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„Königsborns Jugendarbeit bewahren“: Petition für Erhalt des Taubenschlags

Die geplante Schließung des Kinder- und Jugendhauses Taubenschlag an der Kamener Straße stößt auf vehemente Gegenwehr. Die ev. Kirchengemeinde will das Altgebäude im Sommer 2016 schließen – aus finanziellen Gründen. Dagegen wehrt sich die Petition, die von Familie Schulze gestartet wurde. Ihr Ziel: Königsborns Jugendarbeit bewahren.  Bis heute Vormittag hatten bereits 218 Unterstützer unterschrieben.

https://www.openpetition.de/petition/online/koenigsborn-braucht-jugendarbeit-wir-fordern-den-erhalt-vom-kinder-und-jugendhaus-taubenschlag

„Das Kinder- und Jugendhaus Taubenschlag ist seit mehr als 35 Jahren ein fester Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit in Königsborn.  Das Haus ist ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens. Kinder- und Jugendarbeit ist ein fester Bestandteil der Gemeindekonzeption.
Die offene Ganztagsbetreuung der Grundschulen in Königsborn hat hier ihren Ursprung. Neben offenen Jugendtreffs, Kinderdiskos, Kinoabende und Hausaufgabenbetreuung findet man hier auch viele weitere Aktionen wie Kinder- und Jugendferienfreizeiten und die Kinderkirche.
Des weiteren findet in den Räumen des Taubenschlages der Konfirmandenunterricht und die jährliche Kinderbibelwoche statt.
Unzählige Bewohner des Stadtteils Königsborn besuchen seit Jahrzehnten das Kinder- und Jugendhaus, weil es immer eine verlässliche Adresse für vielfältige und kompetente Jugendarbeit in Königsborn war.

Dieses Jahr beschloss das Presbyterium der ev. Kirchengemeinde Königsborn, den Taubenschlag zum Sommer 2016 zu schließen.  Wirtschaftliche Gründe wurden dafür genant. Die finanziellen Rücklagen, die für das Haus zum Sommer 2016 bereitgestellt werden müssten, kann die Gemeinde nicht tragen und will deshalb das Haus abstoßen.

Wir bitten das Presbyterium, den Beschluss, den Taubenschlag zu schließen, zurückzunehmen.

Wir möchten, dass der Taubenschlag erhalten bleibt.“

Die Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde Königsborn findet derzeit in zwei Jugendzentren statt: „Die Brücke“ an der Berliner Allee und eben im „Taubenschlag“ an der Kamener Straße. Beide Jugendhäuser erachten die Petitionsbefürworter für erhaltenswert. „Kinder und Jugendliche brauchen Räume, in denen sie sich entfalten und einbringen können. Der Taubenschlag in seiner Kooperation mit dem Familienzentrum sowie der Schule bietet mit dem dazugehörigen Außengelände viel Platz für alle Gelegenheiten und es wäre sehr schade, diesen aufzugeben. Weil der Taubenschlag einfach zu Königsborn gehört und der Jugend gehört. Es würde ein großer Teil der sozialen Arbeit und der Rückzugsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen fehlen.“

Viele Kommentare sind bereits unter der Petition eingegangen – solche wie dieser hier: „Ich unterschreibe, weil der Taubenschlag einfach zu Königsborn gehört und der Jugend gehört. Es würde ohne ein großer Teil der sozialen Arbeit und der Rückzugsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen fehlen.“

Taubenschlag Köbo

Kommentare (5)

  • Katja Mette via Facebook

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    Der Link in eurem Bericht funktioniert nicht.

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  • Tonino Nisipeanu

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    Als damaliger Jugendreferent – besser als „Nisi“ in Königsborn bekannt – bin ich entsetzt und betroffen, dass für dieses einmalige Kinder- und Jugendhaus das finanzielle Ende gekommen sein soll. Ich erinnere mich noch genau und gerne an die Zeit, als viele Jugendliche gemeinsam mit mir den ehemaligen Kindergarten an der Kamenerstraße zur Verfügung gestellt bekamen, das Haus für die Jugendarbeit und später zum „Taubenschlag“ umfunktionierten…. Viele Jahre bis 1992 durfte ich hier zunächst die „offene“Jugendarbeit und später auch die Kinderarbeit gemeinsam mit Fia Witte ins Leben rufen und mit viel Freude begleiten…
    Das Haus nun aus „Geldmangel“ zu schließen, dass darf doch wohl nicht der Ernst der Kirchengemeinde in Königsborn und auch des Kichenkreises Unna sein… Eine Kirche ohne Kinder und Jugendliche sollte eigentlich schon jetzt über ihren Fortbestand nachdenken … Für alle möglichen Dinge und Veranstaltungen ist offensichtlich immer wieder Geld genug da – nur beim Nachwuchs macht man einfach mal die Augen zu… Eine kleiner werdende und dazu überalterte Gemeinde und leider auch leere Kirchenbänke sind schon jetzt die sichtbaren Auflösungserscheinungen.
    Das KInder- und Jugendhaus „Taubenschlag“ ist doch aus Königsborn gar nicht mehr wegzudenken… Da muss irgendwie geholfen und finanziert werden!
    Euer „Nisi“

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  • Hanno

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    Die Kirchen haben Milliardenwertes Eigentum, kassieren Kirchensteuer und bekommen Staatshilfen. Sie müssten aus Kostengründen niemals Mietern kündigen, sie wollen aber anscheinend, damit das Geld dann für andere Dinge ausgegeben werden kann. Die Angestellten werden jedenfalls nicht großzügig bezahlt. Also, wo bleibt das viele Geld bei denen ?!?

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