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Jahresgruß des Schwerter Bürgermeisters mit Fokus auf der Flüchtlingshilfe

Auf die Flüchtlingshilfe legt Schwertes Bürgermeister Heinrich Böckelühr (CDU) neben der Stadtentwicklung den Fokus in seinem Jahresgruß 2016. Das Stadtoberhaupt der Ruhrstadt schreibt:

Heinrich Böckelühr

„Wieder blicken wir auf ein Jahr zurück, das mich in meinem Wissen bestätigt, dass wir hier in unserer schönen Hansestadt an der Ruhr bürgerschaftliches Engagement in eindrucksvoller Form leben.

Wie schon im Vorjahr beeindruckt mich, wie so viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, besonders auch die vom Arbeitskreis Asyl, die in unsere Stadt geflüchteten Menschen unterstützen. Nächstenliebe ist in Schwerte keine Floskel, die Flüchtlinge erfahren sie täglich. Mein Dank geht auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus, ohne die eine zwar nicht immer einfache, aber dennoch reibungslos funktionierende Aufnahme nicht möglich wäre.

Der Einsatz ging so weit, dass wir den Transport der Flüchtlinge zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Unna selbst organisiert und finanziert haben. Hier fehlte mir die Unterstützung des Kreises Unna, was ich auch deutlich geäußert habe. Diese logistischen Anstrengungen haben wir unternommen, damit die uns zugewiesenen Menschen so einfach wie möglich ihre ersten Schritte im neuen Leben meistern.

Ich möchte in diesem Zusammenhang gerne auch die Orientierungsfilme erwähnen, mit denen wir in erfolgreicher Zusammenarbeit mit der Ruhrakademie die hier ankommenden Menschen nicht nur herzlich willkommen heißen, sondern ihnen auch die Wege zum Einleben in unsere Gesellschaft zeigen. Wer sich dafür interessiert, findet diese Filme auf der Internetseite des Rathauses.

242 Menschen kamen allein im Jahr 2016 in unsere Stadt, davon 93 aus Syrien. Sie sollen sich hier wohlfühlen. Beachtlich und nach wie vor bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, wie viele Privatleute der Stadt Wohnungen zur Verfügung stellen. Denn auf Massenunterkünfte wollen wir weiterhin verzichten.

Das führte dazu, dass ein Großteil der Sportvereine und Schulen, die auf ihre Sporthallen verzichten mussten, in ihre sportliche Heimat zurückkehren durften. Auch ihnen gilt mein Dank für ihre Solidarität zu Beginn des Jahres 2016 während der akuten Flüchtlingskrise. Ich sage aber auch, dass wir aktuell nicht prognostizieren können, wie sich die Zahlen im kommenden Jahr entwickeln. Jedenfalls sind wir weiterhin sehr dankbar für jede uns angebotene Wohnung.

….

Ein Blick nach vorne: Wir können, wie ich bereits erwähnt habe, derzeit nicht absehen, wie viele Flüchtlinge in unsere Stadt kommen. Hier liegt eine unserer größten Herausforderungen. Ich bin mir aber sicher, wenn die Schwerterinnen und Schwerter weiterhin so zusammenstehen und auch den Neuankömmlinge ohne Vorbehalte begegnen, meistern wir auch das Jahr 2017. Alleine das Bewusstsein, dass Menschen füreinander da sind, ist nicht nur während der emotionalen Festtage sehr wichtig, sondern auch im Alltag. Es hilft, schwierige Zeiten zu meistern.“

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