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Kreis appelliert an Pilzsammler – Wildtiere nicht stören und Regeln beachten

Es geht wieder los! Im Spätsommer und Herbst schießen die Pilze aus dem Boden. Sammler haben also Saison. Was aber, wenn dadurch wichtige Funktionen im Ökosystem Wald gestört werden?

Das Sammeln von Pilzen im Wald ist für Privatpersonen grundsätzlich erlaubt, allerdings nur für den Eigenbedarf (maximal 2 Kilogramm). „Professionelle“ Pilzsammler müssen laut Hinweis des Landesbetriebs Wald und Holz NRW mit empfindlichen Geldstrafen rechnen, wenn sie ertappt werden.

Problematisch ist die Angewohnheit einiger Pilzsammler, erst zuzugreifen und später die essbaren Pilze auszusortieren oder aber unbekannte, giftige bzw. ungenießbare Pilze zu zertreten. Vielfach geschieht dies in der Absicht, andere Waldbesucher vor der „Gefahr“ zu schützen.

Zahlreiche, teilweise für den menschlichen Verzehr nicht geeignete Arten spielen allerdings im Ökosystem Wald eine wichtige Rolle als Nahrung für Tiere. So stehen Pilze im Winter, wenn das übrige Angebot eingeschränkt ist, auf dem tierischen Speiseplan weit oben.

Deshalb sollten folgende wichtige Regeln beachtet werden, wie die Untere Landschaftsbehörde und Kreisjagdberater Dietrich Junge appellieren:

  • In Naturschutzgebieten, Aufforstungen und für das Dickicht gilt: Betreten verboten!
  • Bitte auf Waldwegen bleiben!
  • Autos nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen!
  • Nicht am frühen Morgen und in der Dämmerung sammeln, da dann viele Wildtiere unterwegs sind!

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