Rundblick-Unna » „Keine Ressentiments schüren“: ZDF kippte Fahndung nach dunkelhäutigem Vergewaltiger aus Sendung – sendet jetzt aber doch

„Keine Ressentiments schüren“: ZDF kippte Fahndung nach dunkelhäutigem Vergewaltiger aus Sendung – sendet jetzt aber doch

Am 29. März 2014 wurde eine 21-jährige Dortmunderin abends nahe der U-Bahn-Haltestelle Wischlingen brutal vergewaltigt. Wir berichteten über diese abstoßende Gewalttat. Der Täter war dunkelhäutig.

Die Polizei fahndete kurze Zeit später mit einem Foto aus der Überwachungskamera in der U-Bahn nach dem mutmaßlichen Vergewaltiger. Da der Täter bisher nicht gefunden wurde, plante das ZDF in seiner Reihe Aktenzeichen XY ebenfalls einen Bericht.

Um sich dann jedoch umzuentscheiden: weil der Tatverdächtige dunkelhäutig ist. Dieses würde, so die Befürchtung der Redaktion, Ressentiments gegen Migranten und Ausländerhass beförder und die schlechte Stimmung gegenüber Flüchtlingen in Deutschland zusätzlich anheizen.

Nach erheblichem öffentlichen Druck hat sich der Sender jetzt umentschieden. Die Fahndung wird – wie ursprünglich geplant – in der XY-Sendung am 2. September ausgestrahlt.

Das ZDF stellte die Begründung heute auf Facebook ein:

Fahndung Vergewaltiger XY


Hier unser damaliger Bericht in Auszügen:

Eine 21jährige Dortmunderin wurde in den Abendstunden des 29.03.2014 im Bereich Rahmer Straße in Dortmund-Wischlingen Opfer einer Vergewaltigung

Gegen 21.55 Uhr kam die Geschädigte mit der S-Bahn am Bahnhof Dortmund-Huckarde aus Richtung Hauptbahnhof Dortmund an. Bereits kurz nach dem Ausstieg aus dem Zug fiel ihr auf dem Bahnsteig ein dunkelhäutiger Mann auf. Ob dieser ebenfalls in der S-Bahn mitgefahren war, konnte das spätere Opfer nicht angeben.

Anschließend ging sie weiter parallel zur Bahnlinie über einen Fußweg und eine Fußgängerbrücke in Richtung Süden, der Unbekannte folgte ihr. Da ihr die Situation mittlerweile Angst machte, ergriff die 21-Jährige ihr Handy und tat so, als würde sie mit jemandem telefonieren. Dabei verlangsamte sie ihre Geschwindigkeit und der Mann überholte sie noch auf dem Fußweg neben der Bahnlinie. (Genau: Verbindungsweg zwischen der S-Bahn-Haltestelle Aspeystraße in Richtung Rahmer Straße)

Auf ihrem weiteren Weg musste die Dortmunderin dann durch eine Unterführung (unter der querenden West-Ost-Bahnlinie). Kurz vor Ende dieser Unterführung kam der Täter plötzlich von vorne auf sie zugestürmt. Die junge Frau ließ vor Schreck ihr Handy fallen. Ihren Angaben folgend rief der Mann:

„Wo ist das Handy, wo ist das Handy?“

Der Täter stieß die 21-Jährige zu Boden und vergewaltigte sie.

Damit offensichtlich nicht genug: Der Tatverdächtige raubte anschließend noch die Handtasche seines Opfers und vermutlich auch das Handy.

Die junge Frau stand nach der Tat erheblich unter Schock und konnte nur wenige Angaben zu dem Täter machen. Er flüchtete nach der Tat zurück in Richtung S-Bahn-Haltestelle. Er wird wie folgt beschrieben:

Sehr dunkle Hautfarbe, beschrieben als „Schwarzafrikaner“, ca. 30 – 40 Jahre alt, ca. 175 cm groß, auffallend schmächtiger Körperbau, sehr gepflegte Erscheinung, sprach akzentfrei Deutsch.

Zu seiner Beute gehört eine schwarze Handtasche mit goldfarbenen Griffen, eine hellgrün-weiß-karierte Geldbörse mit 10 Euro Bargeld, dazu vermutlich das Handy der Marke „Samsung Galaxy Ace – LaFleur-Edition“.

Kommentare (13)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Wer auch immer eine solche Tat begeht. Es ist doch wohl das schäbigste was es gibt.

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  • Andrea Zinsenhofer via Facebook

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    Vergewaltiger ist Vergewaltiger, da spielt die Hautfarbe und Herkunft keine Rolle. Ich finde es eine Beleidigung für das Opfer, dass das ZDF den Beitrag wegen der Hautfarbe des Vergewaltigers nicht ausstrahlen wollte. Aber da sieht man wieder, wie die Medien sich das alles passend machen und das mit unseren Gebühren!

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  • Sa Erş via Facebook

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    Komisch, weiße stoffhose trug der täter laut opfer, aber auf dem fahndungsfoto trägt der mann ne jeans?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Sa Ers, die Erstbeschreibung des Gesuchten war in diesem Punkt nicht zutreffend. Sie beruhte auf der Erinnerung des Opfers. Das Foto wurde erst später veröffentlicht.

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  • Kritiker

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    „Der Täter sprach akzentfreies Deutsch“. Könnte es sich am Ende tatsächlich um einen Deutschen gehandelt haben? Jetzt verstehe ich auch, warum die üblichen Parolen unter diesem Beitrag fehlen.

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    • Dominik Brauckmann via Facebook

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      Wenn jemand akzentfrei englisch spricht, ist er dann Engländer?

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      • Kritiker

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        Nein. Genauso wenig ist übrigens jede Person mit dunkler Hautfarbe ein „asylschmarotzender Ausländer“. Denken Sie doch das nächste mal daran, wenn Sie unter eine der zahlreichen Polizeimeldungen hier Ihre Kommentare abgeben…

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  • Fürst

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    Leute, fällt Euch auch auf, daß immer mehr ZENSUR vorkommt?

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  • Petter Uhlenbusch

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    Diese biederen Pfeifen vom ZDF.
    Wollten sich wohl weltoffen und politisch korrekt geben,
    dafür wird die Wahrheit verbogen bis es in ihr bescheidenes Weltbild passt.
    Ohne den Austausch über das Netz würde man von
    diesen selbsternannten Tugendwächtern noch mehr verarscht.

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