Rundblick-Unna » Kaum Sprachkurse seien das Manko: Erst 15 von 8000 Flüchtlingen in Arbeit vermittelt

Kaum Sprachkurse seien das Manko: Erst 15 von 8000 Flüchtlingen in Arbeit vermittelt

Es liegt laut der Darstellung des Jobcenters am mangelnden Sprachvermögen – und am eklatanten Mangel an Sprachkursen. Der „Integration Point“, der ans Dortmunder Jobcenter angedockt ist, kommt auch fast ein Jahr nach seiner erwartungsfreudigen Eröffnung nicht in die Gänge. Erst ganze 15 Geflüchtete von derzeit 8000 gemeldeten in der Nachbarstadt haben über das Jobcenter eine Beschäftigung gefunden.

Diesen Zwischenstand meldet heute der WDR. Schon die erste Bilanz im Juni deutete auf klare Ernüchterung hin. Im Oktober wurde der erste „Integration Point“ der Region von Jobcenter und Arbeitsagentur Dortmund gegründet – in den ersten 8  Monaten vermittelten die Mitarbeiter 10 Flüchtlinge in Arbeit. Statistisch etwa ein Vermittelter pro Monat. Mit jetzt 5 weiteren dazu hat sich die Quote höchstens marginal gesteigert.

Im Jobcenter räumte man schon bei der ersten fast peinlichen Bilanz ein: das Wichtigste überhaupt sei zunächst der Spracherwerb. Dieses Manko wurde heute im WDR unterstrichen. Die meisten Asylbewerber seien zum Warten und zur Untätigkeit verdammt: entweder sie warteten auf ihren Asylbescheid oder auf einen Sprachkurs. Und das kann derzeit, trotz Beschleunidungsmaßnahmen (durch personelle Aufstockung mit fachfremden Mitarbeitern im Bundesamt für Migration z. B.) immer noch bis zu drei Jahren.

Diese bürokratischen Hürden bremsen die Integration der Zugewanderten in den Arbeitsmarkt heftig aus, beklagen die Jobcenterverantwortlichen. Bundeskanzlerin Merkel sieht hingegen mangelnden Willen der Unternehmen. Sie forderte vor 14 Tagen öffentlich mehr Engagment von der Wirtschaft bei der Eingliederung Geflüchteter in den Arbeitsmarkt.

Im Kreis Unna ging ein „Integration Point“ am 4. Februar an den Start. Angesiedelt ist er in der Arbeitsagentur Kamen. Auch hier war als Ziel eine schnellere Vermittlung zugewanderter Menschen in Beschäftigung ausgegeben. Eine erste Bilanz steht noch aus. Die Berater sollen im Integration Point die Qualifikationen, praktischen Fertigkeiten und Bildungsabschlüsse der Menschen klären, sie also interviewen, danach in Qualifizierung bringen und vermitteln – so ist es gedacht. Im Kreis Unna leben derzeit ca. 4000 Zuwanderer.

Landrat Michael Makiolla schrieb zur Eröffnung der Beratungsstelle am 4. Februar:

„Heute habe ich zusammen mit NRW-Integrationsminister Rainer Schmeltzer und Bürgermeister Hermann Hupe in Kamen den sogenannten „Integration Point“ im Kreis Unna eröffnet. 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters und der Bundesagentur für Arbeit werden dort Flüchtlinge aus dem gesamten Kreisgebiet beraten und in Arbeit bzw. Fortbildungsmaßnahmen vermitteln.
Ich möchte, dass möglichst viele Flüchtlinge genauso wie einheimische Arbeitslose möglichst schnell in unseren Arbeitsmarkt integriert werden, damit sie eigene Einkommen erzielen können und nicht länger auf die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Kassen angewiesen sind.“

Ein aktueller Vorstoß dazu von der Unnaer CDU-Fraktion: http://rundblick-unna.de/arbeitsgelegenheiten-fuer-junge-gefluechtete-antrag-der-cdu-unna-wird-begruesst-und-umgesetzt/

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Ralf Hausk Genau! Da wird noch zu wenig von den Rücklagen der Arbeitsargentur verbraten! Da hat die Uckermarktrulla ganze Arbeit geleistet denn die Rücklagen sind von den Arbeitnehmerbeiträgen angefallen. „Wir schaffen das“

Helmut Brune Ich lese in diesem Artikel vor Allem Kritik von Menschen, die sich nur indirekt mit den Flüchtlingen beschäftigen, die Bundeskanzlerin, der Landrat, der Integration Point….
niemand krempelt die Ärmel hoch uns macht was vor Ort. Hat sich schonmal jemad gefragt, ob die Flüchtlinge das wirklich wollen? Vielleicht hoffen sie ja nur auf ein schnelles Ende der Kriegshandlungen in ihrer Heimat und wollen so schnell wie Möglich zurück in ihre Heimat. Vielleicht haben viele ja auch nicht das Niveau, eine andere Sprache lernen zu können. Angela Merkel hat sie in unser aller Namen hergeholt und das auf eine viel zu leichtfertige Art. Daß sie sich dabei selbst völlig überschätzt hat, sieht man an aller Kritik, die sie dafür bekommen hat.

Ralf KrampsHelmut Brune sehr treffend beschrieben … Wir haben doch den direkten Vergleich mit den Flüchtlingen die aus dem ehemaligen Jugoslawien während des Krieges zu uns gekommen sind. Die meisten haben von vornherein gesagt das sie nach Beendigung des Krieges wieder zurück in die Heimat wollen, was ja auch geschehen ist.
Die heutige Situation ist doch eine ganz andere. … Die meisten sind doch reine Wirtschaftsflüchtlinge denen es nur ums Geld geht. Als allererstes sollte Frau Merkel mal definieren was sie überhaupt schaffen möchte !!! Und ich frage mich warum hier immer noch so viele Nordafrikaner geduldet werden obwohl die kein Anrecht auf Aysl haben. Zur Zeit werden noch tausende von Menschen in den angrenzenden Ländern wie Türkei und Libyen geparkt …. wie soll das bitte funktionieren ? Wir haben doch jetzt schon genug Subkulturen in UNSEREM Land
Greta Berger Da hast du recht Ralf Kramps … an so ein Integrationsgefasel und Milliardenverschwendung Anfang der 90er als ueber 400.000 Jugoslawen Schutz vor dem Krieg hier suchten und davon mehrheitlich Familien, kann ich mich nicht erinnern! Sehr viele gingen nach dem Krieg in ihre Heimat zurück ohne Wenn und Aber! Einige blieben und ich kenne ein paar, die ich sehr respektiere, weil sie sich hier integriert und selbst mit eigener Arbeit etwas aufgebaut haben!
Als Frau hatte ich damals zu keiner Zeit Angst allein unterwegs zu sein, heute mach ich den Schulterblick mehr beim Laufen als beim Autofahren!

Kommentare (6)

  • Helmut Brune

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    Ich lese in diesem Artikel vor Allem Kritik von Menschen, die sich nur indirekt mit den Flüchtlingen beschäftigen, die Bundeskanzlerin, der Landrat, der Integration Point….
    niemand krempelt die Ärmel hoch uns macht was vor Ort. Hat sich schonmal jemad gefragt, ob die Flüchtlinge das wirklich wollen? Vielleicht hoffen sie ja nur auf ein schnelles Ende der Kriegshandlungen in ihrer Heimat und wollen so schnell wie Möglich zurück in ihre Heimat. Vielleicht haben viele ja auch nicht das Niveau, eine andere Sprache lernen zu können. Angela Merkel hat sie in unser aller Namen hergeholt und das auf eine viel zu leichtfertige Art. Daß sie sich dabei selbst völlig überschätzt hat, sieht man an aller Kritik, die sie dafür bekommen hat.

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  • Dagobert

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    Wenn alles nicht so unendlich traurig wäre, wäre dieser Bericht ein echter Schenkelklopfer. Es wurde nachgewiesen, dass der „Integration Point“ nahezu nichts bringt und die Konsequenz daraus ist, dass noch mehr Steuergelder verballert werden. Wie wäre es denn, wenn man die neuen, schutzsuchenden Nachbarn als Mitarbeiter im „Integration Point“ anstellt ?Wenn man 100 Flüchtlinge einstellt, wären dann schon wieder 100 erfolgreiche Vermittlungen zu verbuchen. Schlechter als die aktuelle Leistung geht ja schon gar nicht mehr.

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  • Wierumer

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    130 Mio Euro waren für Sprachkurse vorgesehen, ausgegeben wurden in diesem Jahr 300 Mio. Der Erfolg: Lt. Recherchen von FAKT ARD weniger als mäßig. In Sprachkursen waren z.B Anfangs 58 Schüler, zur Mitte des Sprachkurses weniger als die Hälfte, abgeschlossen hat 1 Teilnehmer den Kurs. Und das scheint lt Arbeitsagentur eher die Regel als die Ausnahme.
    Wie viel Geld wollen noch verballern wenn nicht Leistungen des Arbeitsamtes mit den Integrationsbemühungen gekoppelt werden

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  • S. Maritz

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    „Integration Point“ – mehr muss man wohl zum Thema „Erlernen der deutschen Sprache“ nicht sagen.

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    • Werner Maag

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      Gut erkannt! Mir fällt der Denglisch-Schwachsinn schon nicht mehr auf. Bei Integration Point hätte ich eher auf ein Jobangebot für englischsprachige Mathematiker getippt.

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  • Werner Maag

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    „Es liegt laut der Darstellung des Jobcenters am mangelnden Sprachvermögen – und am eklatanten Mangel an Sprachkursen.“

    Nein. es mangelt im Schlaraffenwillkommenland an garnichts. Für die Merkelanten und mehr noch für die angeschlossene Sozialindustrie(1) regnet es Steuergelder – jeden Tag. Äh – Kann es sein, daß diese „Flüchtlinge“ als Schüler größtenteils völlig ungeeignet sind? WIr erleben hier den Unterschied in den Ergebnissen, zwischen einer qualifizierten Einwanderung (abgeschlossene Ausbildung oder Studium, nachgewiesene Sprachkenntnisse, vorliegendes Jobangebot vor Einreise, keine Vorstrafen, nachgewiesene Gesundheit) und der Vermischung von Blankoschein-Drehtürasyl und Einwanderung (unqualifizierte Einwanderung, jeder ist willkommen – ob Analphabet, 70 Jahre alt und auf dem Bett liegend hereingetragen, oder Neffe des geflüchteten Onkels – egal – hier ist der Sprachkurs und dann ab in den Mechatronik-Job)

    Was ist denn, wenn Flüchtlinge einfach keine Lust haben früh aufzustehen und sich anzustrengen und das sogar zu Protokoll geben? Richtig. Da passiert garnichts. Sie beziehen weiter Leistungen. Es passiert auch nichts, wenn sie nicht zu den verordneten Sprachkursen erscheinen. (Was aber passiert ist, dass der Sprachkursträger so oder so das Geld einsackt.) Wozu also sollten sie genauso motiviert sein, wie Menschen die sich im Ausland ein Arm- und ein Bein ausreissen, um eine Chance zu erhalten hier einwandern zu dürfen? (Die kommen jetzt natürlich nicht mehr, denn wer will schon in ein Land einwandern, dass seine Pässe an jeden verschleudert, der „hier!“ schreit und sich nicht erinnern kann, wo er herkam? EIn Land, dass sich selbst durch vermeintlich humanitäre Großtaten selbst den Stecker rauszieht?)

    Und zuguterletzt: Warum lernen die Deutsch, wo sie doch ohnehin bald in ihre Heimat zurückkehren werden?

    Man hat das Gefühl, daß man nur noch von weltfremden Dummen regiert wird! Und daran würde sich auch nichts ändern, wenn die Uckermark-Hexe mit den toten Augen endlich aus dem Amt wäre. Es würde lediglich einer der rückgrat- und profillosen, zu eigenem Denken unfähigen Zwerge mit denen sie sich umgeben hat, nachrücken.

    (1) http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiterwohlfahrt
    http://de.wikipedia.org/wiki/Diakonie_Deutschland_%E2%8%93_Evangelischer_Bundesverband
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Caritasverband

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