Rundblick-Unna » Keine „Gegendemo“ der Kirche, aber Aktionen am Tag der AfD-Kundgebung – Kolter hält Rede – AfD gestaltet Umzug als Schweigemarsch

Keine „Gegendemo“ der Kirche, aber Aktionen am Tag der AfD-Kundgebung – Kolter hält Rede – AfD gestaltet Umzug als Schweigemarsch

Bei der Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde am Tag der AfD-Kundgebung am 22. April (wir berichteten) wird es sich um keine „Gegendemonstration“ zur politischen Demonstration auf dem Lindenplatz handeln. Das wurde heute Nachmittag bei der kurzfristig anberaumten Pressekonferenz der Unnaer Kirchengemeinde deutlich gemacht.

Sie plant zusammen mit dem Runden Tisch gegen Gewalt und Rassismus Unna eigenständige Aktionen an diesem Tag, um parallel zur AfD-Kundgebung Akzente für ein gutes und friedliches Zusammenleben in Unna zu setzen.  Die AfD will wiederum ein „Zeichen für Friedfertigkeit und Deeskalation“ setzen und den geplanten Umzug durch die Stadt als Schweigemarsch durchführen.

„Wir wünschen der Kirche und ihren Besuchern ein schönes, friedliches, fröhliches Fest“, erklärt AfD-Kreisverbandssprecher Michael Schild.  Bei der Veranstaltung der Kirche  werde – wie heute verlautete – auch Bürgermeister Werner Kolter (SPD) eine Rede halten. „Wir bieten Herrn Kolter an, falls er einmal nicht ausschließlich von Gleichgesinnten umgeben sein möchte, auf unserer AfD-Demo ein Grußwort an die kritischen Bürger zu richten“, fordert der Kreisverbandssprecher den Bürgermeister auf. Und fügt an: „Zum Zeichen unserer Bemühungen um Friedfertigkeit und Deeskalation werden wir unseren geplanten Umzug durch die Stadt – mit einer Ausnahme an einer exponierten Stelle – als Schweigemarsch durchführen.“

Die Kundgebung der Alternative für Deutschland wird am Startabend der Unnaer Frühjahrskirmes auf dem Lindenplatz stattfinden. Beginn ist um 18.45 Uhr.

– Zusatz: Eine eigene Kundgebung plant nach heutiger Information die Antifa.

Kommentare (31)

  • fürst

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    Schweigemarsch erachte ich als angemessen und aussagestark angesichts der Gesamtheit der kriminellen Vorfälle und gesamtgesellschaftlichen Tendenzen. Gleichsam eines Beerdigungsmarsches zum Tod unseres bisherigen gesellschaftlichen Zusammenlebens.
    Klar, daß da die Kirche mitmischen möchte. Sie bangt um ihre Pfründe und ist an der Lebenserhaltung der bisherigen Parteienstruktur interessiert.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Kurz angefügt: Die Antifa ist am 22. April auch mit dabei. Sie plant aber ihre eigene Veranstaltung.

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    • Dagobert

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      Das ist ja schön, wenn die Antifa auch kommt ! Wenn es die gleiche Antifa ist, die Herrn Dinse bedroht hat, die Autoreifen in Schwerte zerstochen hat und und halb Schwerte mit „Antifa“ und „refugees welcome“- Schmierereien überzogen hat, sollte man auch unbedingt rechtzeitig den Staatsschutz informieren, damit neue Freundschaften fürs Leben geschlossen werden können.

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  • Marion E.

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    Eine Schande, die Kirche sympathisiert mit den Linksradikalen! Gott erbarm dich ihrer, denn sie wissen nicht (mehr) was sie tun!!!
    Die AfD-Waehler werden es sicher mit reichlich Kirchenaustritten vergelten!!

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  • Klaus Koppenberg

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    Die Anfügung des Rundblicks entspricht nicht dem, was im Pressegespräch heute Nachmittag mitgeteilt wurde. Der Runde Tisch ist nicht über die Aktivitäten der Antifa informiert. Wer sich über das Verständnis der Afd von Friedfertigkeit informieren will soll sich bei youtube das Ankündigungsvideo für die Kundgebung in Unna einmal ansehen. Ein dort auftretender Redner gibt für seine Partei das Ziel einer „konservativen Revolution“ aus. Den Bürgermeister vor diesem offensichtlich antidemokratischen Hintergrund auf die hier wiedergegebene Weise einzuladen ist eine Provokation. Die AfD hat eigene Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit. Warum ihr hier derart unkritisch eine Plattform geboten wird erschließt sich mir nicht.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Danke, Klaus Koppenberg. Dass die Antifa überhaupt eingebunden sein sollte, hat uns auch überrascht. Sie hat eine eigene Demo angemeldet, das werden wir klarstellen. Leider haben wir heute – trotz ausdrücklicher gestriger Absprache – keinerlei Informationen über die Pläne der Kirchengemeinde und des Runden Tisches für den 22. 4. von den Beteiligten selbst bekommen. Entsprechend verkürzt berichten wir dann zwangsläufig. Daraus dann aber wiederum uns eine „unkritische Plattform“ für die Gegenseite vorzuwerfen finden wir schon reichlich abenteuerlich. Belassen wir es dabei und wünschen uns für den 22. April einen friedlichen demokratischen Meinungsaustausch.

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      • Manfred Hartmann

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        „Friedlicher demokratischer Meinungsaustausch?“ Im Ankündigungsvideo wird über eine von der AfD unterstützte „konservative Revolution“ geredet. Wer wissen will, was das heißt, lese den Wikipedia-Artikel dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Konservative_Revolution. Es geht der AfD nicht um den Austausch von Argumenten, es gibt für sie nur Wir (AfD) und die Anderen. Das legt auch der AfD-Satz : „Wir bieten Herrn Kolter an, falls er einmal nicht ausschließlich von Gleichgesinnten umgeben sein möchte, auf unserer AfD-Demo ein Grußwort an die kritischen Bürger zu richten“ nahe. „Kritische Bürger“, so die AfD gibt es also nur bei der AfD. Das ist schlicht und einfach falsch. Es gibt in Unna eine Menge kritischer Bürger, die nicht der Auffassung der AfD sind, die sich täglich in das Politikgeschehen einmischen und nicht dem Märchen von einem Pparteienblock und der Lügenpresse auf den Leim gehen. Die keine „konservative Revolution“ wollen . Auch für die redet Bürgermeister Kolter.

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        • fürst

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          So liest sich linksindoktriniert geschulte Rhetorik und Sophistik, getragen vom Bammel vor der AfD, an den wahren, aktuell-gegenwärtigen gesellschaftlichen Problemen völlig vorbeigehend, sie den Bürgern überlassend, ohne auch nur im Ansatz Bedauern über aktuelle Kriminalitätsvorfälle durch Ausländer und Lösungsvorschläge anzusprechen. Da bleibt einem Bürger ja nur die Alternative, durch Wahl anzutesten, ob und was die AfD besser macht.

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          • Wunderlich

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            Fürst,
            wir haben es doch alle begriffen, dass ihr, ohne rassistisch zu sein, Ausländer nicht mögt.
            Ich persönlich bedauere nicht nur die „Kriminalitätsvorfälle durch Ausländer“, aber andere Themen sind bei der AfD offensichtlich nicht gefragt.
            .
            Lösungsvorschläge? Durch die AfD? Habe ich etwas überlesen?

            Die AfD wettert hier ununterbrochen gegen Personen, die sich nicht deren Meinung anschließen. Konkrete Fragen werden nicht beantwortet.

            Ihr solltet vielleicht mal überlegen, dass die reine Panikmache, die durch euch betrieben wird, auf Dauer nicht zieht. Da müssten dann Argumente folgen … und ich habe den Eindruck, dass es daran hapert.

            Überzeugt doch die Menschen durch sachliche Beiträge, diskutable Vorschläge … und fangt bei kritischer Nachfrage nicht immer an, mit der „Gutmenschenkeule“ jeglichen Meinungsaustausch zu unterdrücken.

            Also kurz, zeigt, dass ihr was drauf habt.
            Bisher ist da nicht viel los mit euch.

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      • Klaus Koppenberg

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        Für das gestrige Pressegepräch hatten wir im Vorfeld eine Rundmail an die Medien verabredet. Wenn die beim Rundblick nicht angekommen ist, bedauere ich das. Ich werde das überprüfen. Einem Pressegespräch mit dem Rundblick steht nichts im Wege. Im Ankündigungsvideo der AfD wird den demokratischen Mitbewerbern vorgeworfen „ein Parteeinkartell mit machtversessener Nomenklatura“ installiert zu haben. Es wird eine U-Bahnprügelszene gezeigt mit dem Volksbegriff operiert und eine konservative Revolution (das ist wirklich abenteuerlich) als Ziel ausgerufen. Das alles bewegt sich im Rahmen der Meinungfreiheit. Für den, der es wissen will ist das in dieser Form jedoch eine Manipulationsstrategie. Olaf Henkel (ehemals AfD-Mitglied) ist bestimmt keine Freund der Grünen aber er würde diese Sichtweise heute durchaus bestätigen. Es geht dem Runden Tisch darum in Unna eine Debattenkultur zu fördern, dazu gehört es die gesellschaftlichen Hintergründe zu beleuchten. Für den Bereich der Polizeiberichterstattung macht der Rundblick das ja auch bereits. Dies ist ein wichtiger, jedoch nicht der einzige relevante gesellschaftliche Bereich.

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        • fürst

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          „Für das gestrige Pressegepräch hatten wir im Vorfeld eine Rundmail an die Medien verabredet….“ so wird versucht, Medien („…Manipulationsstrategie….“) gleichzuschalten.
          Oh, Ihr RUNDBLICK-Abweichler, Herr Koppenberg wird „das überprüfen“, sicher mit Herrn Hartmann. Sie suchen und suchen und suchen, so scheint mir, irgendwas gegen den RUNDBLICK, nur nicht nach Problemlösungen.

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        • Rundblick Unna via Facebook

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          Klaus Koppenberg: Die Einladung hatten wir bekommen. Wir hatten, da wir so kurzfristig diesen Termin mitten am Tag nicht wahrnehmen konnten, in direkter Antwort gebeten, am Mittwoch über die Inhalte informiert zu werden. Das wurde uns zugesichert, wir haben uns darauf verlassen und es ist nicht geschehen.

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    • Dagobert

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      Danke für den Hinweis auf des Youtube -Video. Nach dem Video ist mir die AfD noch sympathischer geworden.

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      • fürst

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        Ja, bestimmte Youtube -Videos zeigen vernunftbegabten Menschen was wirklich los ist und wie wichtig eine Alternative ist.

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  • Peter Köhler via Facebook

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    Herr Kloppenberg! Sie können sich ja sehr gut empören. Haben Sie sich auch so empört als die Antifa in Schwerte die Minidemo drangsalierte? Oder verteilen Sie ihre Empörung nach ideologischen Grundsätzen? Solange die Kirche, SPD, Grüne, Linke und andere Organisationen sich nicht deutlich von der Antifa distanzieren, sind sie für den faschistischen Terror der von der Antifa ausgeübt wird mitverantwortlich.

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    • fürst

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      Das sehe ich auch so, Peter Köhler!

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Hier die Ankündigung des WDR – wir warten noch auf ausführliche Rückmeldung der Kirchengemeinde:

    Der Runde Tisch gegen Gewalt und Rassismus plant für den 22. April ein Fest der Begegnung. Anlass ist eine Demonstration der AfD an dem Tag.
    Die beiden großen Kirchen, alle Parteien, der Integrationsrat und und viele andere wollen als Zeichen gegen Rassismus ein Fest der Begegnung auf dem Kirchplatz feiern. Das teilten die Initiatoren am Mittwoch (13.04.2016) mit. Bunte Luftballons sollen als Symbol für das Zusammenleben mit mehr als 100 Nationalitäten in Unna stehen. Außerdem informieren die Mitglieder des Runden Tisches in der Innenstadt über das Parteiprogramm der AfD. Sie setzen auf Diskussion anstatt auf Gegendemonstrationen und Gewalt . Die AfD erwartet rund 1000 Teilnehmer zur Demonstration.

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  • Peter Köhler via Facebook

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    Das ist auch die Antifa.

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  • Peter Köhler via Facebook

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    Herr Kloppenberg! Waren Sie auch so kritisch zu der Presse als 5 Tage nach Köln immer noch nichts über die Massenvergewaltigung und Gewaltorgie die dort passiert ist berichtet wurde? Oder versuchen Sie hier krampfhaft dem Rundblick eine mangelhafte Berichterstattung vorzuwerfen und gei*** sich an Kleinigkeiten auf um eine freie Berichterstattung zu behindern? Für mich ist das lächerlich. Der rundblick berichtet immer fair und ausgewogen. Fragen Sie doch mal den Hellweger Anzeiger wie ernsthaft dem eine wirklich umfassende und offene Berichterstattung ist. Aber das ist wohl ihre Lieblingslektüre. Bitte unterlassen Sie diese Angriffe auf Pressefreiheit und Demokratie.

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    • ca79

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      Da schweigt er, der Gutmensch Kloppenberg!
      Guter Beitrag Herr Köhler.

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  • Fidi

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    Schweigemarsch find ich gut. Die afd sollte immer schweigen. ?

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  • Herbert

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    Wer in der aktuellen Zeit sich ausschließlich um ein erstarken der AfD sorgt, ist wohl zu blind zu sehen, dass es nur ein bekämpfen der Symtome ist und nicht der Ursache. Gebe es keine gesteigerte Immigationskriminalität, währe es nur eine kleine Randpartei. Also sollten wir doch offen und ohne Tabus über diese Probleme demokratisch reden. So kommen wir wieder zu einem Konsens.
    Es hat sich jemand mal die Mühe gemacht und die BKA Kriminalstatistik 2014 nach häufigkeit der Straftaten pro Zuwanderungsgruppe incl. Passdeutschen aufzuschlüsseln um eine Objektive Diskussion zu ermöglichen.

    http://img.pr0gramm.com/2016/01/26/d555b2d7df321868.jpg

    Ich fände es schön wenn wir darüber mal reden. Es handelt sich um objektive Fakten die nachprüfbar sind.

    Wenn wir gemeinsam diese Probleme angehen werden wir wieder zu einem Deutschland des bunten Miteinander gelangen. Ignorieren wird hier nicht weiter helfen und wird die radikalen Ränder nur stärken. Also lasst uns hier beginnen die Probleme beim Namen zu nennen und sie beseitigen.

    PS: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

    :-)

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    • Peter Köhler via Facebook

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      Interessant wäre in diesem Zusammenhang eine Statistik über deutsche mit Migrationshintergrund auch nach Herkunft aufgeschlüsselt. Würde für mich diese interessante Statistik sinnvoll ergänzen. Aber danke für diesen Link. Schade dass sowas nicht in der Presse gebracht wird. Aber es gibt wohl soviel wichtigeres zu berichten.

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  • Herbert K.

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    Meine Güte, wer Angst von der AfD hat möge doch dafür sorgen, dass ihr argumentativ das Wasser abgegraben wird. Wenn die „Etablierten“ weitermachen mit ihrer grenzenlosen Arroganz gegenüber der AfD (… Das sind für uns keine Gesprächspartner!) wird der Zulauf dort immer größer werden. Und wo ist das Problem, wenn es ein Teil der Bevölkerung satt hat, immer alles beschönigt und gefiltert zu bekommen.

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  • Allegra Ri via Facebook

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    Alannah Susanne

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  • Markus Schürenhöfer via Facebook

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    Ich verstehe nicht warum sich wer über die AfD aufregt. Ich halte die überwiegende Mehrheit in Deutschland klug genug um andere Parteien zu wählen. Auch wenn die denken sie wären schon in der Mehrheit so haben Bundesweit so um die 11-12%. Kommen immer weniger Asylsuchende, ist die „Partei“ obsolet, aber spätestens im Wahlkampf ist Ende. Es geht darum den Menschen zu erklären, dass die AfD mitnichten das „einfache“ Volk in den Focus ihrer Politik stellt, ein einfacher Blick reicht schon, ich sag nur Mindestlohn, den die AfD abschaffen möchte. Wenn man die mit ihren eigenen Forderung aus ihrem Programm stellt, merkt man direkt das die keine Lust haben zu diskutieren sondern blockieren Kritiker umgehend. Diejenigen die der AfD hinter her rennen, wähnen sich tatsächlich in einer „Merkel-Diktatur“ gegen die man „Widerstand“ leisten müsse. Das ist doch sowas von lächerlich, deshalb lasst sie laufen, denn Gegendemonstration werten die nur unnötig auf. Und wer da hinterher rennt, ist eh nicht für Fakten oder Argumente zugänglich, denn sonst würde er ja garnicht da mit maschieren.

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    • Slin Kner via Facebook

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      Die AFD ist nach ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen auch bundespolitisch im Aufwärtstrend ( 13%). Und die Asylpolitik ist derzeit ein wichtiges Thema, welches besprochen werden sollte. Darüber hinaus gibt es noch einige andere wichtige Themen, welche die AFD anspricht bzw. kommuniziert. Und das ist auch gut so. MUT ZUR WAHRHEIT!

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