Rundblick-Unna » Krach um neue Erstaufnahme in Dortmund

Krach um neue Erstaufnahme in Dortmund

In Dortmund gibt es Streit wegen einer geplanten Flüchtlings- und Zuwandererunterkunft für 1200 Menschen. Die Stadt will auf dem Gelände der Kokerei Hansa in Huckarde eine neue Erstaufnahmeeinrichtung bauen lassen, die die bisherigen Erstaufnahmen im Dortmunder Süden (Hacheney) und an der Buschmühle (Nähe Westfalenpark) ersetzen soll.

Gestern Abend wurden die Pläne bei einer Bürgerinformation vorgestellt. Die örtlichen Politiker fühlen sich überrumpelt: „Obwohl die Verwaltung bereits Anfang Februar Pläne für die Einrichtung beim Land vorstellte, erfuhren sie erst einen Monat später davon“, heißt es am heutigen Morgen in den WDR-Nachrichten. Quer durch alle Parteien habe die Politik Bedenken – vor allem wegen der Verkehrsbelastungen, die mit einer so großen Einrichtung einhergehen werden: In der Unterkunft sollen rund 800 Mitarbeiter beschäftigt sein, und zu diesem Pkw-Verkehr kommen die Busse mit den Geflüchteten.

Die Unterkunft soll Ende 2018, eher Anfang 2019 in Betrieb gehen. Sie wäre mit ihrer Kapazität etwas kleiner als die Landesstelle (Erstaufnahmeeinrichtung) Massen nach der in diesem Jahr geplanten Erweiterung. In Massen waren in den vergangenen Wochen nach Auskunft der Bezirksregierung zeitweilig nur knapp 300 Menschen untergebracht (ausgelegt ist sie momentan für bis zu 800). Frappante Unterbelegung melden auch zahlreiche andere Kommunen bei ihren Unterkünften. Der Grund ist freilich, dass Mazedonien bekanntlich die Grenze zu Griechenland geschlossen hat und die Balkanroute nun faktisch geschlossen ist.

Kommentare (8)

  • fürst

    |

    Die Politiker der Länder, die die Balkanroute geschlossen haben, sind mutig und haben vorrangig das Wohl ihrer eigenen Bevölkerung im Auge. So sollte es sein!
    Ich zolle jenen Politikern meinen Respekt.
    „Dem deutschen Volke“ steht in Versalien bei uns nur auf dem Reichstag, beherzt wird jene auch beschworene Aussage nicht.
    Idomeni geht mir nicht nahe, nein. In Deutschland lebende Arme und besonders deren Kinder aber schon.

    Antworten

  • Markus Antonius

    |

    Den Staaten auf der Balkan-Route meinen Dank. Damit werde Recht und Gesetz wieder hergestellt. Denn Asylrecht und Flüchtlingsstatus gelten nur, wenn man nicht aus einem sicheren Drittland kommt, sowohl laut Grundgesetz und Dublin-Vertrag als auch nach UN-Flüchtlingskonvention. Nach den Gesetzen unseres Landes macht sich die gesamte Bundesregierung der Förderung des illegalen Aufenthaltes (Schleusen) strafbar. Und die Staatsanwaltschaften versagen flächendeckend bei der Strafverfolgung, was sich wohl Strafvereitelung im Amt nennt.
    Nicht falsch verstehen: keiner soll auf der Flucht vor Krieg und Vertreibung umkommen. Humanitäre Hilfe muss sein. Und gerne auch die Entlastung der Grenzstaaten im Rahmen fairer Lastenteilung. Aber nach definierten Regeln.
    Wenn das alles klappt, dann brauchen wir wohl keine zusätzlichen Notaufnahmen und Zentralstellen. Das Geld kann dann sinnvoller ausgegeben werden für die Integration der bereits hier lebenden Ausländer sowie die Bildung aller Kinder in diesem Land.

    Antworten

    • fürst

      |

      Sehr richtig, Markus Antonius, meine Zustimmung. Besonders zum (wohl angeordneten strafbaren Handeln bzw. Unterlassen) Versagen der Staatsanwaltschaften und der „Bundesregierung“. Auch ich sehe da besonders Strafvereitelungen im Amt.

      Antworten

  • Helmut Brune via Facebook

    |

    Ich würde ja auch erstmal nichts überstürzen mit den Bauplänen. Wer weiss, wie die Situation in zwei oder drei Jahren aussehen wird. Da kann man sicher Einiges einsparen.

    Antworten

  • fürst

    |

    Focus: „

Langfristige Grenzkontrollen in Europa würden bis zu 18 Milliarden Euro kosten, fürchtet die EU. Forscher des Ifo-Instituts haben nachgerechnet: Zumindest für Deutschland fielen die Kosten geringer aus – und es wäre auf jeden Fall deutlich billiger als die ungeregelte Massenzuwanderung.“

    Antworten

  • fürst

    |

    Und nochmal „Focus“: „Der starke Flüchtlingszuzug nach Deutschland macht sich wie erwartet in der Arbeitslosenstatistik bemerkbar. In der offiziellen Arbeitslosenstatistik erscheinen Flüchtlinge erst nach abgeschlossenem Asylverfahren. Die Bundesagentur für Arbeit geht in Folge des Zuzugs von 130.000 mehr Arbeitslosen im Jahresschnitt 2016 aus.“

    Sind das die so dringend benötigten Facharbeiter?

    Antworten

  • Helmut Brune via Facebook

    |

    Wie kann man jetzt schon solche Statistiken erstellen, wo noch niemand genaue Zahlen kennt und niemand weiss, wieviele Flüchtlinge wirklich kommen und vor Allem auch bleiben wollen. Da sind meiner Meinung nach einige Schwarzseher am Spekulieren.

    Antworten

  • fürst

    |

    Heute tolerant – morgen fremd im eigenen Land!

    Antworten

Kommentieren