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Interview: Geld fürs BB´chen – damit Unna für Kinder nicht baden geht

 

Interview mit Jessica Mense, Vorstand des Bornekamp-Freibadvereins, und Margarethe Strathoff, engagierte SPD-Jugendpolitikerin und Mitinitiatorin der neu angelaufenen Spendenaktion für Unnas einziges verbliebenes Freibad: das Bornekampbad.


Bornekampbad

Frau Strathoff, Frau Mense: Sie halten mir so freundlich Ihre Spendendose unter die Nase. Wieso soll ich für ein Planschbecken Geld spenden?

Jessica Mense / Margarethe Strathoff: (beide lachend, protestierend) Hey! Das Bornekampbad ist JA nicht nur zum Planschen für Kinder.

Jessica Mense: Gut, es ist schon ein extrem kinderfreundliches Bad. Der Spielplatz ist toll. Aber es kommen auch immer mehr Erwachsene. Unser neues großes Schwimmerbecken ist wettkampftauglich. Wir haben einen Strand, wir haben Strandkörbe! Der Kaffee schmeckt hervorragend. Wir haben Zeitschriftenständer, im Sommer wird ein Bücherflohmarkt dazukommen und einen Liegestuhlverleih. Außerdem bieten wir viel Zusatzprogramm an, wie wöchentlich Aquafitness, LateNightSwimming… Wir haben perfekte Muffins, Chocolate Chips…

Margarethe Strathoff: Hmmh, ja, es kommen viele extra nur zum Kaffeetrinken…

Trotzdem nochmals meine Frage: Wieso soll ich für ein Freibad Geld spenden? Ich zahle doch bereits für den Eintritt. Oder für einen dieser leckeren Muffins – die sind übrigens wirklich höllisch gut.

Jessica Mense: Weil die Stadt nichts gibt. Nichts mehr geben kann.

Margarethe Strathoff: … nichts mehr hat.

Jessica Mense: Einen Zuschuss von der Stadt bekommen wir ja, jährlich 30 000 Euro. Diese müssen wir allerdings als Einnahmen versteuern.

Um das kurz zu erklären: Laut Finanzgericht NRW ist davon auszugehen, dass eine Kommune, die regelmäßige Zuschüsse zahlt, dafür immer auch eine „Gegenleistung“ bekommt bzw. einen Vorteil davon hat. Deshalb ist der Zuschuss – in diesem Fall der fürs „BB´chen“ – zu versteuern.

Jessica Mense: Daher bleiben uns 25 000 Euro. Unser Problem sind die Stromkosten durch die neue Wasseraufbereitungsanlage. Sie haben sich verdoppelt.

Moment. Eine topmoderne technische Anlage verheizt doppelt soviel Strom wie die alte? Das müssen Sie erklären.

Jessica Mense: Sicher. Bei der alten Anlage hatten wir eine Sparschaltung…

Und bei der neuen wurde die eingespart?

Jessica Mense: Sie wurde nicht in die Ausschreibung aufgenommen. Man könnte nachrüsten, für ca. 5- bis 10 000 Euro nach unseren gesicherten Infos. Die Stadt sagt jedenfalls: Die Wasseraufbereitung muss rund um die Uhr durchlaufen. Wir können den Strom bezahlen. Aber für eine so teure Investition wie das neue Kinderbecken haben wir einfach kein Geld.

Mitgliedsbeitrag verteuern? Eintrittspreise hochsetzen?

Jessica Mense: Den Eintritt haben wir erst letztes Jahr um 30 Prozent erhöht. Das Tagesticket kostet jetzt 3 € , ermäßigt 2,50 €, Kinder bis 13 Jahren zahlen 1 € für den ganzen Tag, für unter Vierjährige ist es kostenlos. Und es gibt die Vereinsmitgliederschaft: 66 € für zwei Erwachsene inkluisve Kindern für das ganze Jahr. Diese Preisstruktur möchten wir derzeit nicht verändern.

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Warum wird denn dieses neue Becken – „Minipool“ nennen Sie es – überhaupt nötig?

Jessica Mense: Weil das Planschbecken bei schönem Wetter einfach viel zu klein für die vielen Kleinkinder ist. Die Betonwanne wird außerdem immer pflegeintensiver, wir brauchen jährlich ca 1000 €, um sie mit Farbe und Rutschhemmbeschichtung für die Saison herzurichten. Damit das Bad gerade für junge Familien attraktiv bleibt, brauchen wir den Minipool einfach.

Sie sagen, das bisherige Becken sei zu klein für all die Kleinkinder. Darüber können Sie sich ja eigentlich freuen – Ihr Bad wird rege genutzt.

Jessica Mense: Ja, die Entwicklung der Besucherzahlen ist wirklich erfreulich. Gut, im letzten und vorletzten Sommer war die Schwimmhalle am Bergenkamp zu. Das merkten wir, es kamen deutlich mehr Schwimmer, sprich „richtige“ Badegäste. Manche kommen ja auch nur, um in der Sonne zu liegen. Die Attraktivität ist durch die konstanten Wassertemperaturen nach der Renovierung deutlich größer geworden. Wir haben jetzt immer über 20 Grad, sonst war das Wasser im Mai gerade 16 Grad warm. Oder besser kühl.

Sie heizen mit Solar?

Jessica Mense: Ja. Das Beckenwasser wird über das gesamte Dach geführt, in ganz schmalen Röhren. Am 20. April wird die Anlage in Betrieb genommen. Bei normaler Sonneneinstrahlung beträgt die Wassererwärmung ein bis zwei Grad pro Tag.

Wann eröffnen Sie?

Jessica Mense: Spätestens am 1. Mai.

Margarethe Strathoff: Als Mutter freue ich mich schon. Natürlich auch für mich. Aber der Spielplatz ist wirklich toll.

Und Sie, Frau Strathoff, bringen dann auch Ihre Spendenbüchse mit und rappeln den Badegeästen mit Ihrem gewinnendsten Lächeln vor der Nase herum?

Margarethe Strathoff: (lacht laut) O je, die Leute flüchten sicher schon, wenn sie mich mit der Spendendose ankommen sehen!

Weil Sie seit Ihrer Skaterpark-Sammlung so etwas wie die „Spenden-Queen von Unna“ geben?

Margarethe Strathoff: (weiterlachend) Dazu sage ich jetzt mal nichts.

Der Hintergrund ist ja eigentlich auch zu ernst zum Herumwitzeln. Sie müssen jedenfalls irgendwie – durch großzügige Gönner und hoffentlich ein paar Sponsoren – für das einzige verbliebene Freibad dieser Kreisstadt stolze 60 000 Euro zusammenbekommen, damit das erklärte Ziel des Bürgermeisters – junge Familien zu locken – nicht an etwas so Profanem wie einem Planschbecken scheitert? Wie fühlt man sich denn als Bittsteller?

Margarethe Strathoff: Eigentlich ist es beschämend. Kinder – Bewegung – das sind so zentrale Dinge. Wo soll das enden, wenn wir allen alles wegnehmen? Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche sind unsere Pflichtaufgabe als Stadt.

Jessica Mense: Ja, ein Schwimmbad sollte eigentlich kommunale Aufgabe sein. Aber wo kein Geld da, gibt es zum Glück Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, um Angebote aufrecht zu erhalten. Nur größere Investitionen schaffen wir nicht allein.

Margarethe Strathoff: Aber ich hoffe, dass unsere Stadtkämmerer, so wie bei unserer Lindenbrauerei, doch noch ‚freie Mittel‘ findet und uns unterstützt. Es muß ja nicht der gesamte Teil sein, aber wir würden uns über eine angebrachte Summe sehr freuen“…

Finden Sie es nicht irgendwie schade, dass Unnas Stadtverantwortliche ein Freibad nicht so als Pflichtaufgabe ansehen wie ein- nehmen wir ruhig Ihr Beispiel – ein Kultur- und Kommunikationszentrum?

Margarethe Strathoff: (langsam, mit Nachdruck) Unser Bürgermeister Werner Kolter hat sich in seiner Neujahrsansprache für den Einsatz fürs Bornekampbad bedankt und erklärt, wie wichtig ihm junge Familien sind. Und bei der Trauerrede für Michael Hoffmann – dem das Bad ein Herzensanliegen war – hat er ebenfalls seine Unterstützung zugesichert. Wir sind sicher, dass das nicht nur dahergesagt war.

 

Kontonummern für freundliche Spenden:

Sparkasse IBAN: DE59 4435 0060 0000 0243 64
Volksbank Unna IBAN: DE61441600144008426101.
Verwendungszweck „Minipool Freibad Bornekamp“

– Eine leicht verkürzte Druckfassung dieses Interviews finden Sie in unserem Monatsmagazin Rundblick Unna, das kostenlos in Unna, Kamen, Bergkamen, Holzwickede und Fröndenberg ausliegt.

Kommentare (12)

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    Margarethe Strathoff

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    Natürlich freuen wir uns auch über jede Spende aus der Unnaer Bevölkerung und bitten daher um Veröffentlichung unserer Kontonummern
    Sparkasse IBAN: DE59 4435 0060 0000 0243 64
    Volksbank Unna IBAN: DE61441600144008426101.
    Verwendungszweck „Minipool Freibad Bornekamp“

    Danke für die Veröffentlichung

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    Margarethe Strathoff

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    Danke :) … die ersten Unterstützer haben sich bereits gemeldet. Ich freue mich bereits, dass es soviel bürgerschaftliches Unnaer-Engament gibt. Das ist auch einer der Gründe, warum ich für unsere Kinder gerne „betteln“ gehe 😉 Es ist aber auch ein klasse Projekt, was wir nur unterstützen können. Und die Zukunft wird es zeigen, wie wichtig und richtig unser Einsatz war. Denn es ist die Heimat unserer Kleinsten

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    Christoph Tetzner

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    Toller Verein und ein tolles Konzept, was seinesgleichen in der Region sucht! Man kann an dieser Stelle nur den beiden Damen stellvertretend fuer alle ehrenamtlichen Mitgliedern des BB’chen danken. DANKE!

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    Dr. Peter Kracht

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    Das Bornekampbad kann man nur unterstützen. Und es ist immer wieder erfreulich mit wieviel Engagement und Ideenreichtum sich die beiden Damen in ihrer Freizeit (ohne Bezahlung) für unsere Kinder (=Zunkunft in unserer Stadt) einsetzen. Nachdem es das Freizeitbad in Massen nicht mehr gibt, ist es ja auch die einzige Außen-Wassenfläche für Unna. Traurig ist, dass die Zuwendungen der Stadt Unna auch noch versteuert werden müssen, denn dann bleibt ja wirklich nicht mehr viel Geld zum wirtschaften.
    Vielleicht sollten wir als Stadtrat einmal darüber nachdenken, die Mittel so zu erhöhen, dass wenigstens 30.00 Euro netto für das BB`chen übrig bleiben.
    Gudrun Friese-Kracht und Dr. Peter Kracht

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    Margarethe Strathoff

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    Danke für den netten obigen Kommentar. Das ist genau der Punkt. Wir haben in Unna nur noch dieses einzige kleine liebevolle Familienbad. Es macht schon Sinn, dieses zu erhalten und zu pflegen. Auch dürfen wir nicht vergessen, wieviele Familien nicht ein großes Einkommen haben, um mit ihren Kindern nach Hamm oder in die super schönen (aber auch teuren) Spaßbäder zu fahren. Hier treffen sich Kinder und toben sich aus. Nur für die ganz Kleinen, ist das Angebot sehr begrenzt und das ist der Grund, wo wir ansetzen. Wenn nur ein Teil der Bürgerschaft uns untertützt, haben wir auch als Gesellschaft gewonnen und zeigen mit dem Einsatz, was uns lieb und teuer ist. Das ehrenamtliche Team des Bornekamp-Bades hat auch die Idee eine Spendentafel aufzustellen, wo sich die einzelnen Spender wiederfinden – soweit gewünscht.

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    Christel

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    Die Stadt hat doch schon das Edelstahlbecken finanziert, die Stromnachzahlung übernommen, die Heizungs- bzw Solaranlage mitfinanziert und die jährlichen Vereinszuschüsse erhöht. Jetzt gibts wieder ne neue Idee und die Stadt soll wieder sponsern. Ein ehemaliger Politiker ist Vereinsvorsitzender. Was denn jetzt noch ? Zur Information, wieviel Geld jährlich an Steuergeld ins BBchen fließt, informiert doch mal die Öffentlichkeit.

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    Christel

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    Die 30.000€ pro Jahr alleine sind/waren ja nicht alles. Man könnte ja mal die Summen der Mitfinanzierung der „Hardware“ (Becken,Solaranlage,Stromnachzahlung etc) mit auflisten. Ist ja noch nicht so lange her und gehören zu einer Unterstützung der Stadt mit dazu :-) Das Becken hat doch bestimmt mind 100.000€ gekostet.

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    Mertens

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    Ich denke,es wird so viel staatliches Geld in unnütze Objekte zB. in den BER- Flughafen Berlin gesteckt , der noch nicht mal eröffnet worden ist und jeden Monat ungenutzt Unsummen an Gelder verschlingt. Da sollte doch eigentlich Geld für das Planschbecken da sein. Der Flughafen ist nur ein Beispiel, wie unsere Steuergelder verschwendet werden. Umso mehr Respekt habe ich vor den beiden ehrenamtlichen Sammlerinnen, die ihre Freizeit für den guten Zweck opfern! Toll!

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      P.

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      Liebe Christel,
      natürlich sind 30.000€ viel Geld. Natürlich hat jemand bei der Planung des Becken nicht aufgepasst und auf die erhöhte Leistung geachtet.
      Allerding kommen ja auch noch mehr Faktoren dazu: höher kW/h-Preis, erhöhte Wasser- und Abwasserkosten, erhöhte Personalkosten (ganz ohne bezahlte Kräfte lässt sich so ein Freibad heute nicht mehr betreiben), höhere Kosten für Chlor…… überall steigen die Preise und da bleibt das Freibad nicht verschont von.
      Und man kann die Preise nicht zu weit nach oben schrauben, denn es ist zwar das einzige Freibad in Unna, aber die Konkurrenz um Unna ist groß und kann teilweise mehr bieten. Da muss man auch mithalten, daher war sowas wie die Solaranlage unumgänglich.
      Das neue Becken war auch bitter nötig, da das alte jeden Frühjahr aufwendig geflickt wurde, damit es dicht war und kein Verletzungsrisiko für die Schwimmer bestand.
      DIe Stromnachzahlung hat übrigens nicht die Stadt Unna übernommen. Und ja das Becken war deutlich teurer als 100.000€.
      Aber all das könnten sie wissen wenn sie Mitglied im Verein wären und zu den Mitgliederversammlungen kommen würden. Oder einfach über Jahre täglich die lokale Zeitung lesen würden.
      So aber jetzt zum Freibad. Ein Becken was an einem Ende nur eine Wassertiefe von 0,8m hat ist definitiv nicht Wettkampf tauglich.
      Für mich stellt sich die Frage ob es das Planschbecken wirklich so groß werden muss. Ich sehe leider nicht den Kostennutzenfaktor.
      Den Betrieb am jetzigen Planschbecken könnte man ja schon mal verringern, wenn man eine Altersgrenze hart durchziehen würd. 8-jährige Kinder haben in meinen Augen da nichts zu suchen und dennoch wird nicht durchgegriffen.
      Des weiteren Frage ich mich wer für die Sicherheit bei dem größeren Becken verantwortlich ist? Die Eltern? Die Badeaufsicht?

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    regina ranft

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    Hallo,das eigentliche Problem ist die mangelhafte städtische Finanzausstattung,hervorgerufen durch Steuerflucht von Großkonzernen und schlechte Gemeindefinanzierung durch Land und Bund!
    Und hier kann und sollte aufgerechnet werden,aber bitte nicht die von Zuschüssen abhängigen freien Vereine gegeneinander! Sonst sind wir bald bei aberwitzigen Berechnungen,wo öffentliche Mittel mit Zuschauerzahlen, Jahresöffnungszeiten und Eigenerwirtschaftung hochgerechnet werden.
    Ganz im Gegenteil:jeder Euro für das Bornekampbad ist mehr als berechtigt und es ist traurig,dass sich die Kommune kein Bad mehr in Massen leisten konnte! Sport und Freizeitgestaltung speziell für Kinder, insbesondere aus sog. sozial schwachen Familien
    ist absulut wichtig!
    Doch genauso erhaltenswert ist das Kulturzentrum Lindenbrauerei,auch bei uns gibt noch
    Kultur,Freizeitgestaltung und kulturelle Bildung zum erschwinglichen Preis und wir kämpfen gerade darum,dass das auch so bleibt.
    Aber wo nun liegt der Unterschied in der aktuellen finanziellen Zuwendung durch die Stadt Unna? Ein neues Planschbecken für`s BBchen ist sehr sinnvoll,auch zukunftsweisend. Aber der jetzt anstehende Zuschuss für die Linde,soll deren Existenz für ein weiteres Jahr sichern,ohne diese zusätzlichen Mittel könnte man dann in Unna im nächsten Sommer nur noch ins Freibad gehen…wir müssen damit das strukturelle Defizit
    ausgleichen,was auch das Richter-Gutachten attestiert hat. Mit anderen Worten,die Linde ist seit vielen Jahren unterfinanziert und hat dies mit sehr hoher Eigenerwirtschaftung (über 85%) wettgemacht. Das funktioniert aus vielen Gründen nicht mehr und war auch kulturpolitisch fragwürdig! Übrigens auch bei uns sind die Kosten in den letzten 15
    Jahren gestiegen und der Zuschuss ist seit dem noch gekürtzt worden,
    kein Inflationsausgleich und keine Lohnerhöhung!
    Deshalb sind wir sehr froh und dankbar,dass die Verantwortlichen von Rat und Verwaltung hier ein Einsehen hatten und ein Bekenntnis zum Fortbestand der LIndenbrauerei abgegeben haben. Wir haben dadurch nicht mehr Geld für unsere Arbeit zur Verfügung und müssen auch für Investitionen und größere Neuanschaffungen Gelder von Sponsoren und Spernern zusammen bringen.
    Also bitte keine Aufrechnerei,Nirgendwo! Lasst uns lieber den Schulterschluss machen,wir sind bereit dazu und werden dazu die Iniatitive ergreifen.
    AUF EINEN SUPER SOMMER…..

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      petra weber

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      Ihr Lieben Alle,

      ohne Euch gäbe es die Skaterbahn, dass BB’chen und die Linde nicht. Frauenpower…, wenn ich das mal bemerken darf.
      Wenn Du, liebe Margarethe nicht so stur jahrelang fürdie Skaterbahn gekämpft hättest, sie wäre heute noch nicht da. Auch wenn es mir nicht im Geringsten passt, wo die Stadt Unna den Skaterpark eingerichtet hat. Die Hansastrasse ist eine stark befahrene Hauptstrasse und der Verkehrslärm, verbunden mit der unmittelbaren Nähe zur Autobahn, die sich durch Verwirbelungen der Abgase direkt auf die Anlage der Kinder und Jugendlichen niedersenkt, lassen ein Verhältnis der Stadt zu ihren jugendlichen Bürgern erkennen (der Kurpark hatte hier wohl keinen Platz?).

      Jetzt gibt es ja bald – oder ist schon umgesetzt? – eine Bornekampbadhaltestelle. Des BB’chen wird salonfähig! Das war nicht immer so. Ich kann mich sehr, sehr gut an die Bestrebungen der Stadt erinnern, das Bornekampbad einzustampfen. Und, wie in diesem Jahr, so seid ihr auch im nächsten wieder Bittsteller. Derzeit versucht ihr über Spenden sage und schreibe 60 TSD € für eine sinnvolle Erneuerung des Kleinkindbeckens einzunehmen.
      Ich werde Euch hier von ganzem Herzen und (das nützt ja auch wenig) finanziell unterstützen. Als Begründung möchte ich anführen, dass mir das Bornekampbad wie eine Insel im täglichen Wahnsinn erscheint.
      Wenn ich mir den aktuellen Jugendförderplan der Stadt Unna ansehe, so sind hier keine „offenen Angebote“ mehr vorhanden. Sprich: Anscheinend brauchen alle Kinder und Jugendlichen in Unna inzwischen irgendein Therapieangebot. Normal geht gar nicht (weil nicht gegenfinanziert?) Um so mehr kämpfen wir LINKE um den Erhalt der Erholung und Entspannung der Menschen in Unna.
      Leistung und Wettbewerb bestimmen einen Großteil unseres Lebens und ich bin froh, das man dem im Bornekampbad noch entfliehen kann und ein Stück weit Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe erfahren kann.
      Das gilt auch für die Linde. In einem anderen Maßstab. Aber auch hier muss die Stadt Farbe bekennen. Wie auch für die Zukunft der Eissporthalle. Diese Angebote stehen allen Menschen frei zur Verfügung und bilden einen Lebensraum zu einer, meiner Meinung nach, positiven Entwicklung.
      In einer Zeit, wo nur noch katalogisiert und kategorisiert wird, seid ihr alle auf eine angenehme Weise menschlich.
      Laßt uns das bewahren.

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    Jessica Mense

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    Ganz richtig, liebe Petra!
    Doch so ganz wollen wir uns hier nicht einreihen denn schließlich geht es bei der Lindenbrauerei und der Eishalle um die Existenz während diese im Freibad ja gesichert ist. Wir wollen mit dem neuen Planschbecken lediglich unser Angebot vergrößern und für alle Familien auch künftig attraktiv bleiben.
    Dies sollte man an dieser Stelle nicht in einen Topf werfen.
    Natürlich freuen wir uns über eine Unterstützung durch die Stadt aber wir sehen auch die wirtschaftlichen Zwänge denen die Stadt unterworfen ist.
    Zu den anonymen Kommentaren des „P“ nur folgende Richtigstellung: die Nachzahlung der Stromkosten hat die Stadt übernommen.
    Es haben schon etliche Wettkämpfe im Freibad stattgefunden und dies wird auch weiter so bleiben ( auch Schulklassen schwimmen dort)

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