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Gestatten: Kathrinchen, Kindertagespflege am KK

Diana Ostrowski und Meike van Acker betreuen die Kinder im Kathrinchen - der KK-Kindertagespflegestätte.

Diana Ostrowski und Meike van Akker betreuen die Kinder im Kathrinchen – der KK-Kindertagespflegestätte.

Gestatten: „Kathrinchen“, die neue Großtagespflegestelle für Kinder bis drei Jahre. Das jüngste „Kind“ des Katholischen Hospitalverbundes Hellweg stellte sich am erstmals der Öffentlichkeit vor. Zwischen 14 und 16 Uhr sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katharinen-Hospitals sowie alle weiteren Interessierten eingeladen, hinter die Kulissen zu schauen. Das „Kathrinchen“ befindet sich in der Straße „Im Rutental“, Hausnummer 9, und ist die erste betriebliche Großtagespflegestelle in der Kreisstadt Unna.

Im September hat die Einrichtung ihre Arbeit aufgenommen. Die Großtagespflegestelle bietet Platz für neun Kinder im Alter bis zu drei Jahren und richtet sich in erster Linie an den Nachwuchs der Beschäftigten des Katharinen-Hospitals. Fünf Plätze sind bereits belegt, vier können aktuell noch vergeben werden. Auf zwei Etagen haben die Kinder Platz zum spielen, essen und schlafen. Das „Kathrinchen“ bietet neben dem großzügigen Spiel- und Aufenthaltsraum im Erdgeschoss eine große Küche und ein Gäste-WC, dazu kommt ein 850 Quadratmeter großer Garten mit Terrasse.

Auch Übernacht-Betreuung möglich

Im ersten Obergeschoss gibt es zwei Schlafräume, ein Bad und ein Büro für die Mitarbeiterinnen. Die beiden Tagesmütter Diana Ostrowski und Meike van Akker leiten die Gruppe. Fünf Kinder besuchen aktuell die Einrichtung in der Zeit zwischen 7.30 und 16 Uhr. Jutta Kappel, Personalleiterin des Hospitalverbundes, und Personalreferent David Schilling erklären dazu: „Die Zeiten können flexibel angeboten werden.“ Das heißt zum Beispiel: Arbeitet Mitarbeiterin in der Pflege im Spätdienst, kann ihr Kind über Nacht betreut werden.

Enge Zusammenarbeit mit der WFG

In enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung (WFG) des Kreises Unna hat der Hospitalverbund seine erste Großtagespflege ins Leben gerufen und damit als erster Betrieb in der Kreisstadt Unna eine Vorreiterrolle übernommen. Dazu wurde das Wohnhaus „Im Rutental“ in Unna entsprechend umgebaut, beispielsweise mit Brandschutztüren versehen und an die Brandmeldeanlage des Katharinen-Hospitals angeschlossen. Rund 50.000 Euro hat der Hospitalverbund investiert, die Tagesmütter werden vom Jugendamt bezahlt, das wiederum die Elternbeiträge einzieht.

Für Personalleiterin Jutta Kappel ist das „Kathrinchen“ eine Investition in die Zukunft: Schließlich ist das Personal im Krankenhaus zu 70 Prozent weiblich. Und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nimmt bei den nachrückenden Generationen von Müttern einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Sollte die Nachfrage im „Kathrinchen“ auf Dauer das Angebot übersteigen, könnte über eine Erweiterung nachgedacht werden. Allerdings ist das noch Zukunftsmusik…

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