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Kleines Budget und große Künstler – dank reichlich Ehrenamt-Power: Fröndenbergs Kulturförderer beschließen gutes Jahr

Den Satz „… das glaubt dir kein Mensch, dass die hier waren“ kann sich Frank Schröer für seine Jahresabschlussbilanzen inzwischen auf Wiedervorlage legen. Denn wieder ist es dem kleinen, rührigen „Kultur für Uns“ -Verein im scheidenden Jahr gelungen, beachtliche Künstlerprominenz nach Fröndenberg zu holen – meist dank persönlicher Kontakte durch das KfU-Kernteam um Frank und Monika Schröer. Zuletzt trat im Oktober Purple Schulz in Fröndenberg auf, und der kleine große Musiker begeisterte die Fans in der Kulturschmiede wie weiland in den Achtzigern.

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Sozusagen als Kontrapunkt und Reminiszenz auch an heimische Künstler gestaltete den Abschlussabend eines erfolgreichen Fröndenberger Kulturjahres 2015 eine reine Fröndenberger Band: „Second Hand News“, und Name ist Programm, denn die Gruppe covert Fleetwood Mac-Songs, und zwar gerade auch die frühen Werke aus den Siebzigern. „Schon was recht Spezielles“, lächelte Monika Schröer, denn wer wüsste zum Beispiel schon auf Anhieb, dass der Welthit „Black Magic Woman“ nicht etwa zuerst von Santana gespielt wurde, sondern im Original von Fleetwood Mac stammt?

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Die ca. 90 Besucher beim KfU-Jahresabschluss am Samstag erwiesen sich als Kenner der Materie und genossen das ca. zweistündige Tribute-Konzert sehr, unterbrochen vom nicht minder genussvollen kalten Büffet aus (Ehrensache) lokaler Küche: Aus dem nahen Stiftkeller hatten die Kulturförderer die Köstlichkeiten ins Schmiedemuseum geordert.

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Second Hand News: das sind Alex Lück am Keyboard, Heiner Redeker an der Gitarre, Johannes Bathen am Bass und Matthias Schmidt an den Drums, als Sängerinnen Ruth Bathen und Katharina Goeke (auch Percussion). Mit Ruth Bathen – die sich mit ihrer dunkel getönten Altstimme naheliegend vor allem erfolgreich an den Stevie Nicks-Songs versuchte – hatte der schlagkräftige Kulturverein zum Jahresfinale sogar eine Vorstandsfrau live auf der Bühne. Bestes Omen für ein weiteres erfolgreiches Jahr nach dem bewährten KfU-Rezept: kleines Budget, jede Menge Ehrenamt-Power, hochkarätige und oft bekannte Künstler und nicht immer, aber immer öfter ausverkauftes Haus.

Gleich im Januar startet KfU wieder durch: mit „Recall – Stimmgewalt mit Gitarrenvirtuosität“ am Samstag, 23. 1., 20 Uhr.

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