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Kein kommunales Wildtierverbot in Hamm

Es wird definitiv kein kommunales Wildtierverbot in Hamm geben! Das hat die Stadt Hamm abgelehnt, und bezieht sich mit einer Stellungnahme auf die offene Rechtslage und die Politik in Berlin.
Die Stellungnahme ist eine Reaktion auf eine Anfrage der Hammer Fraktion der Grünen, die auf das Verwaltungsgericht München hingewiesen haben. Dieses habe die Rechtmäßigkeit eines kommunalen Wildtierverbots bestätigt.
Wie die Grünen mitteilten, haben bereits 50 Kommunen beschlossen, städtische Flächen nicht mehr an Zirkusse mit Wildtieren zu vermieten.

Der Punkt ist aber, dass es keine bundesgesetzliche Regelung aus Berlin gibt. Darum sieht die Stadt Hamm da jetzt auch keinen Handlungsbedarf, nur, weil es dieses Urteil aus München gibt.
Eher verweist man an dieser Stelle an die Verwaltungsgerichte aus Chemnitz und Darmstadt. In diesen beiden Städten wird ein kommunales Verbot strikt abgelehnt, weil man damit in die Freiheit der Berufsausübung eingreifen würde und dem Tierschutz auch keinen Gefallen tun würde.

Der Rundblick Unna hat z.B. Einsicht in die Unterlagen und hat sich auch persönlich vom Zustand der Tiere, sowie der Haltungsmöglichkeiten beim Gastspiel des Zirkus Charles Knie in Hamm, Ende Mai, überzeugt.
Besonders die Beziehung zwischen Laura Pedersen und ihrem Seelöwen zeigt ganz deutlich, wie gut es den Tieren dort geht.

Dieses Bild ist nicht gestellt oder bearbeitet! Diese und ähnliche Szenen gab es die ganze Zeit zu beobachten.

Zudem fehlt ja auch eine obergerichtliche Rechtsprechung. Man wird aber auch dort die weitere Entwicklung beobachten. Sei es ein weiteres Urteil oder eben auch die fachliche Diskussion, die überall neu entflammt, wo ein Zirkus seine Zelte aufschlägt.

 

Das Hauptbild entstand nach dem Pressetermin beim Zirkus Charles Knie. Wir durften uns dort umsehen, wie wir wollten und haben den Rundblick kreiseln lassen. Wie man sieht – geht es den Tieren dort gut!

Kommentare (5)

  • Mike

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    Solange es den Tieren gut geht und sie artgerecht gehalten werden ist doch alles Bestens. Die militanten Tierschützer übertreiben nämlich auch gerne. Was ich befürworte ist, das mit den Wildtieren auslaufen zu lassen wenn sich Fachleute, nicht militante Tierschützer, darüber einig sind, daß es nicht artgerecht ist oder für die Tiere besser wäre.
    Letztendlich wird gerne vergessen, daß soviele grosse Hunde z.B. mitten in der Grossstadt gehalten werden was auch in keinster Weise artgerecht ist, nur demonstriert da keiner gegen.

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  • Annette Jankowska via Facebook

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    „…..Und sie artgerecht gehalten werden….“WILDE TIERE KÖNNEN NIE NIE NIE ARTGERECHT GEHALTEN WERDEN??

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    • Markus

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      Dies trifft wohl auf alle Tiere zu.
      Selbst der Mensch hält sich nicht mehr Art gerecht.
      Er entfernt sich immer mehr von der Natur.
      Fleisch und Gemüse aus der Theke.
      Fangen, Töten, Schlachten und selber Gemüse etc. anbauen und ernten…ein Graus.
      Nur was für Spinner.
      Wir vergessen woher wir kommen und was wir waren und sind.

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  • Mike

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    Ein befreundeter Tierarzt sagte mir gerade, die Tiere haben im Regelfall nie wild gelebt und können somit nicht ausgewildert werden und selbst im Zoo klappt es oft nicht sie zu integrieren.

    Zudem meinte er, der einzige richtige Weg ist die Zucht und Kauf zu untersagen, ein Wildtierverbot nützt niemanden, denn je weniger Geld der Zirkus einnimmt desto weniger kann er die Tiere versorgen.

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  • Markus

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    Wir brauchen die Tiere im Zirkus und Zoo.
    Ansonsten würden wir komplett verblöden.
    In 20 Jahren würden sonst unsere Kinder glauben diese Tiere sind vom Mars.

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