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Katalog über die letzten Schaffensjahre von Wilhelm Buschulte

Der Katalog "Spätwerk und Rückblick" fasst die letzten Schaffensjahre von Wilhelm Buschulte zusammen. Die Autorin Dr. Annette Jansen-Winkeln hat das Buch nun vorgestellt

Die Autorin Dr. Annette Jansen-Winkeln M.) stellte den Buschulte-Katalog „Spätwerk und Rückblick“ im Beisein der Söhne Wilhelm und Joachim, dem Verleger Josef Fink und Sigrun Krauß (Bereich Kultur) vor. Foto: Stadt Unna

Die Stadt Unna hat am 16. Dezember einen weiteren Katalog über das Schaffen von Wilhelm Buschulte veröffentlicht. „Spätwerk und Rückblicke“ (Autorin: Dr. Annette Jansen-Winkeln) widmet sich den letzten Schaffensjahren des Unnaer Künstlers Buschulte, der am 28. März 2013 verstorben ist.

Die Autorin Annette Jansen-Winkeln hatte bereits 1999 eine Monografie über Wilhelm Buschulte herausgebracht und führt nun ihre Arbeit vor. Die Leiterin der Stiftung „Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts. e.V.“ gibt in dem Werk einen anschaulichen Einstieg in die Bilderwelt des Künstlers und weise ihn laut Pressemitteilung als genialen Grafiker aus.

Weitere Beiträge würdigen Buschultes Glasmalereien im Bistum Münster (Thomas Frings) und in der Erzdiözese Köln (Martin Struck). Eine Kurzbiografie Buschultes und Ergänzungen beziehungsweise ein Nachtrag zu seinem Werkverzeichnis (ab 1999) runden den Katalog aus dem Kunstverlag Josef Fink ab, der seit heute zu einem Preis von 19,80 € im i-punkt im zib und im Buchhandel mit der ISBN 978-3-89870-860-9 erhältlich ist.

Zum Künstler Wilhelm Buschulte

Wilhelm Buschulte wurde am 1. November 1923 in Unna-Massen geboren. 1943 begann er sein Studium an der Akademie der bildenden Künste in München. Nach Krieg, Verwundung und Studium zog es den freischaffenden Künstler jedoch wieder in seine Heimatstadt Unna. Hier lebte er ab 1953 bis zu seinem Tod am 28. März 2013. Neben Josef Baron, Carlernst Kürten und Ernst Oldenburg gehörte Wilhelm Buschulte zu den wichtigsten Unnaer Künstlern.

Wilhelm Buschulte malte seit seiner Jugend und arbeitete in seinen mehr als sechs Jahrzehnten künstlerischen Schaffens an Werken mit unterschiedlichen Motiven und Techniken. Diese waren auch in zahlreichen Ausstellungen zu sehen. Seine besondere künstlerische Bedeutung errang Wilhelm Buschulte jedoch vor allem durch seine neuartige, moderne Glaskunst. Bei dieser arbeitete er nicht im Mosaikstil, sondern „malte“ wie in Aquarell- oder Pastelltechnik auf dem Glas.

Tief verwurzelt im Glauben fand Wilhelm Buschulte in religiösen Themen das Hauptmotiv seiner Glaskunst. Dies ist auch in seinen Werken an über 300 überwiegend sakralen Gebäuden in ganz Deutschland zu erkennen. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehörten die Glasmalereien der Paulskirche in Frankfurt, Maria Königin in Saarbrücken, der Kapelle der Apostolischen Nuntiatur in Berlin, des Aachener und Paderborner Doms sowie St. Maria im Kapitol, St. Ursula und St. Gereon in Köln.

In Unna gestaltete der Künstler die Fensterverglasung an katholischen und evangelischen Kirchen und an weiteren, profanen, Gebäuden wie im Ratssaal des 1987/1988 gebauten Rathauses. So hat Wilhelm Buschulte auch in seiner Heimatstadt sichtbare künstlerische Spuren hinterlassen.
Wilhelm Buschulte starb am 28. März 2013 in seiner Heimatstadt Unna. (Quelle: Stadt Unna)

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