Rundblick-Unna » Kind taumelte nach Dachsturz blutend an Hauptstraße entlang – niemand half

Kind taumelte nach Dachsturz blutend an Hauptstraße entlang – niemand half

 Nach dem Sturz von einem Garagendach am Sonntagabend in Fröndenberg (wir berichteten) liegt ein achtjähriger Junge noch für einige Tage in der Dortmunder Kinderklinik. Sein Vater, der am Sonntagabend noch auf der Straße den Rettungswagen alarmierte, richtet herzlichen Dank an die Rettungskräfte, die vorbildlich geholfen und die schockierten Eltern getröstet hätten. Zugleich kritisiert der Vater jedoch mit  harschen Worten die Gleichgültigkeit zahlreicher Augenzeugen, die sich unmittelbar nach dem Dachsturz an der Bergstraße einfach nicht um das verletzte Kind gekümmert hätten.
 „Mein Sohn hatte sich von Kopf bis Fuß mit Blut beschmiert“, schimpft der aufgebrachte Vater. „Er schleppte sich taumelnd die Hauptstraße vor Lidl entlang und durch den UKBS/Schmidt Wohnpark. Im Wohnpark waren EINIGE Leute unterwegs, und die Hauptstraße war auch gut besucht. Zumindest im Wohnpark haben Leute den Zustand des Jungen definitiv gesehen – und sind einfach weitergegangen.“
Verletzte Kinder einfach ignorieren – das sei das Letzte, regt sich der vierfache Familienvater auf. „Wir hatten dass ja auch schon 2015 zwei- oder dreimal in Fröndenberg. Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte, wenn ich sowas erlebe!“
Zugleich stellte der Vater des Achtjährigen beim Fröndenberger Bauamt am Montag eine Anfrage, ob dieses ungesicherte Garagendach den Vorschriften entspreche: Es soll über eine Treppe frei zugänglich und ohne Geländer sein. Das Bauamt will den Sachverhalt prüfen und der Familie anschließend Rückmeldung geben.
Der schlimme Sturz war dem Achtjährigen am frühen Sonntagabend beim Spielen mit Freunden passiert. Zu dritt kletterte man auf das Garagendach an der Bergstraße, und beim Herumtollen fiel der Junge herunter. Seine erschrockenen Spielkameraden rannten zum Elternhaus des verletzten Freundes und holten Hilfe, zugleich schleppte sich der stark blutende Junge aber schon selbst über die Hauptstraße nach Hause. Noch auf der Straße fing ihn sein Vater ab. Ein Notarzt wurde per Rettungshubschrauber eingeflogen und der Kleine anschließend im Rettungswagen zur Unfallklinik Dortmund gefahren, wo er zunächst auf der Intensivstation überwacht wurde.

 

Kommentare (43)

  • Tanni Krause via Facebook

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    Traurig das so viele weggesehen haben….hoffentlich geht es ihm schnell wieder gut

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  • Marie Ja via Facebook

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    Aber andererseits… wieso spielten die Kinder aufn Dach?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Weil Kinder in dem Alter das tun…? Ein Grund, wegzusehen, wenn ein Kind dabei stürzt?

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    • Marie Ja via Facebook

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      das natürlich nicht! Helfen würde ich auf jeden Fall!

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    • Aurica Paulokat via Facebook

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      Das hat ja nichts mit der Tatsache zu tun, dass nicht geholfen wurde.
      Und warum, wahrscheinlich weil Kinder einfach oft Dummes Zeug machen, aber in den meisten Fällen geht das halt gut ? wenn ich überlege wo wir damals überall gespielt haben… Darf man auch nicht drüber nachdenken was da alles hätte passieren können ?

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    • Marie Ja via Facebook

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      Ja gut, ich kam auch oft mit vielen blauen Flecken oder sonstigen Wunden nach Hause 😀 Hoffentlich geht es dem Kurzen gut.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Marie Ja – Gut geht es dem Steppke noch nicht, er liegt noch in der Klinik, aber es wird wohl, toi toi toi… :-)

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    • Marie Ja via Facebook

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      dann drücken wir ihm einfach mal die Daumen! :)

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Marie Ja , danke! :-)

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    • Susanne Appelstiel via Facebook

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      Es sind Kinder u die tun nunmal unüberlegte Dinge! Das tut der Junge bestimmt nicht nochmal! Schlimm, das die Menschen nicht helfen, aber über andere tratschen können alle gut :-(

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    • Marie Ja via Facebook

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      Ich mein, fragen darf ich mich das ja trotzdem, oder? Aber anscheinend hatte er die Gefahr nicht erkannt, was aber auch zu Kind sein vllt dazu gehört. Zudem habe ich doch geschrieben, dass ich helfen würde… daher verstehe ich den letzten Satz oder die Kritik vllt an mich gerade nicht.

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    • Achim Bewermeier

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      Weil sie es konnten……..Kinder

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  • Salvo Risadelli via Facebook

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    Die Gleichgültigkeit macht sich breit. …mann muss sich schämen nur glotzen und nichts tun! !!

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  • Jenny Weber via Facebook

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    Bitte ? Weg gesehen? Ach du heilige

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  • Michael Scotch via Facebook

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    Traurig so etwas die Leute trauen sich nichts mehr…

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  • Silke Krüger via Facebook

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    Das ist doch heut zu Tage normal, aber mehr als zum kotzen, da wünscht man den Leuten die nicht geholfen haben, einmal in der selben Lage zu sein und einfach liegen gelassen zu werden. Damit die Menschen endlich mal wieder irgendwas merken, dazu wird es Zeit das das Gesetz hohe Strafen verhängt bei unterlassener Hilfeleistung, wenn ich die kennen würde und ich der Vater wäre würde ich gegen die Leute Anzeige erstatten

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Alle wissen, wie man mit einem Handy umgeht doch keiner weiß, was er machen muß, wenn er einem Verletzten helfen muß. Traurige Sache. Auf die Frage: Was tut ein 8-jähriger auf solch einem Dach, sage ich nur: Auch wir waren mal 8 und haben Streiche gemacht.

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  • Paula Müting via Facebook

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    Traurig ich hoffe es geht ihm schnell besser … Schade das die Menschen so ticken ……

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  • Markus Biermann via Facebook

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  • Sabine De-Zolt via Facebook

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    Fassungslos :( :(

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  • Yazemin König via Facebook

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    Unglaublich, sowas asozial unsoziales!!
    Wird immer schlimmer mit den Menschen!

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  • Sascha Krieg

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    Da gebe ich dem Vater total recht! Auch ich kann gar nicht so viel Essen, wie ich Kotzen möchte!!!!!!!!!! Da läuft ein mit Blut überströmtes Kind durch eine sehr belebte Gegend, und alle sehen weg??? Das darf doch wohl nicht wahr sein! Die müssten Ausnahmslos ALLE eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung bekommen!!! Dass noch nicht einmal jemand in der Lage ist, sein beschissenes Handy (was sonst Stundenlang in der Hand klebt), aus seiner Tasche zu kramen und den Notruf ab zu setzen, ist unglaublich! In meiner Nachbarschaft wissen viele, dass ich 20 Jahre Freiwillige Feuerwehr hinter mir habe, und jetzt beim Technischen Hilfswerk bin.Egal was ist, sie wissen dass sie immer und jeder Zeit Hilfe von mir bekommen, gerade wegen der Kinder (habe selber 4). Ich könnte gerade echt Explodieren!!!!!!!!!!! Aber wehe die brauchen mal Hilfe,dann sind sie selber in dieser Lage, dass alle nur blöd glotzen.Ob sie dass wohl auch so toll finden??? Denkt da mal drüber nach,liebe Leute. Ich kann nur was erwarten, wenn ich auch was gebe! Macht einen Erste Hilfe Kurs!Das tut nicht weh und ist nicht schwer!

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    • Yvonne Romberg

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      Ich gebe dir vollkommen recht. Jeder sollte erste Hilfe leisten können. Dabei spielt es keine Rolle ob ei einem Kind oder einem Erwachsenen. Ich frische meinen erste Hilfe Kurs alle 2 Jahre auf. Nicht weil ich es muss, sondern weil ich es wichtig finde. Das ist ein Tag am Wochenende und tut nicht weh. Ich kann diese Rücksichtslosigkeit nicht verstehen?

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  • Sascha Krieg

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    Gute Besserung dem kleinen!

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  • Degirb Gnoleic via Facebook

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    :-( Ohhhh mein Gott, unfassbar, unglaublich ….. ein Alptraum !!!!

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  • Marie Ja via Facebook

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    würde man auch so einen Wind machen, wenn es ein Erwachsener wäre oder junger Erwachsener? Oder regt man sich jetzt hier nur so auf, weil es ein Kind war, welches sich so stark verletzt und niemand dem Kind geholfen hat?

    Klar ist es schlimm, dass die Passanten weg geschaut haben. Ich finde das auch grausam, aber es wäre genauso grausam, wenn es nicht bloß ein Kind wäre, welchem nich geholfen wurde. Ich glaube, bei einem erwachsenen Menschen, würde man hier sich nicht so aufregen über die unterdrückte Hilfteleistung.

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  • Mike

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    Dem Jungen gute Besserung !
    Den Vater kann ich nicht verstehen, das Garagendach ist doch gesichert wie man auf dem Bild erkennen kann und nicht frei zugänglich, wenn man da hoch klettert kann der Besitzer dazu nun wirklich nichts.

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    • Silke Krüger via Facebook

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      Ich kenne zwar die Ecke nicht wo sich die Garage befindet, aber auf dem Bild lässt sich schon erkennen, das direkt neben der Garage eine Treppe verläuft und die Garage nur zur Strassenseite gesichert ist. Stellt sich die Frage ist die Treppe privat oder öffentlich!! Bei öffentlicher Treppe, bin ich der Meinung hätte es auch von der Seite her eine bessere Sicherung der Garage geben müssen, so das man nicht mit 2 Schritten auf einem Garagendach steht. Ist es eine private Treppe, sieht die Angelegenheit sicherlich ganz anders aus. Wo bei Kinder auch bei ausreichender Sicherung leider ab und an nichts davon abhält hin zu wollen und drauf zu steigen, wo sie rauf wollen.

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      • Mike

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        Soweit mir bekannt ist das der rückwärtige Zugang zu einem Privatgrundstück, man muss über den Grünstreifen und über Dachpfannen klettern um auf das Dach zu kommen. Es besteht somit kein freier Zugang. Soweit ich das kenne besteht bei einem normalen berechtigten Betreten des Privatgrundstückes keinerlei Gefahr, selbst wenn man auf das Dach klettert besteht erstmal keine Gefahr abzustürzen. Man muss dazu das Dach schon komplett überqueren, diese Gefahr besteht quasi bei jeder Garage oder bei jeder Sache auf die man einfach so klettern kann. Den Kindern war wohl leider die Gefahr nicht bewusst.

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    • Ulla Hollmann via Facebook

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      Genau so sehe ich das auch… Richtig gesichert ist es, wenn öffentlich, nicht wirklich… Es ist schon wirklich äusserst fahrlässig und ignorant ein 8jahriges kind, blutend, nicht anzusprechen und sofort zu helfen…. Schämt euch in Grund und Boden ich hoffe ihr werdet dafür auch noch richtig bestraft!

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  • Birgit Schmidt via Facebook

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    unabhängig davon ob das Kind nun auf dem Dach was zu suchen hatte oder nicht,wenn wir ein verletztes Kind sehen das ist klar das da nicht vorbeigelaufen wird,dann sieht man zu das geholfen und gehandelt wird,klare Sache,wir selbst sind in dem Alter auch überall rumgeklettert,jeder hat irgendwas im KIndesalter getan was verboten war und wenns auf der Schiffanlegestelle war wo wir rumgeklettert sind,was genauso fatal und gefährlich damals war, wenn man sich das heute überlegt,da kann man so einem KInd auch keinen Vorwurf machen,da zählt in so einem Fall wirklich schnelle Hilfe.

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  • Tanni Krause via Facebook

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    Sind wir in dem Alter nicht auf Garagendächer geklettert ? JA,DENN ES GAB KEINE COMPUTER UND SO !

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  • Susanne Zuckett via Facebook

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    Gute Besserung dem kleinen Mann! Mich hats als Kind auch auf die höchsten Bäume und Dächer gezogen und wer das als Kind nicht durfte oder konnte tut mir leid. Denn solche Sachen machen Kinder und testen ihre Grenzen. Ich hoffe der kleine Mann ist schnell wieder fit

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  • Isolde Baar via Facebook

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    Der Vorfall bzgl. der unterlasssenen Hilfeleistung ist extrem schlimm und der Vater hat mit seiner Kritik auch durchaus recht, aber man sollte auch die andere Seite bedenken: hat er sich auch gefragt, ob er alles richtig gemacht hat? Ob er seinen Jungen über diverse Dinge wie Betreten von privatem Eigentum und Gefahren genügend aufgeklärt hat? Nachdenklich. Dem Jungen auf alle Fälle gute Besserung.

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  • Dana Marie Szameitat via Facebook

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    Weil jeder nur noch Augen für sich selbst hat. Ekelhafte Welt !
    Gute Besserung dem kleinen Mann ??

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  • Helga Pszolka via Facebook

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    Ich bin ebenfalls fassungslos (!!!!!!)
    Das Argument, man(n) stehe ja in Zeiten wie diesen gleich unter Generalverdacht, wenn man fremden Kindern auch nur ansatzweise helfen wolle, kann ich nicht gelten lassen. Handlungen werden immer noch an den Beweggründen und am Ergebnis bemessen!!!

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  • U.Rademacher

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    Wenn es schon soweit ist,dass wir blutende Kinder ignorieren und nicht helfen,
    Dann gute Nacht.Vieleicht kommen solche Ignoranten mal selbst in eine Lage
    wo sie Hilfe brauchen.

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