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Kirchen und Kino: Filmcenter Unna zeigt „Ida“

In der Reihe „Kirchen und Kino“ zeigt das Filmcenter Unna am Mittwoch, 27.1., zweimal den Film „Ida“. Beginn ist um 18.30 und 20.45 Uhr.
Der Film erzählt die Geschichte einer jungen Novizin, die sich Anfang der 60er Jahre auf eine Reise in die eigene Vergangenheit macht. Sie wird von ihrer desillusionierten Tante über ihre jüdische Herkunft und die Ermordung ihrer Eltern im Holocaust aufgeklärt. Das Drama erzählt mit strengen schwarz-weißen Bildern von den Narben, die die Verbrechen des 20. Jahrhunderts hinterlassen haben.
Die Reihe wird von der Katholischen und der Evangelischen Kirche gemeinsam verantwortet.
Bereits seit 4 Jahren zeigt „Kirchen und Kino “ in Unna Filme, die von der Filmarbeit der Kirchen als besondere Filme hervorgehoben wurden. Dabei handelt es sich um Filme, die die Sehnsucht nach dem Mehr des Lebens aufrechterhalten.
Zum Film:

In kunstvoll ausgeleuchteten Schwarz-Weiß-Aufnahmen entwirft der Film ein vielschichtiges Porträt der polnischen Nachkriegsgeschichte, in dem sich das Erbe des Holocaust, der Stalinismus und die Suche nach Identität auf vielfältige Weise verschränken. Politische Verhältnisse, religiöse Traditionen und individuelle Lebensentwürfe werden in poetischen Bildern miteinander verknüpft, so dass widersprüchliche Gefühle zwischen der Klostererziehung der Novizin Ida und der schmerzhaften Erkundung ihrer familiären Herkunft intensiv spürbar werden. Ein überzeugend gespieltes Drama, das gerade auch wegen seiner inhaltlichen Offenheit lange nachwirkt und über die zeitgeschichtliche Situation hinaus eine existentielle Kraft entfaltet.

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