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Keine weiteren Fahrverstöße nachzuweisen: Ermittlungen gegen Marco Reus eingestellt

Sechsmal ohne Führerschein gefahren – BVB-Profi Marco Reus wurde für diese sechs als bewiesen geltende Fälle im November 2014 zu 540 000 Euro  Geldstrafe verdonnert. Er zahlte sie im Mai vollständig. Gestern wurde ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Reus eingestellt. Denn weitere Fälle, in denen er sich ohne Fahrerlaubnis hinters Steuer setzte, sind ihm nicht nachzuweisen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund heute mit.

„Aufgrund der Vernehmungen von zahlreichen Zeugen, u. a. aktueller und ehemaliger Mitspieler , und der Auswertung von Lichtbildern konnte dem Beschuldigten nicht nachgewiesen werden, ein Fahrzeug nach dem obengenannten Strafbefehl geführt zu haben“, schreibt die Staatsanwaltschaft in ihrer Begründung. „Insoweit wurde das Verfahren gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt.“

Marco Reus hat nach den Erkenntnissen seinen Pkw „auch Freunden und Bekannten zur Verfügung gestellt, die ihm zum Teil ähnlich sehen. Bei drei Geschwindigkeitsverstößen mit Fahrzeugen des Beschuldigten wurden zweifelsfrei andere Personen „geblitzt“. Ein Zeuge hatte u. a. ausgesagt, Herrn Reus Mitte April 2015 als Fahrer eines Pkws erkannt zu haben. Für diese von dem Zeugen beschriebene Tat hatte der Beschuldigte ein zweifelsfreies Alibi. Er war zum angegeben Tatzeitpunkt nicht in Dortmund.“

Maßgeblich für die Einstellung gem. § 154 Abs. 1 StPO war die obergerichtliche Rechtsprechung, dass bei wiederholter Begehung gleichartiger Taten auch über einen längeren Zeitraum bei der Bildung der Gesamtstrafe in aller Regel nicht das Dreifache der höchsten Einzelstrafe überschritten werden darf.

Kommentare (1)

  • Stefan Werner

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    Ich nehme mal an, bei einem „normalen“ Bürger hätte sich die Justiz ein Bein ausgerissen, um ihm was nachzuweisen. Bei einem Prominenten reichen dann „ähnlich aussehende Freunde“ zur Entlstung. Selten so gelacht….

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