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Kinderbetreuung inhaftierter Frauen in Fröndenberg geregelt

Die Mama ist in Haft – der Sprössling geht neben zur Kita. So funktioniert das Arrangement im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg. Jetzt haben der Kreis Unna und das Justizvollzugskrankenhaus NRW dazu eine Kostenvereinbarung geschlossen, die dem Kreis Geld spart.

In der Mutter-Kind-Einrichtung am Hirschberg in Fröndenberg gibt es 16 Plätze für inhaftierte Frauen mit bis zu sechsjährigen Kindern. Für diese Knirpse sind elf Betreuungsplätze in der benachbarten AWO-Kita „Hirschberg“ reserviert. Der Kreis bezuschusst die Betriebskosten der AWO-Kita mit einem gesetzlichen Anteil von 36 Prozent und stockt diesen freiwillig um 9 Prozent auf, teilt die Kreispressestelle mit. In der neuen Vereinbarung mit dem Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg ist nun geregelt, dass das JVK den Anteil für die Kinder der inhaftierten Mütter – derzeit rund 11.000 Euro pro Kindergartenjahr – dem Kreis komplett erstattet.

Den gesetzlichen Anteil an den Betriebskosten übernehmen die Heimat-Jugendämter der inhaftieren Frauen.

Im Bild: Landrat Michael Makiolla und Joachim Turowski, Leiter des Justizvollzugskrankenhauses NRW, unterzeichneten den öffentlich-rechtlichen Vertrag im Kreishaus. (Foto: Kreis Unna / Birgit Kalle)

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