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Kreis schreibt 200 vollstationäre Pflegeplätze aus

Möglichst lange in der vertrauten Umgebung zu bleiben ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Doch auch, wer in einer Pflegeeinrichtung leben möchte oder muss, soll gut versorgt werden. Der Kreis Unna hat deshalb knapp 200 vollstationäre Pflegeplätze ausgeschrieben.

Sie werden voraussichtlich bis 2018 zusätzlich gebraucht werden und veranlassten den Kreis, neue Wege zu beschreiten. „In diesem Bereich gibt es in Nordrhein-Westfalen bislang keinerlei Erfahrungen. Wir leisten hier als Kreis also Pionierarbeit“, so Sozialdezernent Torsten Göpfert. Ob der Plan aufgeht, wird sich in drei Monaten zeigen, denn Bewerbungen müssen bis zum 15. Februar 2016 beim Kreis eingegangen sein.

Im Pflegebedarfsplan 2015-2018 wird u. a. die Versorgungsquote mit Pflegeheimplätzen festgelegt (im Verhältnis zu den Menschen über 80). Sie liegt bei 16,5 Prozent. In einigen Städten wie Fröndenberg wird sie mit über 31 Prozent deutlich überschritten, andernorts herrscht Unterversorgung (z. B. Bönen – 8,5 Prozent, Lünen mit 14,4 Prozent).

Deshalb hat der Kreis zwei Bereiche definiert. Für den Südkreis (Unna, Fröndenberg, Holzwickede, Schwerte) wurde ein Bedarf von insgesamt 130 Plätzen ermittelt. Für 52 davon wurde bereits einem Vorhaben in Hemmerde der Zuschlag erteilt, so dass noch 78 Plätze ausgeschrieben werden.

Im Nordkreis (Bergkamen, Bönen, Kamen, Lünen, Selm und Werne) soll es 119 neue Plätze geben.

Damit der Ausgleich gelingt, wird der Bedarf stadt- bzw. gemeindescharf festgelegt: Danach soll Lünen 80 Plätze bekommen, Selm 39, Holzwickede 50 und Unna weitere 28 Plätze.

Bewerber müssen detaillierte Unterlagen einreichen

Die Bewerber müssen mehr tun, als nur Interesse zu zeigen. In den Unterlagen müssen der geplanten Einrichtung im Detail beschrieben werden: Standort, Pflegeplätze und Konzeption. Dass geltendes Recht (z. B. Baugesetzbuch) beachtet wird, wird als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt.

 

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