in seiner Ausgabe vom vorigen Dezember höchst überraschend mit der Verkündigung getitelt: „Bewegte Figuren sollen Rathaus-Fassade schmücken“. Hups und huch! Davon wusste die Lokalpolitik bis dahin noch gänzlich gar nichts.

Patrick Lemke, ein Schüler des „Himmelmann-Trichterkünstlers“ Markus Lüpertz, wollte und sollte (soll und will)  auf der Rathausfassade ein Kunstwerk malen, das  „von der Landschaft inspiriert“ sei. Und dieses Bild solle nicht in einem Museum eingeschlossen werden, sondern für alle sichtbar sein, Teil des Alltags sein: für vorbeifahrende Autofahrer, vorüberflanierende Fußgänger, vorbeiradelnde Radtouristen auf dem Ruhrtalradweg…

In der Beschlussvorlage für den Kulturausschuss (23. 6., 17 Uhr, Stiftsgebäude) heißt es: „Der Rat befürwortet, dass die Fassade des Rathauses II für eine künstlerische Gestaltung durch Patrick Lemke unter Vorbehalt einer für die Stadt kostenneutralen Umsetzung zur Verfügung gestellt wird.“ Will meinen: Lemkes Kunstwerk sollen Spender und Sponsoren zahlen.

Die Zustimmung des Stadtrates und zuvor des Kulturausschusses vorausgesetzt.

(Grafik: Stadt Fröndenberg)

Kommentieren