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Immer wieder Unfälle und Fast-Unfälle an B1-Kreuzungen in Unna

Ob Hertingerstraße, Iserlohner Straße oder Kessebürener Weg: Alle drei haben es im Kreuzungsbereich mit der Bundesstraße 1 in sich. Abhilfe ist in Auftrag gegeben, signalisiert die Stadt.

Erst Samstagfrüh passierte an der B1-Kreuzung Hertingerstraße wieder ein Unfall, der ganz böse hätte enden können: Ein 28jähriger Mann überquerte bei Grün an der Fußgängerampel die B1, zugleich bog ein Lkw-Fahrer mit seinem 3,5-Tonner von der Hertingerstraße ebenfall bei Grün nach links auf die B1 ab – und der Fußgänger hatte noch Glück im Unglück, dass er nur leicht verletzt wurde, als ihn der Lkw auf der Fahrbahn erfasste.

Dass Fußgänger an dieser Kreuzung von Linksabbiegern (fast) angefahren werden, kommt dort leider zu oft vor“, kritisierte eine Leserin. „Die Ampelanlage ist ungünstig geschaltet –  und oft sehen Autofahrer nur den Gegenverkehr.“ Andere Leser finden: Alle B1-Kreuzungen sind gefährlich und gehören dringend entschärft. „Tempo 50 in allen drei Kreuzungsbereichen! Und die Ampelschaltungen mal prüfen!“ So oft sehe man Autos auf der B1 noch „halb durchrasen“, obwohl die Ampel auf Hertingerstraße, Iserlohner Straße oder Kessebürener Weg schon grün zeigte. „Und auch die Rechtsabbieger von der B1 sind gefährlich, da man die Fussgänger viel zu spät sieht. Und es ist Schulweg für sehr viele Kinder!“, merkte eine Unnaerin kritisch an.

IST ABHILFE IN SICHT?

Alle genannten Straßen / Kreuzungsbereiche liegen in der Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen.NRW. „Die Unfallkommission des Kreises Unna hat einen Prüfauftrag für sämtliche Ampelanlagen zwischen der Kreuzung Morgenstraße und der Feuer-und Rettungswache an den Landesbetrieb erteilt“, teilte uns Stadtsprecherin Katja Sahmel auf Anfrage mit. „Die Ampelanlagen sind insgesamt zu betrachten, da diese im Zuge der ,grünen Welle´ miteinander in Verbindung stehen. Ergebnisse liegen noch nicht vor.“

Ostbürener Str. B1

Zu Tempo 50:

Mit Geschwindigkeitsbeschränkungen tut sich der Landesbetrieb auf überörtlichen Straßen schwer. Zwischen Unna und der Stadtgrenze zur Werl (Holtum) gilt in verschiedenen Einmündungsbereichen (oder an den Tankstellen in Höhe Hemmerde) Tempo 70, nur auf einer einzigen Kreuzung ist die Geschwindigkeit nochmals reduziert auf 50 km/h – allerdings nur in Richtung Unna: An der Einmündung zur Ostbürener Straße in Höhe Stockum (siehe Foto oben), wo bereits mehrere tödliche Unfälle passierten. Das letzte dieser tragischen Unglück geschah (trotz Tempo 50) auf dieser schwierig einsehbaren Kreuzung vor ca. einem Jahr: Am Abend des 12. Dezembers übersah ein 78jähriger Pkw-Fahrer aus Essen beim Linksabbiegen auf die B1 einen 27 jährigen Bönener, der in seinem Honda Civic aus Richtung Hemmerde kam. Beide Fahrer überlebten schwer verletzt, doch die 76jährige Beifahrerin des Esseners verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus.

In Richtung Unna gilt in diesem Kreuzungsbereich auf 250 Metern ein Tempolimit von 50 statt 70 km/h, in Gegenrichtung nach Werl kann der Verkehr aber unlimitiert mit 70 an der Einmündung vorbeifahren. Ein Stoppschild an der Ostbürener Straße soll die Risiken begrenzen helfen, doch dessen ungeachtet kracht es an dieser Kreuzung immer wieder. Ein Holzkreuz erinnert bis heute an einen Unfall, der ebenfalls schon tödlich verlief.

Kommentare (3)

  • Helmut Brune

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    Vielleicht hilft es ja, wenn man die Ampeln austauscht gegen einspurige Kreishauskreisel. *Ironie off*

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  • Mike

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    Bzgl. Fussgänger und Linksabbieger, früher waren Ampeln so geschaltet, daß immer nur eine querende Richtung grün hatte, z.B. Iserlohnerstr. in Richtung Innenstadt hat grün, Fussgänger in Richtung Innenstadt haben grün, Fussgänger und Autos in Richtung Iserlohn haben rot.

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    • Silvia Rinke

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      Dann sind wir mal gespannt, was die Untersuchungen jetzt für Ergebnisse bringen!

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