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„Juwel mit Strahlkraft“ – ein Schloss für Kunst: Weitere 20 Jahre Ausstellungen auf Cappenberg

Die Tinte ist trocken, der Handel perfekt.  Schloss Cappenberg – „kulturelles Juwel mit Strahlkraft über die Kreisgrenzen hinweg“ (Landrat Makiolla) – bleibt für weitere 20 Jahre Ausstellungsort des Kreises Unna und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Das Schloss – 1816 vom preußischen Staatsreformer Karl Freiherr vom und zum Stein erworben und seitdem in Familienbesitz – vereint unter einem Dach Kultur und Geschichte und gehört zu den bekanntesten Schlössern im Lande. Schlossherr Sebastian Graf Kanitz freute sich über die gelungene Vertragsverlängerung sehr. „Damit kann eine seit Jahrzehnten gepflegte Zusammenarbeit meiner Familie mit dem Landschaftsverband und dem Kreis weitergehen.“ Freude auch beim Landschaftsverband: Schloss Cappenberg sei wichtiger Ankerpunkt in der 200-jährigen Geschichte der Preußen in Westfalen.

Der neue Vertrag markiert auch einen musealen Neuanfang. Der LWL hat damit begonnen, die Dauerausstellung über den Freiherrn vor allem mit Blick auf junge Museumsbesucher neu zu konzipieren.Die neuen Verträge gelten von 2016 bis 2936. Beide Mietparteien zahlen jährlich jeweils 130.000 Euro Miete inkl. Nebenkosten. Für den Kreis sind das 30.000 Euro weniger pro Jahr als jetzt.

Genutzt wird fortan nur noch der Mitteltrakt des Schlosses (Südflügel): Damit reduziert sich die Gesamtfläche von derzeit rund 2.400 Quadratmetern auf 1.500 bis 1.700 Quadratmeter. Der Kreis wird etwa 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche im Erdgeschoss zur Verfügung haben (derzeit 600 Quadratmeter). Dazu kommen Nebenflächen.

Bis Anfang 2017 wird das Schloss renoviert und vom Eigentümer behindertengerecht umgebaut. Komplett ausstellungsfrei soll die Bauphase nicht sein, denn der Kreis plant kleinere Ausstellung in der Stiftskirche Cappenberg.

Cappenberg Verträge neu

Schloss Cappenberg bleibt Ausstellungsstätte. Die Verträge unterschrieben Schlossherr Graf Kanitz (vorn Mitte), LWL-Direktor Löb (vorn rechts) und Landrat Makiolla (vorn links). Foto: C. Rauert – Kreis Unna

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