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Kultureller Dialog bei leckerer Süßspeise: Islamisch-türkische Gemeinde lädt zum Ashura-Tag

Eine leckere Süßspeise aus meist aus weißen Bohnen, Kichererbsen, Weizen, Rosinen, gehackten Walnüssen, Mandeln, Granatapfelkernen – das ist Ashura. Die türkisch-islamische Gemeinde Unna lädt alle aufgeschlossenen Besucher an diesem Freitag (23. 10.) nach dem Mittagsgebet gegen 14.30 Uhr zum gemeinsamen Ashura-Essen in die Moschee an der Höingstraße 20 ein.

Ashura ist ein in vielen islamischen Ländern verbreitete Süßspeise, informiert die türkisch-islamische Gemeinde. Alle Zutaten werden einzeln gekocht und dann vermischt. Die Bezeichnung Ashura kommt aus dem Arabischen.  Dieser Brauch geht auf Noah zurück, nachdem die große Sintflut vorüber war und er wieder festen Boden betreten hatte und mit den letzten Resten seiner Vorräte eben diese Süßspeise zum ersten Mal zubereitete und mit den Überlebenden der Arche als Festmahl verspeist hat.  Nach der islamischen Zeitrechnung wird die Süßspeise am 10. Muharrem des arabischen Monats zubereitet und an Nachbarn und Freunde verteilt.

Muharrem ist der erste Monat des islamischen Kalenders, er umfasst 30 Tage.
Da der islamische Kalender nach Mondjahren rechnet und verglichen mit dem gregorianischen Kalender kürzer ist, wandern die islamischen Monate im Laufe mehrerer Jahrzehnte durch das Sonnenjahr. In diesem Jahr entspricht der Monat Muharrem den Tagen 14. Oktober bis 12. November 2015, so dass der 10. Muharrem auf Freitag, den 23.10., fällt.
Obwohl Jahrhunderte vergangen sind, wird jedes Jahr am 10. Muharrem in vielen muslimischen Haushalten traditionell eine Süßspeise Ashura gekocht und verteilt.
Somit erinnert man sich an die Geschichten der Propheten und der damaligen wichtigen Ereignisse. Dadurch wird bis heute die Tradition der Ashura aufrechterhalten und somit auch gleichzeitig der Dialog unter den Menschen und zwischen den Kulturen gefördert.

Kommentare (11)

  • Andrea Zinsenhofer via Facebook

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    Das finde ich richtig gut. (y)

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  • Jama To via Facebook

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    Ist immer sehr schön, nur ich persönlich habe Problem damit! Und meine Problem ist, von soviel Moslemische Freunde und Bekannte keine geht mit mir in der Kirche!
    Ich finde es nicht mehr in Ordnung, es sollte gegenseitig sein! Offenen Tag der Kirche, dass auch Moslems kommen und offene Tag der Moschee, gehen Wir hin! (Gegenseitig besuchen)! Oder sehe ich das falsch? Sonst kann man sich nicht austauschen und ein denn anderen verstehen! Bei uns gibt’s auch leckere Sachen! Und ohne Schweinefleisch hätten wir auch gerne für unsere Mitbürger gemacht! Extras Grill mit Hähnchen oder Lamm Fleisch! Salate! …

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  • Jama To via Facebook

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    Ich hab meine Freunde damit konfrontiert und offen gesagt, aber es ist bis jetzt nur beim Zustimmung geblieben! Ohne das in den Tat umzusetzen! Also in der Zukunft bleib ich fern!
    Ich besuch Königssal (Zeugen und Jehova) Hinduistischen Tempel, Budas, Moschee, Jede Kloster oder Kirche, von Neuapostolischen bis Suiten Orthodoxie, Katholische, ….. und natürlich auch Moschee! Aber hab beschlossen nur hin zu gehen, bei denen die das zum schätzen wissen und auch über eigene Schatten springen. ……

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  • Florian Dittmann via Facebook

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    Dennis Pi ?

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  • Stefan Werner

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    @JamaTo: Auch mir scheint, bei der Integration handelt es sich um eine Einbahnstrasse. Die Moslems fordern permanent und alle anderen haben nur zu liefern.

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  • Ahmed Salih Ve Annesi via Facebook

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    Das ist aber traurig Jama To. Also ich persönlich arbeite seit Jahrzehnten für die Integration meiner Mitmenschen/der Kinder ehrenamtlich. Habe mehrere Veranstaltungen mitorganisiert wie Theateraufführungen in deutscher Sprache, mit dem Ziel das Thema Integration für beide Seiten näher zu bringen und den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern.
    Schade fand ich, dass wir jedesmal unter uns bleiben mussten, weil kein Interesse bestand.
    Auch Kirchenbesuche fanden statt. Wir sind auch gern bei Gemeindefesten und fast überall dabei. Ich glaube, da fehlt einfach nur der Dialog.
    Mit Sicherheit kann ich aus jahrelanger Erfahrung sagen, dass es nicht nur die muslimischen Mitbürger sind, die über ihren Schatten springen sollten. Lassen Sie die Gedanken einfach zu Hause und fahren mal vorbei, so mach ich das auch immer. Und bis heut habe ich es nie bereut ???

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  • Jama To via Facebook

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    Meine Moslemische Freunde, bei denen ich zu Hochzeit,Beschneidung (Sunet), Ramadan,….. mit ins Moschee ging, haben sehr teure Geschenk zwar für Taufe meines Sohnes gekauft und nach Hause gebracht, in der Kirche sind Sie nicht mit gekommen! Und ich hab viele Freunde und Bekannte aus dem Islamischen Ländern!
    Auch nach der Aussprache, wir sind weiterhin befreundet! Das ist keine Frage, aber warum schauen Die nicht einmal rein in der Kirche?
    Ich rede von; (rein gehen in der Kirche)! Nicht vor Eingang, oder aufs Fest vor der Kirche! Ich bin hunderte mal in der Moschee gewesen, bereuen tue ich das nicht! Mit dem Frauen oben, und Männer unten! Bei Zuckerfest, bei Fest ,,Henna“ vor dem Hochzeit. ….

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  • Stefan Werner

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    @Rundblick: In Moscheen war ich auch schon. Muss man alles mal gesehen haben, um sich ein Bild zu machen. Nur umgekehrt habe ich das, wie von Jama To beschrieben, selten gesehen. Genau gesagt, nur einmal bei einer interreligiösen Veranstaltung in der evangelischen Stadtkirche. Da haben kleine moslemische Mädchen etwas vorgetragen, ob die dabei unbedingt Kopftuch tragen mussten, sei mal zur Diskusion gestellt. Mich stört halt z.B. nur der oft getroffene Vergleich „eure Nonnen tragen ja auch Kopftuch, dann müsst ihr Christen das bei uns eben auch anerkennen“. Man möge mich zurecht auf meine grobe Pauschalisierung hin schelten, jedoch ist es mit gemeinsamen Grill- oder Backevents noch lange nicht getan.

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  • Daniela Dijkstra via Facebook

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    Danke für die Einladung, wir werden kommen! !!!

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