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Jördis Tielsch in Frömerns Kirche – Großes Kino in kleiner Stadt

Kleine Stadt, großes Kino, der Titelsong von Jördis´ neuer CD macht an diesem warmen Juniabend in Fröndenberg wirklich Sinn: Großes Kino in einer kleinen Stadt, vielmehr in einem Dorf, in Frömern und ganz genau in der Frömerner Kirche. Hier sang und musizierte und verzauberte am Samstag Jördis Tielsch, die nach bereits fünfjährigen wiederkehrenden Auftritten in Fröndenberg erstmals die Location wechselte.

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Erstmals nicht die Kulturschmiede, sondern eine Dorfkirche. Und dieses Dorf musste die junge Musikerin natürlich zuerst mal kennenlernen: „Sagt man eigenlich ,Frömmern´ oder ,Fröhmern´?“, fragte sie neugierig ins Publikum (bzw. in die Konzertgemeinde in den Kirchenbänken), und von hinten schallte ihr prompt die Antwort entgegen, laut und gebieterisch: „Fröömern natürlich, Fröööömern! Ist doch wohl klar!“ Lachend winkte Jugendreferent Sebastian Richter der Sängerin vorn am Altar zu, strahlend gelaunt, weil schon vor Beginn dieser Kirchenkonzertpremiere klar war: Das würde ein richtig toller Abend.

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Die Frömerner Johanneskirche als Konzerthaus und der Altarraum als Bühne (für die wunderbare Jördis Tielsch mit ihrer Band), die Kirchengemeinde und der Verein Kultur für Uns als gemeinsame Veranstalter – treibende Kräfte waren KfU-Vorsitzender Frank Schröer und der bienenemsige Jugendreferent Sebastian Richter. Beide begrüßten ihr Publikum freudig vorn am Altar: „Vielleicht wird hieraus ja eine wunderbare Liaison!“

Das musikliebende Publikum wäre ganz gewiss nicht abgeneigt, zumal die Evangelische Jugend bestens für Bewirtung sorgte, Kirchwein weiß und rot gab es und kühles Bier und Laugengebäck frisch aus der Dorfbäckerei. Die Pause dehnten die Veranstalter diesmal etwas großzügiger auf eine halbe Stunde aus, denn zu den Toiletten war´s ein Paar Schritte weit bis ins Gemeindehaus zu gehen. An diesem überraschend schönen, warmen Abend kam eine etwas längere Pause den Konzertbesuchern aber wie gerufen.

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„Wir haben natürlich schon darauf geachtet, dass die Art der Musik auch in die Kirche passt“, sagte Sebastian Richter. Jördis Tielsch mit ihrer glockenklaren Stimme und ihren schönen, eingängigen Folksongs passte perfekt – viele ihrer Songs sind ruhig, melancholisch, nachdenklich verträumt. Dann wieder legt sie los und tanzt mit ihrer Geige über die Bühne, in diesem Fall vor dem Altar – und dann, darf natürlich auch (und gerade!) in einer Kirche nur zu gern ausgelassen mitgeklatscht und mitgetanzt werden.

Ein restlos begeisterter KfU-Vorsitzender fasste seine Euphorie heute wie folgt zusammen: „Das war mal wieder ganz groß – der Abend mit Jördis und Band. Mit standing ovations hatte sich das Publikum 3 Zugaben erklatscht, als krönender Abschluss mit einer unglaublichen Interpretation des U2 Klassikers „Still haven’t found“ bei dem die Fröndenberger mit tollem Chorgesang der bestens aufgelegten Band die Ehre erwiesen. 

Um 01:30 Uhr sind wir dann völlig erschöpft aber ziemlich glücklich und zufrieden ins Auto eingestiegen. So macht Kulturarbeit Spaß!“


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