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Kreis stellt Notunterkunft für 200 Flüchtlinge in Turnhalle Werne bereit

Nach der Einrichtung einer Notunterkunft in Bönen (wir berichteten) plant der Kreis Unna, in Kürze auch eine Flüchtlings-Notunterkunft in Werne bereitzustellen. Standort wird die Kardinal-von-Galen-Turnhalle in Werne-Stockum sein.

Landrat Michael Makiolla reagiert damit auf ein Amtshilfeersuchen der Bezirksregierung Arnsberg, Unterbringungsmöglichkeiten für 400 Flüchtlinge zu schaffen. In der ehemaligen Schule in Bönen werden derzeit bis zu 200 Flüchtlinge aufgenommen. In der geplanten Einrichtung in Werne sollen nochmals 200 Menschen unterkommen.

Innerhalb der kommenden Wochen werden auf einem Teil des Parkplatzes an der Turnhalle in Werne-Stockum winterfeste Zelte als Schlafplätze errichtet. In der Turnhalle selbst sind Aufenthaltsräume und die Versorgungseinrichtungen für die Flüchtlinge vorgesehen. Das benachbarte Lehrschwimmbecken wird nicht in Anspruch genommen. Geplant ist es, den Betrieb der Notunterkunft zum 1. November aufzunehmen.

Betreiber wird der DRK-Kreisverband

Die Stadt Werne hatte die Turnhalle auf dringende Bitte aus dem Kreishaus zur Verfügung gestellt, wofür Landrat Michael Makiolla der Stadt seinen Dank aussprach. Experten aus dem Fachbereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung des Kreises bestellen derzeit Zelte und Einrichtung für die Notunterkunft. Wie schon in Bönen wird das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Unna, die Notunterkunft betreiben. Die anfallenden Kosten hier wie da trägt das Land.

Neben der Politik in Werne wurden auch Vertreter der Stockumer Kirchengemeinden und der in der Turnhalle trainierenden Sportgruppen informiert. Für die Vereine werden von der Stadt und dem Stadtsportverband Lösungen für Trainingsmöglichkeiten an anderer Stelle gefunden. Ein Teil des Parkplatzes bleibt für die Besucher des benachbarten Friedhofs nutzbar.

Bürgerversammlung geplant

Noch bevor die Notunterkunft in Betrieb genommen wird, wird eine Bürgerversammlung stattfinden, bei der alle Interessierten den aktuellen Stand erfahren und die Gelegenheit haben, Fragen zu stellen. Den genauen Zeitpunkt teilt der Kreis noch mit.

Notunterkunft Werne

Landrat Michael Makiolla (re.) mit Marco Wilke vom DRK-Kreisverband bei der Vorstellung der Pläne in Werne. Der Landrat dankt nach Bönen auch der Stadt Werne für ihre sofortige Unterstützung.

 

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