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Kaczmarek (SPD): Fröndenberger wollen – und sollten – Fußgängerweg über den Bahngleisen behalten

 Weiterhin zu Fuß über die Gleise schreiten Richtung Himmelmannpark und Rathaus bzw. in die Gegenrichtung zum Markt? Das wollen mehrheitlich die Fröndenberger, glaubt SPD-Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek. Der Bundespolitiker hat seine Heimat zwar in Kamen und arbeitet in Berlin, doch über den Fußgängerüberweg über der Fröndenberger Bahnstrecke hat er sich jüngst mit  seinem Parteifreund ausgetauscht, Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe. „Es sollten alle Möglichkeiten ernsthaft geprüft werden, den Fußgängerüberweg über die Bahnstrecke in der Fröndenberger Innenstadt zu erhalten“, fasst Kaczmarek seine Gespräche in Fröndenberg zu dieser Thematik zusammen.

Als konkretes erstes Ergebnis, sagt der Abgeordnete, habe er Kontakt mit der Deutsche Bahn AG aufgenommen, um sich über den Sachstand und die Überlegungen der Bahn zu informieren. In der Zielsetzung sei er  sich mit Rebbe einig: „Wenn es den eindeutigen Wunsch aus der Bevölkerung gibt, den Bahnübergang als Füßgängerüberweg zu erhalten, dann sollten alle Möglichkeiten zum Erhalt ausgeschöpft werden. Mit dem Verzicht auf die L673n ist zudem eine weitere Grundlage für die Planung obsolet geworden“, erinnert der Abgeordnete an den Dauerstreit über die umstrittene Landesstraße.

Wer Einigungen mit der DB erzielen will, benötigt als Politiker wie als Stadtvertreter allerdings einen strapazierfähigen Geduldsfaden. Schon 2012 – als sich abzeichnete, klar wurde, dass die L673n nicht kommen würde – warfen der damalige CDU-Bürgermeisterkandidat Jürgen Focke und Parteichefin Sibylle Weber dem SPD-Bürgermeister Tatenlosigkeit vor. Rebbe konterte damals: Unter Beteiligung des NRW-Verkehrsministeriums werde es in absehbarer Zeit eine Unterredung mit den Bahnverantwortlichen geben, um in der leidigen Frage des Bahnübergangs Klarheit zu schaffen. Denn gegen den (von der Bahn avisierten) Tunnel unter den Gleisen zog Rebbes SPD massiv zu Feld, sammelte Unterschriften auch noch, als sich abzeichnete: Der Tunnel kommt nicht.

Ähnlich ungeliebt war die Idee eines Überwurfs: Focke sprach damals von einer  „städtebaulichem Zumutung“, da ein solches Bauwerk schneckenförmig meterhoch über die Gleise ragen würde. „Sollte die Bahn wirklich auf dem Tunnel beharren, wird es zumindest der schönste Tunnel NRWs!“, prophezeite er damals.

Im Prinzip wollten SPD und CDU schon damals dasselbe: dass alles bleibt, wie es ist. Diesbezüglich hatte sich auch die Landtagsabgeordnete der CDU, Ina Scharrenbach, schon frühzeitig ist das Thema eingeklinkt.

Für Kaczmarek steht jetzt fest – und da sei er sich mit Bürgermeister Rebbe einig, sagt er: „Wenn es den eindeutigen Wunsch aus der Bevölkerung gibt, den Bahnübergang als Fußgängerüberweg zu erhalten, dann sollten alle Möglichkeiten zum Erhalt ausgeschöpft werden. Mit dem Verzicht auf die L673n ist zudem eine weitere Grundlage für die Planung obsolet geworden.“

Kommentare (2)

  • Sibylle Weber via Facebook

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    Erkenntnis aus dem letzten ASU (Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt): Die Verantwortlichen im Rathaus haben es in zwei Jahren (!) leider nicht geschafft, zu diesem Thema bei der Bahn einen Ansprechpartner zu finden …

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Kann das plötzliche Aufwachen und „Reinhängen“ der Sozen in alles Mögliche mit dem nahenden Untergang ihrer Partei zu tun haben?

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