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Immer mehr Plastik im Biomüll sorgt für erhebliche Störungen im Kompostwerk Ostbüren

Müllbeutel und Platiktüten sorglos mit dem Bioabfall vermengt. Diese Disziplinlosigkeit grassiert: Da sich Plastiktüten nicht zersetzen, verursachen sie erhebliche Störungen im Kompostwerk Fröndenberg-Ostbüren. Das kritisiert in einer heutigen Pressemitteilung nachdrücklich der EntsorgungsBetriebBergkamen (EBB) und spricht dabei für zahlreiche Entsorger im Kreis.

Immer öfter stoßen Fahrer während der Sammeltour „auf eine bunte Ansammlung verschiedenster Beutel“ – mit den entsprechenden Komplikationen später im Kompostwerk Ostbüren. Denn dort müssen die Mitarbeiter all den Plastik wieder mühselig aus dem übrigen organischen Abfall aussortieren, um die Kompostqualität nicht zu mindern..

Auch die vermeintlich „kompostierbaren Tüten“ aus Maisstärke, die vom Handel angeboten werden, sind nicht geeignet!, betont der Entsorger. „Denn ihr Verrottungsdauer liegt deutlich über der des Bioabfalls.“ Im Kompostwerk wird der Bioabfall innerhalb von 11 bis 12 Wochen zu Kompost umgesetzt. So wird schließlich auch der sogenannte kompostierbare Plastikbeutel zum Störstoff.

Bei einem zu hohen Anteil an Störstoffen muss final der gesamte Fahrzeugladung zu Restmüll umdeklariert werden – was wiederum zu einer deutlichen Kostenerhöhung für die Gebührenzahler führt. Bei wiederholter Falschbefüllung kann die Biotonne eingezogen und er­höhtes Restmüllmehrvolumen in Rechnung gestellt werden. Das gilt nicht nur für Bergkamen, sondern für jede Kommune mit Biotonne.

Auch überquellende Abfallbehälter sind nicht nur optisch ein Ärgernis: Die Gefahr besteht, dass Abfall beim Kippen ins Seitenlader-Abfallsammelfahrzeug auf die Straße klatscht. Im Extremfall rutscht der übervolle Abfallbehälter komplett aus der Halterung – und der komplette Inhalt ergießt sich auf die Straße. Wenn das Müllgefäß ständig überquillt, ist es offensichtlich zu klein. Also: ein größeres bestellen. Andernfalls entgehen den Entsorgern auch Einnahmen – und die Verluste fangen wiederum alle auf. Ist das gerecht? Nein. Also!

Plastik in Bioabfall und überquellende Behälter Foto 2

Kommentare (6)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Soviel Disziplin und Verständnis sollte man schon haben, daß man sich an die Regeln hält. Schließlich ist es ja zu unserem eigenen Wohlbefinden, daßAbfallberge so klein wie Möglich gehalten werden.

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  • Sibylle Weber via Facebook

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    Mir geht das tierisch auf den Geist, wenn freundliche Mitbürger Essensreste in die blaue Tonne werfen, Papier in die gelbe und Plastikmüll (Wertstoffe!) einfach überall hinein. :-(

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  • Jama To via Facebook

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    Weniger Verpackte Waren kaufen, geht’s auch!
    Ich hab mich angewöhnt all die Verpackung sofort in Geschäft zu lassen!
    Und so wenig wie möglich verpackte Ware zu kaufen!
    Es funktioniert!

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  • Monika Schwede-Betz via Facebook

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    Volltrottel werfen ihren Biomüll in Lidlabfallbeuteln aus Plastik in die grüne Tonne…tztztz. Damit es nicht riecht…herzlichen Glückwunsch für soviel Umsicht, liebe Nachbarn!

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  • Ludewig

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    Hallo,
    das Gesetz gibt doch klare Mülltrennung vor . Wer Plastik im Biomüll entsorgt , begeht eine
    Ordnungswidrigkeit . Ordnungswidrigkeiten müssen von den Gemeinden verfolgt werden .
    Was ist aber , wenn die Gemeinden dieser Pflicht nicht nachkommen ? Dann verläuft alles
    im Sande . So ist es zur Zeit in meiner Stadt .

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